Wer atmosphärische Klänge, authentische Geräusche oder angsteinflößende Melodien erwartet, wird auch in der nunmehr 9. Folge der Poe-Adaption nicht enttäuscht. Jedoch mutet die gesamte Episode, allen voran die Rahmenhandlung ein wenig seltsam, ja unfreiwillig bizarr an. Zugegeben, der Übergang von Rahmen- und Binnenhandlung, der einen Sprung vom New Orleans des 19. Jh.s zu Zeiten des Frühabsolutismus leisten muss, kann auch nicht ohne Weiteres gelingen. Dass aber nicht nur an dieser Stelle der Charakter des Allzu-Konstruierten (vgl. die Darstellung des unheimlichen Hauses - unheimliche Schritte, Hundegeknurre tragen zwar zur Atmosphäre bei, münden letztendlich aber ins inhaltliche Nichts) durchschimmert, allenthalben wirklich unnötige und damit blinde Motive in die Handlung hineingezwungen werden, scheint aber schon schwerer akzeptabel. Der Protagonist mit dem Namen Poe irrt so zunächst im nächtlichen New Orleans herum, hilft einem dubiosen Bettler, der sich später in allzu übermäßiger Weise (er tötet drei Schläger, die selbst keinen Mord im Schilde führten) revanchieren kann, erhält letztendlich Lehrstunden in Sachen Selbstverteidigung und fühlt sich schließlich - wie ein Zwerg.
Insgesamt bleibt diese Folge also hinter den wirklich gelungenen der Serie zurück, auch wenn sie nicht gänzlich missraten ist.