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Effi Briest. Roman.
 
 
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Effi Briest. Roman. [Taschenbuch]

Theodor Fontane
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 347 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150069610
  • ISBN-13: 978-3150069615
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 9,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (53 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.335 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Effi Briest
OA 1895 Form Roman Epoche Realismus
In seinem wohl berühmtesten Roman verknüpft Theodor Fontane das im 19. Jahrhundert beliebte Thema der unschuldig-schuldigen Ehebrecherin mit einer Kritik am »Gesellschaftsgötzen« und am Unwesen des Duells.
Entstehung: Der Roman geht auf eine wahre Begebenheit zurück. 1886 hatte sich der preußische Offizier Armand von Ardenne mit dem Amtsrichter Emil Hartwich duelliert, den er des Ehebruchs mit seiner Frau Elisabeth von Ardenne bezichtigte. Der Fall hatte in den 1880er Jahren großes Aufsehen in der Öffentlichkeit erregt und wurde in der Presse vielfach erörtert. Fontane verarbeitete diesen Stoff 1890–94.
Inhalt: Die 17-jährige Effi verlobt sich auf Zureden ihrer Mutter mit deren ehemaligem Verehrer, dem 21 Jahre älteren Landrat Geert von Instetten. Effi ist aus gesellschaftlichem Ehrgeiz bereit, den Mann zu heiraten, obwohl sie sich vor ihm fürchtet.
Nach der Hochzeitsreise trifft das Paar im Seebad Kessin, Instettens Wohnsitz, ein. Von Anfang an fühlt sich Effi in dem düsteren Haus nicht wohl, zumal sie häufig allein ist. Ihre Ängstlichkeit schürt Instetten noch, indem er ihr eine unheimliche Geschichte von einem Chinesen erzählt, der einst in dem Haus gelebt hat. Erst später wird Effi klar, dass diese Spukerzählung auch dazu diente, sie einzuschüchtern und dadurch zu domestizieren. In ihrem Ehealltag vermisst Effi kleine Aufmerksamkeiten und Zärtlichkeit. Lediglich die Besuche des verwachsenen Apothekers Gieshübler bringen ein wenig Freude in ihren Tag.
Nach der Geburt ihrer Tochter Annie verbringt Effi eine lange Zeit in ihrem Elternhaus, wo sie auflebt und fast vergisst, dass sie verheiratet ist. Zurück in Kessin, lernt sie den neuen Bezirkskommandanten Crampas kennen, einen gut aussehenden Offizier, der ein berüchtigter Frauenheld sein soll. Crampas, ein ehemaliger Kamerad Instettens, kommt häufig zu Besuch, macht der jungen Frau den Hof, klärt sie über den »Erzieher« Instetten auf und stürzt sie damit zusehends in Verwirrung.
Bei einer nächtlichen Kutschfahrt teilen sich Crampas und Effi allein ein Gefährt – es kommt zur Verführung. Von nun an trifft sich Effi heimlich mit ihrem Geliebten, wobei die Lügen und Vertuschungen sie mehr belasten als der Ehebruch selbst. Sie liebt Crampas nicht, ist aber zu schwach, um die Affäre zu beenden.
Als Instetten nach Berlin versetzt wird, glaubt Effi sich gerettet. Die nächsten Jahre verlaufen glücklich; die Ehe ist harmonisch, Effi scheint Crampas vergessen zu haben und Instetten macht Karriere. Doch während seine Frau in einem Kurort weilt, entdeckt Instetten durch Zufall die Liebesbriefe, die Effi von Crampas erhielt. Er fordert den Liebhaber zum Duell und erschießt ihn. Effi wird geschieden und von ihren Eltern verstoßen; die gemeinsame Tochter bleibt bei Instetten. Allein mit ihrer treuen Dienerin Roswitha bewohnt sie eine kleine Wohnung in Berlin und ist gesellschaftlich isoliert. Ein von ihr erzwungener Besuch ihrer Tochter erweist sich als Fiasko. Effi wird schwermütig und erkrankt so sehr, dass der Hausarzt ihre Eltern auffordert, sie nach Hause zu holen. Effi stirbt nach wenigen Wochen, hat sich jedoch vorher noch mit ihrem Schicksal ausgesöhnt.
Wirkung: Fontane war nicht damit einverstanden, dass die meisten Leser und Kritiker nur mit Effi sympathisierten und Instetten nicht auch als Opfer der starren Konventionen begriffen. Thomas R Mann wertete Effi Briest als den besten deutschen Roman seit den Wahlverwandtschaften von R Goethe.
Wirkung: Die nachhaltige Breitenwirkung des Romans lässt sich auch ablesen an den vier Verfilmungen, die es bisher nach der literarischen Vorlage gegeben hat: 1939 unter dem Titel Der Schritt vom Wege unter der Regie von Gustaf Gründgens mit Marianne Hoppe als Effi, 1956 die nur leicht an Fontane angelehnte sentimentale Version Rosen im Herbst – mit Ruth Leuwerik in der Titelrolle, 1969 die sich um Werktreue bemühende DDR-Version mit Angelica Domröse als Effi und 1974 das ehrgeizigste Projekt, Fontanes Texte in Bilder umzusetzen: »Effi Briest« unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder mit Hanna Schygulla. .

Kurzbeschreibung

Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist, fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi geschrieben hatte. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nichtige Belanglosigkeiten?, 1. August 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest. Roman. (Taschenbuch)
Effi Briest ist ein Werk des Realismus. Der Reiz des literarischen Stils dieser Epoche liegt in ihrem Bestreben nach Objektivität. Moderne Literatur und sicherlich auch der überwiegende Teil der zeitgenössischen Literatur zu Fontanes Lebzeiten, zielen darauf ab den Leser an der Hand zu nehmen, durch das Buch zu führen und kindesgleich zu belehren. Gesellschaftliche Kritik wird offen geäußert, mit Metaphern umschrieben oder hinter Symbolik verborgen. Der Leser ist stets nur der zu berieselnde Adressat für die Meinung des Autors, der den Großteil des Denkens für ihn übernimmt. Der Realismus bricht mit all dem. In Effi Briest gibt es keinen erhobenen Zeigefinger, keinen Erzähler, der den Schuldigen benennt. Es gibt nur Sachlichkeit. Nichts als detailverliebte Sachlichkeit, die nur oberflächlich den Anschein hat, als würden nur nichtige Belanglosigkeiten geschildert. Der Leser ist deshalb gezwungen permanent zwischen den Zeilen zu lesen, zu interpretieren, sich aus eigenen Überlegungen eine Meinung zu bilden. Ein solches Vorgehen sind die wenigsten Menschen gewohnt. Dabei ist gerade diese Fähigkeit im Zeitalter der Information, mit seinen Massenmedien, seinen täglich frisch servierten Wegwerf-Meinungen, ungemein wichtig. Aus diesem Grund gehört dieses Buch auch in Zukunft auf die Liste der Pflichtlektüre für Schüler. Betrachtet man allerdings die Anzahl frustrierter (offensichtlich eher jüngerer) Rezensenten, so erscheint es, als ob viele Deutschlehrer Effi Briest zwar behandeln, aber dabei versagen ihren Schülern den Nutzen solcher Literatur näher zu bringen.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schön zu lesen, 14. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest. Roman. (Taschenbuch)
Ich sollte vorweg sagen, dass ich, obgleich ich Schüler bin, das Buch freiwillig gelesen habe und auf Grund mancher Rezensionen war ich doch sehr skeptisch, ob ich es mir kaufen sollte. Zum Glück hatte meine Mutter noch ein älteres Exemplar, also habe ich einfach mal reingelesen und ich fande es großartig.

Sicherlich ist "Effi Briest" kein spannungsgeladener James-Bond-Thriller, aber ich denke doch nicht, dass Spannung der einzige Kritikpunkt für ein gutes Buch ist. Fontanes Schreibstil ist ein wenig veraltet, aber das tut der Handlung keinen Abbruch. Wer ein Buch lesen will, das man vor lauter Aufregung nicht mehr aus den Händen legen kann, wird dieses sicher nicht mögen, aber es ist zumindest ENTspannend, "Effi Briest" zu lesen.
Ich bin nicht unbedingt ein Fan von klassischer Literatur, aber manche Werke wie "Faust" oder eben "Effi Briest" haben es mir dann doch angetan und wen die Geschichte anspricht, der sollte das Buch schon mal lesen.

Bei all den positiven und negativen Kritiken empfehle ich einfach, auf sich selbst zu hören, wer sich von dem Roman angezogen fühlt, wird ihn wahrscheinlich auch mögen. ^.^

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen zieht sich laaang hin!, 10. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Effi Briest. Roman. (Taschenbuch)
Ich habe nichts gegen die ganzen Werke, die man in der Schule lesen soll. Faust, Bahnwärter Thiel oder auch Woyzeck - die finde ich alle wirklich nicht schlecht! Aber dieses Buch hier ist einfach nicht mein Fall und ich verstehe nicht, dass es Weltliteratur sein soll. Das Thema an sich mag vielleicht interessant sein- wenn es auf 50-100 Seiten geschrieben wäre. Doch dieses Buch mit mehr als 300 Seiten ist einfach nicht lesbar. Der Stoff zieht sich ziemlich lang hin und dafür, dass nur ganz selten etwas für die Geschichte wichtiges passiert ist er wirklich nicht interessant genug. Ansonsten wird in jedem Detail alles beschrieben, was beschrieben werden könnte. Man hat das Gefühl man wäre selbst in Effis langweiligem Leben gefangen, was jedoch in diesem Fall nicht positiv ist. Wer will sich schließlich bei einem Buch langweilen nur weil die Protagonistin sich auch langweilt?

Das Buch ist nicht empfehlenswert.
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