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Produktinformation

  • Audio CD (18. Oktober 2004)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Hybrid SACD
  • Label: Spoon Records (Warner)
  • ASIN: B0002XV2QG
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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1. Pinch
2. Sing swan song
3. One more night
4. Vitamin C
5. Soup
6. I'm so green
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

44 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Olham am 27. Januar 2008
Format: Audio CD
Damals, 1971 und '72, gab es nur das erste, zweite und dritte Fernsehprogramm; und als da die Durbridge-Krimis liefen, über die wir heute wohl schmunzeln würden, waren das seinerzeit "Straßenfeger" wie sonst nur WM-Spiele. Und in einem dieser Mehrteiler hörte ich zum ersten Mal ein Stück von CAN. Ich hatte sofort eine Gänsehaut. "Spoon" war in Klang und Arrangement etwas ganz und gar eigenes, so nie gehörtes, es war hypnotisch und ging unter die Haut, und obwohl ich erst Jahre später die LP "Ege Bamyasi" hörte, erkannte ich es sofort wieder.
Nach und nach besorgte ich mir alles, was sie gemacht haben, und ich fand und finde noch immer fast alles großartig. Die unverkrampfte Leichtigkeit Jaki Liebezeits und der meist einfach angelegte, hypnotisierende Bass von Holger bildeten das magische Tragwerk für die minimalistischen, seltsamen Keyboards von Irmin (mal irrlichternd, mal als Rhythmusinstrumente), und die durch die Szenerie schwebende Gitarre von Michael Karoli.
CAN waren eine deutsche Band, die gar nicht nach "Deutsch-Rock" klang, und sie sind heute noch international sehr bekannt und geschätzt. Ihre Art, Platten zu machen, bestand aus meist langen Improvisationen (in ihrem "Inner Space"-Studio, einem ehemaligen Kino in Köln) die sie auf Band aufnahmen. Die interessantesten Teile aus diesen Sessions wurden dann von Holger Czukay meisterlich (und im wahrsten Sinne des Wortes) zusammengeschnitten. So haben CAN das Sampling & Editing schon längst vorweggenommen. Das diese Technik überhaupt angewendet werden konnte, ist vor allem Drummer Jaki Liebezeit zu verdanken, der sein metronom-artiges Timing auch über längere Zeiträume unbeirrt halten konnte.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von klawitterschoen@aol.com am 12. März 2001
Format: Audio CD
Kennt man Can sonst als experimentelle Klangmagier, kommen sie hier fast als elegante Songwriter daher. Nicht umsonst stürmte "Spoon" in den 70ern die Hitparaden. Trotzdem: unverkennbar Jaki Liebezeits multi-zyklische Drums, Damo Suzukis fragile Stimme, Michael Karolis mitdiskutierende Gitarre, Holger Czukays melodisch-profunder Bass und Irmin Schmidts atmosphärische Keyboards. Anhören und sich treiben lassen auf dem Ozean der Can-Klangwelten!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von V-Lee TOP 500 REZENSENT am 8. Juni 2010
Format: Audio CD
Als Nachgeborener der mit den Klassikern aus Rock, Pop, Soul, Funk und Jazz und mit der damals aktuellen Musik der 80er jahre musikalisch sozialisiert wurde kannte ich Can bis vor Kurzem gar nicht. Da diese Band aber immer wieder von großen internationalen Künstlern als Inspirationsquelle genannt wurde, beschloss ich nun doch mal in ein Can Album hinheinzuhören und habe es nicht bereut.

,Ege Bamyasi' ist aus heutiger Sicht eigentlich ein psychedelisches Trip-Hop Album, das zu einer Zeit aufgenommen wurde, als es weder Hip-Hop noch electronic music gab (nun ja letztere vielleicht in Ansätzen). Die beats auf denen alle tracks hier basieren erinnern ganz stark an viel spätere acts wie Massive Attack, und auch die hypnotische, manchmal düstere Atmosphäre die hier durch elektrisch verstärkte Instrumente oder percussion erzeugt werden erinnert sehr stark an die Bristoler oder auch an Portishead. Melodien im eigentlichen Sinn gibt es hier kaum und es scheint so als ob die Essenz aus dem besteht was andere Bands so drumherum legten. Faszinierend ist das trotzdem und war seiner Zeit eigentlich um ca 20 jahre voraus. Klar schwingen hier auch noch die psychedelischen Einflüsse der späten 60er Jahre mit, das ist aber alles viel zerfranster und nie lieblich.

Eigentlich kann man diese Musik kaum beschreiben, wenn man sich aber unvoreingenommen darauf einlässt, dann wird man erstaunt sein, wie weit diese deutsche Band einerseits weg war vom ,Krautrock' und wie visionär diese Klang- und Rhythmuswelten die sie hier erschufen waren. Nicht eingängig und nicht leicht zu hören, aber ungemein wichtig.
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