In diesem Buch trifft der Leser auf die Grundkonstellation: Älterer, lebenserfahrener und belesener Mann trifft auf junge, hübsche, intelligente, aber irgendwie "verhaltensauffällige", weil introvertierte und vom Leben schon jetzt enttäuschte Frau. Das wiederum reizt den Mann, das Wesen (und was dahinter steckt) dieser Frau zu ergründen. Die Dame ist genervt und geschmeichelt zugleich. Und so werden beide aufeinander neugierig. Das Abenteuer Leben nimmt seinen Lauf.
Was Gloria und Hülferich, der vermutete Wüterich, gemeinsam in Griechenland erleben, ist spannend: Aus "Lehrer" und "Schülerin" werden zwei Suchende, die beide aus der Auseinandersetzung mit der Geschichte, dem Lauf des Lebens und mit sich selbst etwas lernen: Gloria erfährt etwas über das Leben und die zwischenmenschlichen Beziehungen, und wie alles miteinander verwoben ist. Und: Dass man sich dem Leben stellen muss, ansonsten zieht es an einem vorüber. Arnulf wiederum lernt sein eigenes, schon etwas schal gewordenes Leben ein wenig mehr zu schätzen.
Es ist ein Geben und Nehmen; mal leidet Gloria, mal Arnulf. Am Ende haben beide etwas "fürs Leben gelernt".
Alles in allem eine interessante Darstellung der Entstehung von Lebensbrüchen, die keine hätten sein müssen und nicht zuletzt: ein empfehlenswertes Lesevergnügen, das den Leser mit den Protagonisten nicht nur leiden, sondern auch gern und viel lachen lässt!