Leonie Goron hat den Abschiedsbrief Poes gelesen und ist zutiefst enttäuscht. So versucht sie Dr. Baker allein zu finden und folgt ihm nach New York. Auf dem Weg dorthin in Rattleborough zwischengelandet, lernt sie den jungen Hobbymaler Pennyfeather kennen. Er erzählt ihr von dem Maler der Portraits von Lucy und Poe, Jimmy Farrell.
Den nächsten Tag überstürzen sich die Ereignisse. Das Pferd von Pennyfeathers Onkel kehrt schwer verletzt ins Dorf zurück, während von seinem Reiter jede Spur fehlt. Pennyfeather wird wegen Mordes angeklagt und zum Tode durch Erhängen verurteilt. Doch Goron glaubt an seine Unschuld - zu recht, wie sich bald herausstellen soll...
Für Hörer, die die vorhergehenden Teile nicht kennen, ist es nicht ratsam mit "Du hast's getan" in die Hörspiel-Reihe vom Lübbe-Verlag einzusteigen. Es handelt sich hier nicht um die Originalerzählung Poes, sondern ist das 15. "Kapitel" in der Erzählung von einem unter Amnesie leidenden Mannes, der sich Edgar Allan Poe nennt und auf der Suche nach seiner Identität und seinem ehemaligen Anstaltsarzt, Dr. Tempelton, ist. Im Verlauf dieser Suche lernte er Leonie Goron kennen, deren auf mysteriöse Weise verstorbene Freundin Lucy mit Tempelton in Verbindung steht. Doch im zwölften Teil verließ er Goron, um sie nicht weiter in Gefahr zu bringen.
Die Rahmenerzählung hat sich inzwischen in zwei parallel verlaufende Handlungsstränge geteilt. So wurde im 14. Teil von Poes Schiffreise nach New York und in diesem Teil von Gorons informationsreichen Aufenthalt in Rattenborough berichtet.
Übrigens kommt "Du hast's getan" der gleichnamigen Originalerzählung Poes dieses Mal bemerkenswert nah, auch wenn es nach wie vor auffällige Veränderungen gibt und vor allem das interessanteste Detail fehlt, wie sich nämlich der Leichnam aufrichten und sprechen konnte. Außerdem war das Erzähltempo stellenweise zu langsam, um einen Fünf-Sterne-Nervenkitzel zu provozieren. Insgesamt bleibt es trotz allem eine gelungene und spannende Fortsetzung mit weiteren Hinweisen auf die kriminellen Machenschaften Dr. Bakers/Tempeltons.
Letztlich sind die auditive Bearbeitung (die gesprochenen Charaktere, insbesondere Iris Berben als Leonie Goron sowie Geräusche und Hintergrundmusik) und äußerliche Gestaltung der CD wie gewohnt von erstklassiger Qualität. Dennoch beginnt es langsam zu nerven, der Lösung nur Ameisenschritte näher zu kommen.