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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leicht zugänglich und immer wieder gut, 21. Dezember 2002
Das aktuelle Album der Band mit dem seltsamen Namen „Oomph!" hat mich wirklich positiv überrascht. Ich hatte mir zuvor immer mal wieder Songs von dieser Band angehört und mich dann letztlich dazu entschlossen, mir diese Platte zuzulegen, ohne jedoch allzu große Erwartungen zu haben. Da ich von älteren Alben wusste, dass diese einige schlechtere Songs enthielten, und da die Alben vor „Plastik" mich allgemein stilistisch nicht ganz so sehr ansprachen, fürchtete ich auch auf diesem Album unter den Liedern, die ich noch nicht kannte, eher auf Lückenfüller zu stoßen. Aber weit gefehlt: Keiner der sechzehn Songs auf diesem Album enttäuscht; stattdessen ist jeder Song melodisch und auch stilistisch recht eigenständig und wartet mit großartigen Ohrwurmmelodien auf. Die Lieder sind sehr eingängig und gehen schnell ins Ohr, ohne aber nach einigen Durchläufen langweilig zu werden. Es handelt sich hierbei um eine jener CDs, die auch ohne übertriebene Komplexität und hohen Anspruch immer wieder Spaß machen und die man regelmäßig zwischendurch mal wieder einlegt. Der Stil der Band lässt sich schwer definieren; als „Electro Metal", wie es auf der Homepage heißt, würde ich das Ganze nicht bezeichnen, vielmehr handelt es sich um etwas härteren Alternativrock mit starken Synthesizer- und Keyboard-Einflüssen. Zugegeben, besonders natürlich und handgemacht klingt das Ganze nicht, aber dennoch ist es auf seine Art genial. Dero, der außer dem Gesang noch für die Drums zuständig ist, gibt den Songs mit seiner tiefen, eigentümlichen Stimme ihren besonderen Charakter, während Flux regelmäßig interessante Samples einwirft, die sich in ihrer Vielfalt oftmals erst nach mehrmaligem Hören offenbaren; Crap schenkt den Songs dann zu guter Letzt mit Klavier- und Synthklängen aus dem Keyboard noch mehr Tiefe. Wenn dann noch die durchdringenden Gitarren miteinbezogen werden (was fast immer der Fall ist), ist der Sound komplett und präsentiert sich sehr angenehm und auch atmosphärisch. Die Songs können regelrecht gute Laune machen, auch ohne dass auf zwanghaft fröhliche Party-Melodien (wie etwa beim Punkrock) zurückgegriffen wird. Die Tracklist bleibt bis zum Schluss grundsolide, Durststrecken tauchen eigentlich nicht auf. Auch zwei kleine Instrumentals mit den klangvollen Titeln „Serotonin" und „Dopamin" haben es auf das Album geschafft, und fügen sich mit ihrem interessanten Synthesizer-Sound gut in das Gesamtbild ein. Nicht ganz ernst zu nehmen ist der letzte Song „Träum Weiter", eine Art Persiflage auf „Atem", er bildet aber einen recht lustigen Abschluss. Textlich wird nicht viel besonderes geboten, keine tiefe Philosophie, aber dennoch lassen die Lyrics einen gewissen Interpretationsfreiraum und passen gut zur Musik. Mehr gibt es zu diesem Album eigentlich auch nicht mehr zu sagen; einfach eine sehr ordentliche alternative Scheibe für Zwischendurch. Anspieltipps sind im Prinzip fast alle Songs; ich greife einmal „Ego", „Supernova", „Bitter", „Viel Zu Tief" und „Rette Mich" als Empfehlungen heraus.Klangqualität: 10/10 Eingängigkeit: 9/10 Innovation: 6/10 Wiederspielwert: 9/10 Stimmigkeit: 9/10 ------------------------- Kaufempfehlung: 9/10
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
unverschämt gut., 16. März 2006
Dieses Album begeisterte mich dermaßen, dass ich es nachdem ich es bei Amazon bestellt und erhalten hatte, über Wochen hinweg fast täglich hörte. Das scheint normal bei neuer Musik, die einem ausgesprochen gut gefällt, hingegen ist es eine extreme Ausnahme, dass fast jedes Stück dieses Albums noch zumindst beinahe den gleichen Reiz hat, wie es beim erstenmal anhören der Fall war (ich besitze das Album nun weit über ein halbes Jahr).Alle Songs sind insgesamt getragener gehalten, vor allem längst nicht mehr so (schwer) metallastig wie alles das vor 'Defekt' kam, dafür unglaublich harmonisch, energiegeladen und musik- bzw. klangtechnisch auch perfekter. Man merkt, dass die Band instrumental und auch was Gesang betrifft sich eindeutig weiterentwickelt hat. Die angenehme Sängerstimme von 'Dero' fällt durchaus positiv auf und unterstützt die wunderbare Kombination aus perfekt platzierten Gitarrenriffs und dezent eingesetzen Synthesizern. "Rette mich" und "Willst du frei sein" zählen hierbei zu den absoluten Hammern. Doch gibt es kaum EIN Lied, dem man letzendlich eindeutig den Platz als besten Song auf diesem Album einräumen kann, da mittelmäßige oder gar deutlich abfallende Songs schlicht nicht vorhanden sind. "Supernova", "Transformation", aber auch "Drop the Lie" bieten fantastische Klangkombinationen, die wohl auch für Parties o.ä. ein Mitreißer sind. Abgesehn von den beiden wunderbar rythmischen Instrumentalstücken "Serotonin" und vor allem "Dopamin" beziehen sich tatsächlich fast alle Songs auf das Thema "Ego". Manche Texte sind hier zum Teil baladenartig, ein wenig vergleichbar mit Rammstein, doch zum Großteil einfach rythmisch und stecken voller denkanstoßenden Details, ohne (auch hier muss wieder Rammstein zum Vergleich herhalten) so verschlungen und vielseitig interpretierbar wie Rammstein zu sein. Alles im allen das meineserachtens beste bisher erschienene Album, auch besser als 'Wahrheit oder Pflicht', da es einfach insgesamt 'angenehmer' zu hören ist; alles in allem harmonischer. Und ganz egal wie es sich in Vergleich zu "Glaube Liebe Tod" verhalten wird, kann ich "Ego" nur jedem ans Herz legen, der Oomph! oder auch Rammstein mag und dabei wert auf fantastische, stimmungsvolle Musik legt, die es schafft einen mitzureißen ohne nach paarmaligem Anhören zu einem abgestumpften Einheitsbrei zu verblassen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Oomph! übertreffen sich selbst, 29. September 2001
Zugegeben, ich bin kein Metall-Fan. Rammstein ist mir mitunter zu hart. Aber was Oomph! hier produziert hat, übertrifft das "Plastik"-Album und geht mir direkt ins Ohr. "Supernova", "Ego" oder "Atem" sind meine Anspieltipps. Eine gelungene Mischung aus Englischen udn Deutschen Songs mit sinnvollen Texten. Schade nur, dass die neue Single "Niemand" nicht drauf ist (keine Ahnung, was das soll).
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