"Edge of Darkness", eine BBC-Produktion für das englische Fernsehen lief im deutschen Fernsehen in vier Teilen von je einer Stunde unter dem Titel "Am Rande der Finsternis".
Ein Polizist, gespielt von Bob Peck, verliert bei einem Attentat vor seinen eigenen Augen die erwachsene Tochter. Am Anfang gehen alle, auch der Vater davon aus, dass das Attentat ihm gegolten haben muss und die Ermittlungen richten sich gegen potenzielle Feinde im Umfeld des Polizisten.
Aber je mehr er vom Leben seiner Tochter erfährt desto klarer wird ihm, dass sie nicht aus Versehen gestorben ist, sondern das gezielte Opfer eines Mordkomplottes war.
Er findet heraus, dass sie Umweltaktivistin bei einer Organisation namens GAIA war und die Mitglieder dieser Organisation einem Umweltskandal mit hoher politischer Brisanz auf der Spur waren.
Seine ganze Lebensenergie verwendet er nun darauf diesen Skandal an die Öffentlichkeit zu bringen und die Arbeit von GAIA und seiner Tochter zu Ende zu führen.
Aber skrupellose Unternehmer, Geheimdienste und Politiker mischen in diesem Spiel kräftig mit und wollen jeder für sich ihr eigenes Süppchen kochen.
Dieser Film ist kein Action-Reißer. Im Gegenteil, er entwickelt sich ganz langsam und lässt sich Zeit bei der Zeichnung der einzelnen Charaktere. Getragen von der wunderbaren Musik - komponiert von Eric Clapton und Michael Kamen (die ihres Zeichens auch die Komponisten der Filmmusik von "Lethal Weapon" sind) - und bravourös gespielt von einer bis in die kleinsten Nebenrollen exzellent besetzten Schauspielerriege, baut sich nach und nach eine intensive und melancholische Stimmung auf, die einem gebannt mit den Personen mitfiebern lässt und einem nicht mehr los lässt, auch wenn der Film schon längst vorbei ist.
„Edge of Darkness" ist wahrlich eine Sternstunde im doch so öden Fernseheinerlei, die leider noch nicht ihren Weg auf eine deutsche DVD gefunden hat.