Ein spannend zu lesendes Buch, weil es mit vielen offenbar sehr sehr alten Falschheiten um den Begriff der EHE aufräumt: Sie ist viel jünger als die Wurzeln des Christentums, also kein Sakrament, und überhaupt unterliegen Paarbildungen zwischen Frauen und Männern, so die Autorin, wohl einer Art Darwinschen Entwicklung: Partnerschaft (und Ehe als EINE der Möglichkeiten davon) sind jeweils das, was Paare und die sie umgebende Gesellschaft daraus machen. Genau da ist das Buch toll: Es gibt viele historische Beispiele von Lebensgemeinschaften und Paarbildungsmöglichkeiten, man kann nur staunen, was wir alles vergessen und / oder nie ausprobiert haben.