Am 20. November kam der neue Asus EeepPC 1215N per Hermes Versand bei mir an.
Um Einigen die Entscheidung zu erleichtern, dachte ich mir, ich teste es mal ausgiebig und halte das Ergebnis hier fest.
Kommen wir erstmal zur Verpackung, denn bei dieser merkt man schon, dass sich Asus in aller Hinsicht Mühe gegeben hat.
Das Netbook is gut und ordentlich verpackt, so wie es bei jedem Netbook sein sollte.
Das Erste was man nach dem Öffnen sieht, ist auch gleich das teure Stück.
Somit kommen wir zum Optischen:
Das Netbook sieht wirklich sehr edel aus und macht einen gut verarbeiteten Eindruck. Die sichtbaren Fingerabdrücke erfordern jedoch viel Gehäusepflege. ;)
Die Anschlüsse sind sorgfältig gewählt und auch das Display glänzt durch eine gute Anbringung an der Recheneinheit.
Zudem ist das Netbook auch nicht so schwer und noch angenehm zutragen. Der Eeepc wird nach hinten weg etwas dicker, was eine Schräglage der Tastatur erzeugt, welche allerdings sehr angenehm und komfortabel wirkt.
Was einem sofort auffällt, ist das große Touchpad, welches leicht links unter der Tastatur angebracht ist.
Bedienung:
Das Erste, was ich positiv hervorheben kann, ist, dass man mit diesem Touchpad wirklich gut arbeiten kann und es ausreichend Platz zum Ausführen der Multitouchfunktion gibt. Das haben andere Netbooks/Notebooks nicht! Typisch bei Asus Netbooks sind die Touchpadtasten, die als "Wippe" gehalten sind. Hier sollte man nachbessern! Währen die linke Taste einen guten Anschlag hat, muss man bei der rechten schon etwas mehr Einsatz zeigen.
Die Tastatur ist sehr gut angeordnet und es befindet sich genügend Platz zwischen den Tasten, um gut arbeiten zu können. Einziger Mangel ist, dass die Tastatur in der Mitte leicht nachgibt. Das ist definitiv gewöhnungsbedürftig, stört aber in keinster Weise das Schreibverhalten.
Duch die übliche Fn-Tasten ermöglicht die Tastatur schnelles Zugreifen auf Lautsärke, Bildschirmhelligkeit, sowie die Bedienung eines Musikplayers und das Starten der Webcam.
Display:
Zum Display gibt es eigentlich nur Positives zu berichten. Er ist sehr kontrastreich und gut ausgeleuchtet. Und hat mit 1366x768 Pixeln eine hohe Auflösung für so ein kleines Gerät.
Ein spiegelndes Display hat heutzutage fast jedes Notebook, daher kann man das hier nicht negativ anrechnen. Ansonsten gibt es nichts weiter zubemängeln. Top!
Netzteil und Akku:
Das Netzteil ist ebenfalls gut verarbeitet und auch sehr handlich. Somit passt es in jede Tasche. Der Stecker ist sehr klein, was mich zunächst verwundert hat, weil ich normalerweise anderes gewohnt bin. Das ändert jedoch nichts an der Qualität des Ganzen. Die Akkulaufzeit ist unterschiedlich. Bei Volllast hält der Akku solide 3 Stunden. Beim Surfen im Internet und mittlerer Bildschirmhelligkeit sind auch schon mal 5-6 Stunden drin. Wenn man das mit einem normalen Notebook vergleicht, ist das schon erstaunlich. Ein 10,1" Netbook hält natürlich länger, hat aber bei Weitem nicht diese Leistung, wie der Asus 1215N.
Die Ladezeiten sind bei eingeschaltetem Netbook sehr träge. Da kann es schonmal 3-4 Stunden dauern, bis der Akku vollgeladen ist. Bei ausgeschaltetem Gerät geht das Ganze dann etwas flotter.
Leistung:
Das Netbook wird mit dem zur Zeit schnellsten Intel Atom geliefert. Ein Dualcore mit 1,8 Ghz klingt im ersten Moment gut, aber es ist und bleibt ein Netbook. Zum Arbeiten und Surfen ist die Leistung mehr als ausreichend. Bei neueren Spielen gibt es allerdings dann sehr feste Grenzen. Auch die 2 Gb Ram sind ausreichend, da der 1215N im 32bit Betrieb läuft.
Gut ist die Lösung mit zwei Grafikchips in einem Gerät. Während bei Office Anwendungen der integrierte Intel Grafikchip ausreicht, schaltet sich die neue Ion2-Grafik nur bei HD-Videos und Spielen ein. Das schont den Akku und ermöglicht gute Akkulaufzeiten.
Wo wir beim Thema HD sind. Durch den auf der linken Seite angebrachten HDMI-Anschluss ist es möglich, HD-Videos auf dem Fernseher abzuspielen. Das funktioniert dank Nvidia ION2 hervorragend.
Zu dem habe ich die Grafikkarte auf einige Spiele getestet.
Call of Duty Black Ops: Niedrigste Details (15-30 Fps)
Anno 1404: Niedrigste Details (läuft flüssig)
Portal: mittlere EInstellung (läuft flüssig)
Alle älteren Spiele sollten in dem Fall solide laufen.
Das Fazit ist also, dass sich das Netbook in Sachen Leistung keineswegs verstecken braucht und vermutlich eines der leistungsfähigsten seiner Klasse ist.
Sound und Webcam:
Das sind vermutlich die einzigen Schwachpunkte am Gerät. Die Lautsprecher sind eher mittelmäßig. Wer hier Musik genießen möchte, sollte lieber externe Boxen verwenden oder gar auf Kopfhörer umsteigen. Für den alltäglichen Gebrauch sind die Boxen jedoch ausreichend.
Auch bei der Webcam hat Asus ein wenig gespart. Für Videotelefonie ist sie dennoch ausreichend. Aber mehr auch nicht!
Da bieten andere Notebooks mehr.
Betriebssystem:
Das Netbook läuft mit Windows 7 Home Premium sehr flüssig und zeigt keinerlei Schwächen. Die Bootzeit beträgt im Schnitt 30 Sekunden.
Zu dem liefert Asus ein hauseigenes Linuxsytem, welches über eine spezielle Taste (links über der Tastatur) gestartet werden kann.
An Funktionen bietet es lediglich einen Webbrowser, sowie Skype und eine Antivirenlösung. Programme wie ein Musikplayer und Icq fehlen derzeit noch.
Was mir ebenfalls aufgefallen ist, dass hier nur WPA Personal unterstützt wird. SOmit habe ich keine Möglichkeit über das Express Gate ins Uni-Wlan zu kommen, da dieses per WPA Enterprise geschieht.
FAZIT:
Mein Fazit ist, dass sich der Kauf des Netbooks auf jeden Fall gelohnt hat.
Für das Geld bekommt man ausreichend Leistung, ein sehr handliches Netbook und eine gute Akkulaufzeit. Ideal fürs Studium und für die, denen ein 10,1" Netbook zu klein ist.
Klare Kaufempfehlung, wenn man von den kleineren Schwächen absieht.(dafür ein Stern Abzug)