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Eden. Roman einer außerirdischen Zivilisation.
 
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Eden. Roman einer außerirdischen Zivilisation. (Broschiert)

von Stanislaw Lem (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 315 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: N.-A. (Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423101067
  • ISBN-13: 978-3423101066
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 315.287 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aufgrund eines Berechnungsfehlers bohrt sich das Raumschiff der Erdenbewohner in die Oberfläche des Planeten Eden. Dort treffen sie auf seltsame Doppelwesen und erfahren von Tyrannei und Unterdrückung. Sollen sie versuchen, die Bewohner von Eden zu befreien?Stanislaw Lem, 1921 in Lwow (Lemberg, Ukraine) geboren, lebt in Krakau.


Autorenportrait

Stanislaw Lem, 1921 in Lwow (Lemberg, Ukraine) geboren, lebt in Krakau. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Eden-ein fesselndes Buch, 28. Januar 2007
Eden ist eines der spannensten und fesselsten Bücher die ich je gelesen habe. Die Antworten auf alle Fragen kommen erst am Schluss weshalb das Buch nie langweilig wird. Natürlich kann man Außerirdische auf einem anderen Planeten nicht beschreiben geschweige denn es gäbe sie. Doch Lem macht klar, dass die nicht so menschenähnlich und menschenfreundlich sein könnten wie man sich das immer vorstellt und im Fernsehen zu sehen bekommt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fesselnd und zum Nachdenken anregend, 12. Juli 2007
Diese Rezension stammt von: Eden, Sonderausgabe (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch der Ausgabe von 1972 vom Verlag "Volk und Welt" mit arg vergilbten Seiten (DDR und Papierqualität: ein anderes, trauriges Kapitel) nun, nach über 30 Jahren nochmals gelesen.

Sechs Astronauten landen auf einem fremden Planeten und sehen sich offenbar einem Konflikt der Bewohner untereinander gegenüber. Sollen sie eingreifen? Für wen? Wer ist im Recht und wer soll mit welchem Motiv bekämpft werden? Wie kommunizieren Lebewesen und was tut man, wenn man nicht auf eine gemeinsame menschliche Geschichte und einen gemeinschaftlichen Wertekanon zugreifen kann?

Bereits der Beginn ist furios: Die Helden des Buchs landen nicht auf, sondern "in" dem Planeten Eden. Durch eine Falschberechnung bohrt sich die Rakete in den Boden.

Womit anfangen? Die arg beschädigte Rakete reparieren, notwendige Systeme wiederherstellen. Manche Räume sind mit radioaktivem Wasser verseucht, notwendige Instandsetzungsroboter unter einem heillosen Knäuel aus Metallschrott begraben, viele elektronische Hilfsmittel stehen noch nicht zur Verfügung. Die Beschreibung der Reparatur und welche Dinge zuerst vorgenommen werden ist hervorragend, aber nicht das Wesentliche des Romans.

Die Astronauten werden nur mit ihren Berufen genannt, so bleibt während der gesamten Lektüre eine Distanz zu den handelnden Personen. Keiner verhält sich zu allen Zeiten richtig, jeder hat seine Stärken, seine Schwächen und Fehleinschätzungen.

Zunächst wird nach Wild-West-Manier beim ersten Kontakt ein Lebewesen des fremden Planeten getötet. War es wirklich ein Angriff auf die Besatzung? Wie sieht ein Angriff von Bewohnern eines fremden Planeten aus?

So geht die menschliche Interpretation alles Gesehenen weiter. Was wird in der "Fabrik" produziert? Viele Dinge, die passieren, sind unverständlich, jedenfalls mit den Augen eines Menschen.

Schließlich gelingt tatsächlich der Kontakt und auch die Kommunikation mit einem Edenwesen und man stößt auf die Wahrheit. Die Menschen müssen sich nun fragen, ob sie mit ihren Waffen eingreifen dürfen und Partei einnehmen und die Verhältnisse auf Eden "human" gestalten.

Sie bemerken, dass sie die Verhältnisse auf Eden überhaupt nicht einschätzen können, geschweige denn "ordnen" können ohne alle Beteiligten - Verfolger UND Verfolgte - mit der Kraft ihrer Waffen auszulöschen.

Dies ist die moralische Dimension des Buchs, für mich sehr zum Nachdenken anregend. Der zweite Punkt ist die Beschreibung der Situation der sechs Wissenschaftler, Dinge beurteilen zu müssen, die sich der Beurteilung entziehen. Sie können, da ihnen das gemeinsame Wissen mit den Edenbewohnern fehlt, keine der Vorgänge auf Eden beurteilen.

Manche Dinge in diesem 1958 geschriebenen Buch sind anachronistisch, wie z.B. technische Entwicklungen (das Benzinfeuerzeug!, die Taschenlampen, Filme auf Rollen), anderes, wie den "Beschützer", die Aufräumroboter etc. warum nicht?

Alles in Allem ein äußerst interessantes und spannendes Buch, welches ich richtig verschlang und welches zum Nachdenken anregte.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen totalitärer Alptraum, 31. März 2006
Von Ein Kunde
Bei diesem Romam handelt es sich - im Gegensatz zur Auffassung anderer Rezensenten - keinesfalls um eine Darstellung einer völlig fremdartigen, rätselhaften und unverstehbaren Welt, sondern um eine bitterböse, satirische Darstellung einer nur allzu bekannten, weil unserer Welt. Lem schrieb diesen Roman zur Zeit stalinistischer Repression und literarischer Zensur und konnte sein Anliegen deshalb nur in verschlüsselter, metaphorischer Form darstellen. "Eden" ist eine sowohl spielerische wie auch beklemmende Satire auf totalitäre Systeme, auf Stalinismus, Faschismus und den sich zum Zeitpunkt des Entstehens des Romans erst abzeichnenden kybernetischen, technokratischen Kapitalismus. Themen, die in diesem Roman in satirischer Form behandelt werden, sind u.a. "geheime", die ganze Bevölkerung in Mitleidenschaft ziehende genetische Experimente, eine entfesselte, selbstbezügliche und (selbst)zerstörerische automatisierte Produktion und totalitäre Herrschaftsformen. Eine der auf den ersten Blick vielleicht absurdesten Behauptungen des Buches, das diktatorische Terrorregime, das seine eigene Existenz vor der Bevölkerung buchstäblich "geheim" hält, wurde in den 70er Jahren in Kambodscha bittere Realität. Dies ist ein großartiges Buch, unbedingt empfehlenswert, verlangt dem Leser allerdings die Bereitschaft ab, auch zwischen den Zeilen zu lesen.
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