"Edge" ist mit Abstand der interessanteste Dokumentarfilm, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Der Zuschauer_die Zuschauerin bekommt hauptsächlich Interviews zu sehen, geordnet und ergänzt durch eine Art Mindmap, die sich im Laufe des Films vervollständigt. Der hohe Anteil an Interviews erweckt zuweilen den Eindruck, mensch befinde sich gerade in einem guten Gespräch mit spannenden Menschen. Zu den Gesprächspartnern_partnerinnen muss wohl nicht mehr viel gesagt werden, die Namen sprechen für sich.
Besonders die Tatsache, dass es keinen Off-Kommentar gibt, hat den Film für mich interessant gemacht, weil mensch so zum Nachdenken angeregt wird und nicht alles vorgekaut bekommt. Dennoch hängen die einzelnen Szenen nicht in der Luft, durch die Mindmap ist jederzeit ein roter Faden erkennbar.
Insgesamt ein überaus sehenswerter Film, sowohl für Menschen, die sich bisher wenig mit dem Thema Straight Edge auseinandergesetzt haben, als auch für Leute, die sich auskennen oder selber straight edge leben.