Es war mein erste Buch von Patricia Highsmith und ich bin mit großen Erwartungen daran gegangen, die noch übertroffen wurden. Ediths Tagebuch ist an sich eine ruhige, sehr alltägliche Geschichte, die mich dennoch so in den Bann gezogen hat, dass ich das Buch kaum noch weglegen wollte.
Edith und ihre Familie ziehen von New York in eine kleine Stadt in Pennsylvania. Edith freut sich darauf, auf das Haus mit Garten, das Land. Ihr Mann, Brett, hat dort schon eine neue Stellung bei einer Zeitung gefunden, und für Cliffie, ihren etwas schwierigen Sohn, wird es auch eine schöne Zeit werden.
Leider entwickelt sich bald alles anders, auch wenn es so langsam vor sich geht, dass Edith es noch nicht bemerkt. Sie findet Freunde, gründet ein kritisches Blatt, Signal, ihr Familie wird integriert. Und dann kommt auch Bretts pflegebedürftiger Onkel George. Langsam wird alles zur mühsamen Routine, die Jahre vergehen, Onkel George, der anfangs nur kurz hätte bleiben sollen, lebt ständig bei ihnen, braucht immer mehr Pflege, die natürlich auf Edith lastet, Cliffie wird zum lern- und arbeitsscheuen Lebenskünstler, und Brett schließlich sucht sich ein interessanteres Leben. Edith bleibt mit allen Problemen zurück, versucht alles durchzustehen, und für alle Verständnis aufzubringen. Der einzige Trost ist ihr Tagebuch, in dem sie sich eine eigene Welt schafft.