Leider habe ich Diary Of Dreams erst dank Unheilig kennengelernt, als DoD dort als Vorband aufgespielt haben. Zwar hatte ich den einen oder anderen Song bereits angehört, aber wurde bis dato noch nicht wirklich überzeugt. Live jedoch hat mich die Band dann zu einem neuen Fan gemacht. Von da an wuchs natürlich das Interesse. Nun liegt das neue Werk der Band vor mir - bzw. eigentlich nur noch im Player, denn ich würde dieses Album gerne "Meisterwerk" nennen. Ein Vorrezensent schrieb, dass sich die Band stark am Einfluss von Unheilig orientieren würde um auch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen. Das lässt sich immer leicht behaupten. Ich weiß es nicht.
Das Album eröffnet direkt mit dem besten Song "Undividable", der relativ rockig, mit eingängiger Melodie und Ohrwurmtext daher kommt. Bleibt auf jeden Fall hängen und ich finde diesen Song schon typisch für DoD. Vergleichbar etwa mit "King Of Nowhere". Die Elemente, die die Songs voneinander trennen beinhalten tolle Texte, die wirklich zum Nachdenken anregen und perfekt mit den Songs selbst harmonieren. Beim ersten hören, dachte ich nach den ersten Songs immer "...geil!" - bis zum Song "Push Me" der mit Amelia Brightman aufgenommen wurde. Der Song ist relativ langweilig und meiner Meinung nach passt Amelias Stimme nicht wirklich in das Konzept des Albums. Mit "Splinter" ist ein weiterer DoD-typischer Song auf Ego:X vertreten. Auf diesem Album sind Songs, wie sie ausschließlich von Adrian Hates gesungen werden können und wirklich unnachahmlich sind. Hier sticht ganz besonders die großartige Ballade "Immerdar" hervor.
Alles in Allem ist dieses Album einfach großartig und ich bin gespannt welche Songs es in die Live-Atmosphäre schaffen. Dort werden sie sicherlich noch weiter aufgewertet.
Hörtipps: Undividable, Immerdar, Lebenslang, Mein-Eid