Seit langem schreib der Erfinder des Dämonenkillers und ehemalige Stammautor Ernst Vlcek (damals unter dem Alias Paul Wolf) mal wieder einen Roman, der muß doch etwas ganz Besonderes sein?
Nun, um es vorwegzunehmen, mich konnte der Roman - übrigens ein Soloabenteuer Coco Zamis' in Wien - nicht restlos überzeugen. Zwar ist Vlceks intime Kenntnis Wiens immer wieder faszinierend, so erinnern die geschilderten Kanalszenen z.T. an "Der dritte Mann", aber die Nebenfiguren stolpern mir doch teilweise etwas unmotiviert durch die schöne Kulisse, etwa die halbstarken Dämonen aus der Tabori-Sippe, die Coco Zamis trotz kaum ausgeprägter magischer Fähigkeiten attackieren und auch sonst außer interessantem Aussehen keine Eigenschaften zu haben scheinen. Daß er es besser kann, zeigt Vlcek an der kaum bedeutenderen Figur des Freddy. Vor allem aber stört mich das aus Slasherfilmen bekannte "Moralische" am Tod der menschlichen Opfer, obwohl das von Vlcek vielleicht gar nicht intendiert war.
Die Auflösung der Haupthandlung ist leider eher banal und der Roman bringt die Rahmenhandlung des neuen Handlungszyklus, der mit Ralf Schuders "Teufelsdiener" begonnen hat, nicht voran. Alles in allem gut lesbare Kost, aber weder ein Serien-Highlight noch ein Schlüsselroman, deshalb auch keine Höchstnote.