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Eden. Roman einer außerirdischen Zivilisation.
 
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Eden. Roman einer außerirdischen Zivilisation. (Broschiert)

von Stanislaw Lem (Autor)
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Produktinformation

  • Broschiert: 315 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: N.-A. (Januar 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423101067
  • ISBN-13: 978-3423101066
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 408.848 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aufgrund eines Berechnungsfehlers bohrt sich das Raumschiff der Erdenbewohner in die Oberfläche des Planeten Eden. Dort treffen sie auf seltsame Doppelwesen und erfahren von Tyrannei und Unterdrückung. Sollen sie versuchen, die Bewohner von Eden zu befreien?Stanislaw Lem, 1921 in Lwow (Lemberg, Ukraine) geboren, lebt in Krakau.

Autorenportrait

Stanislaw Lem, 1921 in Lwow (Lemberg, Ukraine) geboren, lebt in Krakau. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wie alle Lem nicht ganz einfach, aber schlicht genial!, 15. Dezember 2009
Von S. Erlemann "Media-Mania.de" (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Die Alarmsirenen schrillen. Das Raumschiff ist zu nahe an die Atmosphäre des Planeten geraten. Durch die Reibung verändert sich die Flugbahn dramatisch und das Raumschiff stürzt, nur notdürftig von Bremsraketen verlangsamt, auf den fremden Planeten. Die sechsköpfige Besatzung erlebt eine Katastrophe. In unendlicher Entfernung zur Erde stürzen sie mit riesiger Geschwindigkeit auf die Planetenoberfläche. Tief bohrt sich das Raumschiff in den Boden. Es herrscht absolute Dunkelheit und Stille. Der Schaden ist beträchtlich, sämtliche Maschinen arbeiten nicht mehr, kein Strom ist mehr vorhanden und der untere Teil füllt sich mit radioaktiv verseuchtem Wasser. Der Rückflug liegt in weiter Ferne, scheint unmöglich.
Die sechs Besatzungsmitglieder suchen sich mühsam einen Weg durch die senkrecht im Boden steckende Rakete. Sie finden eine Luke, müssen sich aber viele Meter durch weichen Mergelboden nach oben graben, um ins Freie zu gelangen. Da der Planet über eine annähernd erdgleiche Atmosphäre verfügt, können sie ohne Schutzanzüge hinaus. Doch die Landschaft wirkt völlig fremd und unbelebt. Die sechs beschließen, die Umgebung zu untersuchen. Doch die absolute Fremdartigkeit entsetzt sie. Sie finden Pflanzen, sogar eine Fabrik, aber von denkenden Wesen keine Spur. Alles macht den Eindruck, seit Jahrhunderten verlassen zu sein. Die Fabrik produziert vollautomatisch hochkomplexe Gegenstände, die sie direkt wieder einschmelzt und aufs Neue produziert.
Als sie ein Wesen in ihrem Raumschiff finden und sezieren, erhöht sich der Eindruck der Fremdartigkeit, sie finden kein Gehirn und nichts, was einordbar wäre. Weitere Begegnungen enden in einem Feuergefecht. Offensichtlich verfügen die Fremden über keinerlei Waffen, die es mit den menschlichen aufnehmen können.
Schwierigstes Unterfangen und größte Aufgabe bleibt eine Kontaktaufnahme. Zum Glück der sechs können sie die Reparaturmaschinen in ihrem Raumschiff wieder in Gang setzen und hoffen, diesen Planeten wieder verlassen zu können. Da werden sie von den Fremden angegriffen.

Stanislaw Lem versucht in diesem Roman, eine fremde Welt aus der Sicht von sechs gänzlich unterschiedlichen Menschen zu schildern. Der kühle Kybernetiker, der heitere Arzt, der impulsive Koordinator, der bedächtige Ingenieur gehen völlig anders an diese Sache heran und sehen sämtliche Dinge jeweils unter völlig anderen Prämissen und Hoffnungen.
In komplexer und weit ausholender Erzählweise versucht Lem das Unmögliche. Eine Welt, die sich dem Verständnis des Menschen völlig entzieht, die absolut keine Gemeinsamkeiten mit der unseren hat, zu beschreiben, zu veranschaulichen und in ihrer Fremdartigkeit "verständlich" zu machen. Ihm gelingt es, weit entfernt von den üblichen Entwürfen, die man bei Assimov, Niven, Herbert und den Welten Perry Rhodans findet, die Wirklichkeit abzubilden. Er versucht nicht einfach nur eine andere Welt zu beschreiben, die doch nur in menschlichen Begriffen, menschlicher Moral und menschlichen Verhaltensweisen haften bleibt, sondern eine Welt zu erdenken und zu beschreiben, die sich eben jeder Beschreibung und jedem Verständnis entzieht. Dies gelingt ihm in wunderbarer Art und Weise. Das Ergebnis ist zwar sehr sperrig und schwer zu verstehen, das aber ist eben das Ziel des Autoren. Er will nicht eloquent und versiert ein Abenteuer abliefern, das den Menschen und seine Schöpfung darstellt, sondern er will den Menschen als Fremdkörper, als "Alien" in einer Welt abbilden, die es tatsächlich geben könnte. Die anders funktioniert, die im wahrsten Sinne des Wortes "nicht menschlich" ist.
Der Anspruch des Textes ist hoch. Die enorme Komplexität und der gelungene, aber schwer durchschaubare Entwurf einer fremden Welt ist Qualitätsmerkmal und zugleich Haupthemmnis des Romans. Er bleibt in Teilen unverständlich und zu komplex, um einfach nur zu unterhalten. Er ist eher ein Experiment des klugen Physikers, Mediziners, Philosophen und Kybernetikers Lem. Und schnell wird man gewahr, dass Lem über ein derart profundes Wissen und eine solch überbordende Fantasie verfügt, dass ihm der Leser nicht immer zu folgen vermag. Im Sinne des Unterhaltungswertes, der Spannung, die einen SF-Roman auszeichnen sollte, und der Klarheit des Zukunftsentwurfes, den man erwarten könnte, ist dieses Buch gescheitert - aber das wollte Lem mit absoluter Sicherheit auch erreichen: eine verstörende Welt, ein unlösbares Problem und eine Geschichte ohne "Happy End".

Fazit: Wer Geduld, Fantasie und Durchhaltevermögen besitzt und einen Entwurf einer wirklich fremden Welt lesen will, sollte sich dieses Buch kaufen. Und falls es nicht mehr erhältlich sein sollte, kann man zum gleichnamigen Hörbuch greifen. Meiner Meinung nach lohnt das Buch sich unbedingt. Es ist in seiner Art einzigartig.

Stefan Erlemann
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Interessanter Roman, 26. September 2006
Wer sich überlegt Lems Roman Eden zu kaufen sollte schon etwas Lemsche Erfahrung haben. Lem schreibt über eine Gruppe Astronauten die mit einer fremdartigen Kultur in Kontakt kommen - den Doppelts.
In erster Linie geht es um die menschliche Erfahrung mit einer außerirdischen Kultur. Dies ist sehr spannend und zeigt die Unzugänglichkeiten zu einer uns fremden Welt.

Der Roman ist allerdings nicht mehr auf dem neuesten STand - z.B. die Astronauten machen einen Schwarz-Weiss Film (!).
Der Roman fesselt dennoch, den Schluss finde ich jedoch übereilt.
Zuerst scheuen die Astronauten keine Konfrontation und dann....
nun gut - selber lesen :-)
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen totalitärer Alptraum, 31. März 2006
Von Ein Kunde
Bei diesem Romam handelt es sich - im Gegensatz zur Auffassung anderer Rezensenten - keinesfalls um eine Darstellung einer völlig fremdartigen, rätselhaften und unverstehbaren Welt, sondern um eine bitterböse, satirische Darstellung einer nur allzu bekannten, weil unserer Welt. Lem schrieb diesen Roman zur Zeit stalinistischer Repression und literarischer Zensur und konnte sein Anliegen deshalb nur in verschlüsselter, metaphorischer Form darstellen. "Eden" ist eine sowohl spielerische wie auch beklemmende Satire auf totalitäre Systeme, auf Stalinismus, Faschismus und den sich zum Zeitpunkt des Entstehens des Romans erst abzeichnenden kybernetischen, technokratischen Kapitalismus. Themen, die in diesem Roman in satirischer Form behandelt werden, sind u.a. "geheime", die ganze Bevölkerung in Mitleidenschaft ziehende genetische Experimente, eine entfesselte, selbstbezügliche und (selbst)zerstörerische automatisierte Produktion und totalitäre Herrschaftsformen. Eine der auf den ersten Blick vielleicht absurdesten Behauptungen des Buches, das diktatorische Terrorregime, das seine eigene Existenz vor der Bevölkerung buchstäblich "geheim" hält, wurde in den 70er Jahren in Kambodscha bittere Realität. Dies ist ein großartiges Buch, unbedingt empfehlenswert, verlangt dem Leser allerdings die Bereitschaft ab, auch zwischen den Zeilen zu lesen.
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2.0 von 5 Sternen Als Hörbuch langweilig...
Vor vielen Jahren habe ich den Roman Eden von Stanislaw Lem gelesen, und damals war ich so begeistert daß ich sogar ein Referat darüber gehalten habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2005 von R. Kipferl

1.0 von 5 Sternen Für Lem eine absolute Enttäuschung
Ich fühlte mich noch nie berufen, eine Rezension zu schreiben. Aber ich habe Lems "Eden" gerade aus der Hand gelegt und mir mal die vorangegangenen Bewertungen durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Am 4. August 2005 veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Ein wirklich umweltfreundlicher Planet.
Die sechsköpfige Besatzung eines irdischen Raumschiffes havariert während der Beobachtung eines Planeten und muss notlanden. Der Schaden ist beträchtlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Mai 2004 von Lothar Hitzges

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