Kurzbeschreibung
Aus dem Inhalt:
- Das Selbst des Künstlers
- "Ich bin durch Klimt gegangen"
- Die Figur als Ausdrucksträger
- Die visionär-symbolischen Bilder
- Seelenlandschaften
- Egon Schiele 1890 - 1918: Lebensdaten
- AnmerkungenDer Maler Egon Schiele (1890-1918) beeinflusste die Wiener Kunstszene gegen Ende der so wichtigen Ära Klimt am nachhaltigsten. Für kurze Zeit flirtete Schiele mit Klimts Stil, stellte aber bald schon die Ästhetik der schönen, glatten Oberfläche des Wiener Art Nouveau mit seinen rauen und nicht leicht zugänglichen Gemälden in Frage. Viele seiner Zeitgenossen empfanden Schieles expressive Akte und Selbstporträts, die in morbiden Farben und seltsamen Körperhaltungen dargebotenen Figuren als hässlich und moralisch verwerflich, eine Kritik, die in einer Kriminalisierung des Malers als "obszön" mündete und ihm 1912 eine Verurteilung und einen kurzen Gefängnisaufenthalt einbrachte. Doch nicht einmal seine schärfsten Kritiker konnten das außergewöhnliche Zeichentalent dieses Künstlers anzweifeln. Dieses Buch liefert einen knappen und prägnanten Überblick über die kurze und glanzvolle Karriere Egon Schieles.