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Effi Briest. Roman. [Taschenbuch]

Theodor Fontane
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (138 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1986
Text in neuer Rechtschreibung

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 347 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150069610
  • ISBN-13: 978-3150069615
  • Größe und/oder Gewicht: 9,9 x 14,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (138 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.688 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Effi Briest
OA 1895 Form Roman Epoche Realismus
In seinem wohl berühmtesten Roman verknüpft Theodor Fontane das im 19. Jahrhundert beliebte Thema der unschuldig-schuldigen Ehebrecherin mit einer Kritik am »Gesellschaftsgötzen« und am Unwesen des Duells.
Entstehung: Der Roman geht auf eine wahre Begebenheit zurück. 1886 hatte sich der preußische Offizier Armand von Ardenne mit dem Amtsrichter Emil Hartwich duelliert, den er des Ehebruchs mit seiner Frau Elisabeth von Ardenne bezichtigte. Der Fall hatte in den 1880er Jahren großes Aufsehen in der Öffentlichkeit erregt und wurde in der Presse vielfach erörtert. Fontane verarbeitete diesen Stoff 1890–94.
Inhalt: Die 17-jährige Effi verlobt sich auf Zureden ihrer Mutter mit deren ehemaligem Verehrer, dem 21 Jahre älteren Landrat Geert von Instetten. Effi ist aus gesellschaftlichem Ehrgeiz bereit, den Mann zu heiraten, obwohl sie sich vor ihm fürchtet.
Nach der Hochzeitsreise trifft das Paar im Seebad Kessin, Instettens Wohnsitz, ein. Von Anfang an fühlt sich Effi in dem düsteren Haus nicht wohl, zumal sie häufig allein ist. Ihre Ängstlichkeit schürt Instetten noch, indem er ihr eine unheimliche Geschichte von einem Chinesen erzählt, der einst in dem Haus gelebt hat. Erst später wird Effi klar, dass diese Spukerzählung auch dazu diente, sie einzuschüchtern und dadurch zu domestizieren. In ihrem Ehealltag vermisst Effi kleine Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeit. Lediglich die Besuche des verwachsenen Apothekers Gieshübler bringen ein wenig Freude in ihren Tag.
Nach der Geburt ihrer Tochter Annie verbringt Effi eine lange Zeit in ihrem Elternhaus, wo sie auflebt und fast vergisst, dass sie verheiratet ist. Zurück in Kessin, lernt sie den neuen Bezirkskommandanten Crampas kennen, einen gut aussehenden Offizier, der ein berüchtigter Frauenheld sein soll. Crampas, ein ehemaliger Kamerad Instettens, kommt häufig zu Besuch, macht der jungen Frau den Hof, klärt sie über den »Erzieher« Instetten auf und stürzt sie damit zusehends in Verwirrung.
Bei einer nächtlichen Kutschfahrt teilen sich Crampas und Effi allein ein Gefährt – es kommt zur Verführung. Von nun an trifft sich Effi heimlich mit ihrem Geliebten, wobei die Lügen und Vertuschungen sie mehr belasten als der Ehebruch selbst. Sie liebt Crampas nicht, ist aber zu schwach, um die Affäre zu beenden.
Als Instetten nach Berlin versetzt wird, glaubt Effi sich gerettet. Die nächsten Jahre verlaufen glücklich; die Ehe ist harmonisch, Effi scheint Crampas vergessen zu haben und Instetten macht Karriere. Doch während seine Frau in einem Kurort weilt, entdeckt Instetten durch Zufall die Liebesbriefe, die Effi von Crampas erhielt. Er fordert den Liebhaber zum Duell und erschießt ihn. Effi wird geschieden und von ihren Eltern verstoßen; die gemeinsame Tochter bleibt bei Instetten. Allein mit ihrer treuen Dienerin Roswitha bewohnt sie eine kleine Wohnung in Berlin und ist gesellschaftlich isoliert. Ein von ihr erzwungener Besuch ihrer Tochter erweist sich als Fiasko. Effi wird schwermütig und erkrankt so sehr, dass der Hausarzt ihre Eltern auffordert, sie nach Hause zu holen. Effi stirbt nach wenigen Wochen, hat sich jedoch vorher noch mit ihrem Schicksal ausgesöhnt.
Wirkung: Fontane war nicht damit einverstanden, dass die meisten Leser und Kritiker nur mit Effi sympathisierten und Instetten nicht auch als Opfer der starren Konventionen begriffen. Thomas R Mann wertete Effi Briest als den besten deutschen Roman seit den Wahlverwandtschaften von R Goethe.
Wirkung: Die nachhaltige Breitenwirkung des Romans lässt sich auch ablesen an den vier Verfilmungen, die es bisher nach der literarischen Vorlage gegeben hat: 1939 unter dem Titel Der Schritt vom Wege unter der Regie von Gustaf Gründgens mit Marianne Hoppe als Effi, 1956 die nur leicht an Fontane angelehnte sentimentale Version Rosen im Herbst – mit Ruth Leuwerik in der Titelrolle, 1969 die sich um Werktreue bemühende DDR-Version mit Angelica Domröse als Effi und 1974 das ehrgeizigste Projekt, Fontanes Texte in Bilder umzusetzen: »Effi Briest« unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder mit Hanna Schygulla. .

Klappentext

»Mir sei das Bekenntnis erlaubt, dass kein Schriftsteller der Vergangenheit oder Gegenwart mir die Sympathie und Dankbarkeit, dies unmittelbare und instinktmäßige Entzücken, diese unmittelbare Erheiterung, Erwärmung, Befriedigung erweckt, die ich bei jedem Vers, jeder Briefzeile, jedem Dialogfetzchen von ihm empfinde.«
Thomas Mann über Fontane -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das schönste und ungekürzte Hörbuch 30. Januar 2004
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Diese CDs haben mir für den Unterricht sehr geholfen, Effi Briest nicht einfach nur zu Lesen, zu bearbeiten und zu interpretieren, sondern auch zu verinnerlichen. Ein entscheidender Unterschied ist mir nun im nachhinein aufgefallen.
Gert Westphal schafft es, mit seiner heiteren Betonung, den streckenweise doch melancholischen Text, den Figuren eine fröhliche, lebendige Stimmung zu geben. Besonders die Dialoge zwischen Mutter- und Vater- Briest sind, im Gegensatz zur Verfilmung Fassbenders, eher freundlich gesinnt und neckisch. Während Fassbender die Unterhaltungen der Eltern eher ernst, konfliktträchtig, angespannt und verstritten erscheinen lässt. Dieser heitere Tonfall Westphals, passte auch in meiner Vorstellung von einer lebenslustigen Effi besser, als Fassbenders
äußerst depressive, melancholische Darstellung Effis.
Mir ist klar geworden, wie unterschiedlich man einen Text interpretieren kann, wenn man ihn anders akzentuiert. Nach dem Motto: der Ton macht die Musik.
Ohne das Buch zusätzlich zu lesen, geht es glaube ich nicht so gut. Darum vielleicht erst ein bischen lesen, um sich eine eigene Vorstellung von Effi und der Stimmung machen zu können.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Effi Briest- ein weites Feld... 6. August 2006
Von Luise
Format:Gebundene Ausgabe
Die Geschichte der jungen Effi Briest, die durch die Hochzeit mit dem Landrat Innstetten immer mehr an Lebensfreude verliert und sich schließlich in eine Affäre stürzt, die tragisch endet, ist eines der bedeutendsten Werke des deutschen poetischen Realismus. Auch wenn sich einige Passagen des Buches auf den ersten Blick eher schleppend lesen, reicht ein genauer Blick, um festzustellen, dass sich hinter diesen Passagen viel mehr verbirgt. Bereits in der Beschreibung des Innenhofes, die am anfang des Romans steht, versteckt sich der komplette Verlauf von Effis Leidensgeschichte, der sich erst nach genauer Interpretation der Motive zu erkennen gibt, als Beispiel die Schaukel und mit ihr das Motiv der Luft, des Schwebens, das den ganzen Roman hindurch ein Sinnbild für Effis Persönlichkeit darstellt. Auch die Leidenschaft und das Gefühl, die in diesem Roman zum Ausdruck kommen, werden erst bei genauem Betrachten und der Interpretation der einzelnen Motive und Stilmittel deutlich, dafür aber umso stärker, als sie in einem "normalen" Roman unserer Zeit überhaupt dargestellt werden könnten.

Wenn man bereit ist, sich auf Fontane und seinen -nicht immer leicht zu entschlüsselnden- Erzählstil einzulassen, bietet der Roman "Effi Briest" eine großartige Leseerfahrung und eine Geschichte, die in ihrer Tragik kaum größer sein könnte.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Duell 12. Juli 2004
Format:Taschenbuch
Theodor Fontane wurde erst sehr spät in seinem Leben als Romanschriftsteller erfolgreich und bekannt. Am bekanntesten wurde er dabei wohl mit der Geschichte der „Effi Briest".
Die Fabel dieses Romans hat ihre Quelle in der Wirklichkeit. Fontane - der auch lange als Journalist gearbeitet hatte - griff eine Zeitungsmeldung aus dem Jahre 1886 über ein Duell zwischen einem preußischen Offizier und einem Amtsrichter auf. Der Anlass war die Liebesaffäre zwischen dem Offizier und der Frau des Amtsrichters, Elisabeth von Ardenne.
Damit hatte Fontane sein Thema, wobei er den Schwerpunkt auf die Darstellung der Persönlichkeit der Hauptfigur - Effi - legt.
Fontane gelingt damit eine der beeindruckendsten Darstellungen des Schicksals einer Frau in der deutschen Literatur.
Der Inhalt sei hier nur kurz skizziert: Die 17-jährige Effi verlobt sich mit dem Landrat Geert von Instetten, der immerhin über 20 Jahre älter ist und früher ein Auge auf Effis Mutter geworfen hatte. Die lebhafte Effi langweilt sich im Haushalt Instettens tödlich, zumal er ihr auch nur wenig Aufmerksamkeit zukommen lässt. Auch die Geburt einer Tochter ändert an der für Effi betrüblichen Situation wenig. Erst ein schneidiger junger Offizier namens Crampas bringt ihre Gefühle in Wallung und Frauen, die sich langweilen, sind ja fast zu allem bereit. So hat sie eine kurze, aber heftige Affäre mit ihm und diese fast schon vergessen, als nach Jahren Instetten die Liebesbriefe von Crampas an Effi findet. Er duelliert sich mit Crampas, erschießt diesen und lässt sich von Effi scheiden, die Tochter bleibt bei ihm.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...das ist ein zu weites Feld. 11. März 2010
Von Tanja Heckendorn TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Die holden Wünsche blühen,
Und welken wieder ab,
Und blühen und welken wieder -
So geht es bis ans Grab.

Das weiß ich, und das vertrübet
Mir alle Lieb' und Lust;
Mein Herz ist so klug und witzig,
Und verblutet in meiner Brust".

Ob Theodor Fontane manchmal an die oben zitierten Worte des Dichters Heinrich Heine gedacht hat, als er Effi Briest den letzten Schliff verpasste? Der Schurke des Dramas, Major Crampas, jedenfalls ist ein großer Verehrer des deutschen Dichters, dessen Ansichten über das Leben und vor allem die Liebe er gerne auch vor der Heldin zum Besten gibt. Der Roman selbst ist voller Poesie, auch wenn die realistischen Elemente vorzuherrschen scheinen. Der tragisch gezeichnete Weg der blutjungen Effi Briest, die im zarten Alter von 17 Jahren ihre Hand dem doppelt so alten Adligen, Baron von Innstetten, zur Ehe reicht, weil sie von glanzvollen, gesellschaftlichen Zukunftsaussichten geblendet wird, aber viel zu schnell von der Realität eines unbefriedigenden Ehelebens eingeholt wird, was zu weitreichenden Folgen für alle Beteiligten führt, ist auf eine ganz besondere Art, manchmal sogar bewusst nur sehr wage in seinen Einzelheiten geschildert und lässt dem Leser sehr viel Raum für eigene Interpretationen.

Mit Wonne unterhält die 17jährige Effi ihre Freundinnen mit der Erzählung einer alten Lie-besgeschichte ihrer Mutter. Und eben dieser Verehrer aus längst vergangnen Tagen hält sich nun bei den Briests auf, die sich durch den Besuch des edlen Herrn, der mittlerweile zu Ansehen und Titel kam, sehr geehrt fühlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Eine meiner Lieblingswerke Fontanes
Das habe ich schon mal rezensiert und bleibe dabei: Eines der besten Werke Fontanes.
Diese Ausgabe habe ich gekauft, weil es ein GEschenk für meine Mutter war.
Vor 4 Tagen von Dennis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ganz toll
Eines der besten Werke Fontanes.
Ich will gar nichts zur GEschichte schreiben. Das Geschriebene ist einfach zu verstehen. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Tagen von Dennis veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Es gab Schlimmeres in meiner Schulzeit...
...doch auch auf die Lektüre von Effi Briest blicke ich eher mit Gedanken wie "war das langweilig" zurück. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Tagen von ruessler veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen ?????
Die Fragezeichen sind absichtlich gewählt, denn durch die Zwangslektüre im Deutsch-Leistungskurs und noch mehr durch die nervtötenden Interpretationen wurde... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Michael Ullrich veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Achtung nicht einschlafen^^
Ich hab dieses Buch im Rahmen meines Deutsch Lk lesen müssen. Als ich es durch gelesen hab fand ich es sehr langweilig, sosehr das ich aufpassen musste das ich nicht... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Malte Annecke veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Schullektüre
Das ist ein muss wenn man auf ein Gymnasium geht.
Schullektüre der 11. Klasse. Ich glaube das mussten wir alle schon lesen.
Vor 1 Monat von bert danneberg veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Produkt klasse, Arbeitsbedingungen bei Amazon unzumutbar
Das Produkt kann ich einwandfrei weiterempfehlen. Der Preis ist gut und das produkt hält was es verspricht.

Allerdings zu welchem Preis? Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von kaio veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Vergnügliche Pflichtlektüre
Zu Fontane und Effi ist von ziemlich Vielen so gut wie alles schon geschrieben worden.
Vergügen stellt sich auuch beim 2. Lesen ein.
Vor 3 Monaten von U.B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schnell und genau
Es ging alles schnell! super! würde immerwieder weiter empfelen. Es sollte Gebraucht sein! Sieht man aber gar nicht an! Danke
Vor 3 Monaten von Sen Ali veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schönes Buch für die Schule!
Dieses Buch von den Hamburger Leseheften sind die Besten für den Schulunterricht und ich kann es jedem nur empfehlen sich hier zuzulegen, da es im Laden meist teurer ist.
Vor 4 Monaten von T. Hecht veröffentlicht
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