-
Tipp für Studenten
Ein Jahr Prime kostenlos und einen 20% erhöhten Eintauschwert auf Trade-In erhalten alle Studenten die bei Amazon Student angemeldet sind.
| ||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
Die Ausstellung erhebt selbst den „Anspruch, erstmals eine kohärente Vorstellung von der stilistischen Entwicklung Schieles als Zeichner und Aquarellist geben zu können“ und außerdem „für einige Werkgruppen die in alle Welt zerstreuten Blätter wieder zusammenzuführen, die während einer einzigen Sitzung entstanden sind: Diese Motivreihen verdeutlichen nicht zuletzt Schieles Konzept, gleichsam in fortschreitenden Film-Kadern zu denken.“ (Zitate aus dem reichlich 2-seitigen Vorwort von Klaus Albrecht Schröder, dem Direktor der Albertina).
Dem Vorwort folgt eine 21-seitige, reich bebilderte Biographie des Künstlers. Die meisten Bilder sind Fotos, welche den Künstler, ihm nahestehende Personen oder Ansichten von seinen diversen Wohnorten zeigen. U.a.: „Egon Schiele und Wally Neuzil“ (mit Valerie „Wally“ Neuzil lebte Schiele in wilder Ehe und sie war neben seiner geliebten Schwester Gertrude („Gerti“) ein bevorzugtes Modell), zwei fotografische Porträts Schieles von Johannes Fischer und eins aus der Serie von Josef Anton Trcka (weitere Fischer- und Trcka-Fotos im Katalogteil). Und nicht zu vergessen „Egon Schiele auf dem Totenbett“ von Martha Fein, 1918.
Der Bildteil ist phantastisch – die Wiedergabe der im Original durch die Aquarellierungen und Verwendung von Bleistift, Buntstift, Kreide und Kohle teilweise sehr zart wirkenden Werke so brillant, wie es eben geht. Schon in der Ausstellung folgte die Anordnung dem Lebensweg Schieles, und diese Anordnung behält der Katalog bei. Und ergänzt diese an gegebener Stelle durch weitere Fotos, u.a. von Edith Schiele, der Frau des Künstlers, aber auch von Hysterikerinnen, deren verkrampfte Gebärdensprache Schiele studierte, um sie in seinen Bildern als Zeichen der Isolation und der Einsamkeit zu verarbeiten. Dazwischen immer wieder Texte, die einzelne Bilder untermalen - ihre Entstehungsgeschichte und die Lebensumstände, in denen sich Schiele zur Zeit ihrer Entstehung gerade befand. Der Text ist nie aufdringlich, und dasVerhältnis von Text und Bild angenehm.
Von den abgebildeten Werken sind aus meiner persönlichen Sicht hervorzuheben: ein Selbstporträt von 1906 (also Schiele mit 16) und drei Porträts von 1907, zwei aquarellierte Kreidezeichnungen des Sängers van Osen von 1910, eine Serie von Kinderstudien 1910, eine Selbstbildnisserie von 1910/1911 (u.a. mit braunem Hut, Grimassierendes Aktselbstbildnis, Selbstbildnis mit weißem Gewand), zehn der dreizehn „Gefängniszeichnungen“ von 1912 (Schiele wurde wegen der angeblichen Entführung und Schändung eines dreizehnjährigen Mädchens inhaftiert, die Vorwürfe später weitestgehend fallengelassen), eine Serie von Halbakten 1913 und eine Gruppe von Bleistiftzeichnungen von 1914, die – so der Katalogtext – „den Höhepunkt der geometrischen Abstraktion der menschlichen Gestalt“ im Werk Schieles bilden.
Ich könnte ewig weiterschwärmen, möchte aber nur noch erwähnen, daß dem Katalogteil ein 13-seitiger Text Heinrich Beneschs „Mein Weg mit Egon Schiele“ von 1943 folgt. Benesch war ein Freund Schieles und sammelte zugleich dessen Werke. Ein Verzeichnis der ausgestellten Werke eine Bibliographie und eine Auswahl der bisherigen Schiele-Ausstellungen beschließen als Anhang diesen außergewöhnlichen Band.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|