Aus der Amazon.de-Redaktion
Nach den nicht von allen Anhängern akzeptierten Experimenten auf den Vorgängeralben A Night At The Opera und A Twist In The Myth geben die Krefelder Fantasy-Metaller nicht etwa klein bei, sondern gehen erneut voll ins Risiko. Mit den authentischen Folk-Instrumenten und originellen Arrangements in "Curse My Name" und den bombastischen, überaus gelungenen Orchester-Passagen in "Sacred Worlds" und "Wheel Of Time" betreten Blind Guardian Neuland, tun dies allerdings so inspiriert und überzeugend, dass sich das ambitionierte Frische perfekt mit den bewährten Trademarks der Band ergänzt. Weitere Pluspunkte des Albums sind die angenehm organische Produktion, das extrem sichere Gespür für Ohrwurm-Melodien und der Thrash-Metal-Einschlag, der markanter als auf den letzten CDs heraussticht. "Valkyries" ist eine der großartigsten Hymnen der Band-Geschichte, während knallharte Songs wie die erste Single "A Voice In The Dark" oder "Tanelorn (Into The Void)" Erinnerungen an Neunziger-Jahre-Meilensteine der Marke Somewhere Far Beyond oder Imaginations From The Other Side wach werden lassen.
Mit At The Edge Of Time, dessen Doppel-CD-Version als Bonus diverse Demo-Versionen, ein Making-of und einen Download-Coupon enthält, haben Blind Guardian ihr bestes Album seit Nightfall In Middle-Earth und eine der grandiosesten Heavy-Metal-Scheiben der letzten Jahre abgeliefert!
-- Michael Rensen
Kurzbeschreibung
At The Edge Of Time setzt einmal mehr den Schwerpunkt auf anspruchsvolle, teils orchestral ausgerichtete Kompositionen, die - ausgestattet mit einer wuchtigen, glasklaren Produktion - fast gänzlich ohne synthetische Klänge auskommen. Das Nennen von Anspieltipps, fällt schwerer denn je. Jeder Track besticht neben der hohen Musikalität und Qualität durch Individualität und Charakter. Sollte man die Eröffnungshymne 'Sacred Worlds' respektive den Schlussakkord 'Wheel Of Time' nennen - zwei Kompositionen, bei denen in einzigartiger, bisher noch nicht da gewesener Weise ein klassisches Orchester mit einer Heavy-Metal-Band fusioniert? Oder das von klassischen Piano-Sequenzen eröffnete 'War Of The Thrones', das zwischen wuchtigen Orchestrierungen und Kürschs expressionistischen Gesängen changiert und dabei den musikalischen Bogen zur britischen Rock-Legende Queen spannt? Das voluminös-elegische 'Road Of No Release' mit seinen massiven Chören verzückt ebenfalls durch seine innovativ-progressive Auslegung Queen'scher Schule, während 'Valkyries' Gourmet-Ohrenfutter für Proggies in höchster Vollendung darstellt.
"Wir wollen uns mit jedem neuen Album auf der musikalischen Ebene neu definieren", fasste Frontmann Hansi Kürsch einst das Credo des Quartetts zusammen. Nach den Veröffentlichungen der faszinierenden beiden letzten Meisterwerke A Night At The Opera und A Twist In The Myth hätte sich kaum ein Kritiker vorstellen können, in welche Sphären der Vierer noch vorstoßen will, geschweige denn mit welchen Mitteln die Krefelder das erreichen wollten. Jetzt werden den Kritikern die Superlative langsam, aber sicher ausgehen ...
Produktbeschreibungen
Mehr Power! Mehr Melodien! Ein Geniestreich...