Ich habe mir hier auf Amazon vor ein paar Wochen das neue Asus Netbook 1201PN in silber gekauft. Eigentlich schwöre ich auf Apple Computer, aber da mir nun schon das zweite Apple Notebook mit Hardware-Totalschaden ausgefallen ist und ich mobile Geräte relativ selten nutze, wollte ich nicht mehr so viel Geld für eine mobile Lösung ausgeben.
Vorteile:
+ klein, leicht und Kompakt
+ scharfes Display, helle Beleuchtung, hohe Auflösung
+ kann HD-Filem abspielen
+ kann Flash-Filme im Internet ruckelfrei darstellen
+ 4-5 Stunden Akkulaufzeit
+ kurze Akku-Ladezeiten
+ Windows 7 Home Premium Lizenz
+ Multi-Touch Trackpad
Nachteile:
- Asus-Konfiguration völlig unbrauchbar und sehr langsam
- Tastatur klappert
- Display spiegelt
- Keine Windows-CD mitgeliefert
- geringe Rechenleistung
Fazit: Das Netbook hat mit seinen 12" die ideale Größe, ist schön leicht und kompakt. Dank der hohen Auflösung werden Filme scharf dargestellt und Internetseiten haben keinen horizontalen Scrollbalken. Die nVidia ION2 Grafik kann HD-Videos abspielen und unterstützt die Windows Aero-Oberfläche.
Der Intel Atom ist zwar "alltags-tauglich" aber dennoch sehr schwach auf der Brust. Die Tastatur ist komfortabel wirkt aber billig und klappert.
Die Asus-Konfiguration ist sehr langsam, deshalb muss Windows vom Käufer selbst noch einmal neu installiert werden. Das ist aufwändig und es wird kein passender Datenträger mitgeliefert.
Ich kann den Kauf deshalb nur sehr eingeschränkt empfehlen: Wer Windows selbst installieren kann erhält wohl das beste Netbook am Markt, wer nicht verzweifelt damit.
Ausführlicher Bericht:
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Abmessungen:
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Das Asus Netbook hat ein 12" großes Display und ist ungefähr so groß wie ein A4 Schreibmaschinenblatt. Es ist überraschend leicht und kann allgemein als sehr kompakt bezeichnet werden - es verschwindet sofort in der Aktentasche. Ich finde, es hat die ideale Größe für ein mobiles Gerät.
Design und Optik:
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Die Gehäusefarben sind gut aufeinander abgestimmt und das Design ist stimmig. Die silberne Oberfläche wirkt wie gebürstetes Aluminium, ist aber aus glattem Plastik. (Man muss sich das wie ein Laminat vorstellen). Ein bisschen störend am Design finde ich die zahlreichen Lüftungsschlitze am Gerät und den etwas hervorstehende Akku. Das hat Apple besser im Griff. Dennoch empfinde ich das Asus "Seashell-Design" als sehr gelungen und einzigartig in dieser Preisklasse.
Die Tastatur:
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Die Tastatur hat die perfekte Größe, es macht viel Spaß darauf zu schreiben. Auch längere Texte - wie diesen - kann man darauf problemlos und fehlerfrei erfassen. Leider klappert die Tastatur etwas und wirkt dadurch billig. Das sollte Asus noch verbessern. Ebenfalls vermisse ich die von Apple gewohnte Tastatur-Hintergrundbeleuchtung. Man kann im dunklen nicht schreiben. Egal ob im Flugzeug oder am Schreibtisch - man kann nichts erkennen. Die zusätzlich benötigte Schreibtischlampe verbraucht ein vielfaches mehr an Strom als das Netbook selbst.
Das Trackpad:
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Das Trackpad zur Steuerung der Maus verfügt über die von Apple erfundene Multigesten-Steuerung zum scrollen. (Scrollen mit zwei Fingern) Das finde ich wirklich sehr gut! Ich habe diese Funktion bei Apple immer geliebt. Ein kleiner Nachteil jedoch ist, dass die sensitive Fläche des Trackpads nicht durchgängig ist sondern aus kleinen Noppen besteht. Das soll wohl Geld sparen, ist aber nicht sehr ergonomisch.
Das Display:
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Das 12" Display mit seiner Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten hat ein Seitenverhältnis von 16:9. Es zeigt Inhalte und Videos gestochen scharf an. Das Seitenverhältnis ist ideal für die Wiedergabe von Filmen ohne schwarze Balken. Das Internet lässt sich ebenfalls gut darstellen. Bei Word-Dokumenten, PowerPoint-Folien und PDFs fehlt es ein bisschen an vertikaler Länge, man muss viel scrollen oder zoomen.
Die LED-Hintergrundbeleuchtung leuchtet das Display perfekt und absolut gleichmäßig aus. Die Helligkeit lässt sich sehr weit nach oben drehen - so lässt sich auch bei Gegenlicht im freien gut arbeiten. Allerdings spiegelt das Display, was im freien sehr irritierend für die Augen ist. Es ist für die Augen wirklich sehr anstrengend, selbst unterm Sonnenschirm. Hier würde ich mir ein mattes Display wünschen. Sonst ist es wirklich perfekt!
Der Akku:
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Der eingebaute Akku hat kompakte Abmessungen und fällt nicht sonderlich ins Gewicht. Er hält 4-5 Stunden bei aktivem WiFi und Bluetooth. Diese Werte würde ich als "gut" einstufen. Er ist außerdem sehr schnell wieder aufgeladen, wenn das Netbook selbst nicht betrieben wird.
Anschlüsse und Konnektivität:
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Das Ausus hat 3 USB-Schnittstellen, Netzwerkanschluss, Audio Ein- und Ausgang, HDMI-Schnittstelle und VGA-Ausgang. Der VGA-Ausgang (blau) ist heute bei Neugeräten eigentlich nicht mehr üblich, Standard ist der neuere DVI-Ausgang (weiß). Das ist einerseits sehr schade - aber dafür gibt es ja HDMI für HD-TVs. Außerdem gibt es noch zahlreiche Beamer, die über ein VGA-Kabel an das Notebook angeschlossen werden möchten. Bei Apple habe ich dafür immer einen Adapter benötigt, das fällt hier ganz elegant weg. Neben den oben aufgelisteten Anschlüssen bietet das Netbook Bluetooth und W-Lan. Es ist somit alles vorhanden, was das Herz begehrt.
Die brandneue nVidia ION Grafik:
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Ein besonderes Highlight stellt die eingebaute nVidia Grafik dar. Sie ist wesentlich leistungsstärker als die der anderen Netbooks oder sogar mancher Notebooks und kann YouTubeHD-Videos (720p) ruckelfrei darstellen. Auch lokal gespeicherte HD-Videos (1080i) werden problemlos im Windows MediaPlayer abgespielt. Ich habe mein Netbook via HDMI an unseren Sony Bravia HD-TV angeschlossen. Die HD-Videos werden ruckelfrei abgespielt und sind eine echte Pracht. Das kann sicherlich nicht jedes Netbook!
Der Prozessor:
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Die Rechenleistung ist leider nicht sonderlich berauschend - auch für ein Netbook. Es dauert manchmal bis zu zehn Sekunden bis sich ein Programm wie iTunes öffnet. Auch das Kontextmenü beim Rechtsklick öffnet sich manchmal erst nach 2-3 Sekunden. Das empfinde ich als zu langsam. mehr dazu weiter unten.
Windows-Leistungsindex:
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Prozessor: 2,3 Punkte
Arbeitsspeicher: 4,6 Punkte
Grafik: 4,6 Punkte
Grafik (Spiele): 5,0 Punkte
Festplatte: 5,7 Punkte
Maximal gibt es bei der Microsoft Windows Leistungsbewertung 7,9 Punkte je Kategorie zu holen. Dies zeigt, wie langsam der Prozessor ist, aber wie gut die Grafikkarte. (Da ich sonst nur Macs besitze, kann ich leider keine Vergleichswerte angeben)
Performance des Systems:
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Positiv: Die Leistung genügt für HD-Videos, Microsoft Office 2010, auch das Internet wird schnell und ruckelfrei dargestellt. Flash-Videos (arte +7, myspass.de, mtv.de, YouTube, ZDF Mediathek) funktionieren auch im Vollbild-Modus ruckelfrei (auch YouTube HD).
Negaitv: Manche Flash-Elemente (Spielge-Online-Videos) ruckeln dennoch, warum kann ich nicht genau sagen. Ich vermute es liegt daran, wie groß das Flash-Objekt auf der Internetseite ist. Außerdem starten einige Programme - wie oben beschreiben - sehr langsam und auch so ist das Netbook keine Rakete. Anwendungen wie Photoshop, InDesign oder FinalCut habe ich gleich gar nicht ausprobiert.
Ich würde die System-Performance deshalb als "ausreichend" bewerten.
Großer Nachteil: System-Setup von Asus
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Hier kommt nun der größte Nachteil des Netbooks: Es ist in der Standard-Konfiguration (wie auch in den anderen Bewertungen zu lesen) schneckenlangsam! Nach dem ersten Einschalten konfiguriert sich das System für eine gefühlte Stunde selbst. So bald der Desktop erscheint fallen die zahlreichen Symbole und Pop-Ups negativ auf. Alles blinkt, ist voll mit Leisten und möchte bestätigt werden. Die Bedienung ist zäh wie Kaugummi, der Systemstart dauert ewig und Töne bzw. Effekte erscheinen nur verzögert. So macht der Computer definitiv keinen Spaß!
Man kommt also nicht darum herum, das System selbst frisch aufzuspielen. Dadurch ergeben sich gleich zwei neue Probleme: 1. Kann das nicht jeder und 2. es liegt keine Windows-CD bei. Man muss sich die CD also erst von einem Freund leihen und auf einen USB-Stick überspielen. Dann kann die Installation relativ problemlos starten.
Windows-Setup marke Eigenbau:
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Um den Asus EeePC also wieder flott zu bekommen überspielt man die Windows CD auf einen USB-Stick und bootet diesen. Nach einer reibungslosen Installation sind bereits fast alle Treiber installiet, die noch fehlenden (Grafik, Sound) werden über das Windows-Update heruntergeladen. Danach läuft der Computer sehr flüssig und problemlos.
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