Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
das Ende ist Schweigen, 28. August 2008
Eden Log macht es einem nicht leicht. Wir erleben seine Geschichte gemeinsam mit einem Protagonisten, der auch nicht mehr zu wissen scheint als wir selbst. Und so teilen wir seine Orientierungslosigkeit im Dunkel einer befremdlichen, zuweilen surreal erscheinenden Anlage und erforschen sie mit ihm, durch ihn.
Gleich zu Beginn wird der Zuschauer dabei auf eine Geduldprobe gestellt - doch nicht ohne Grund, der Film gibt uns Zeit, mit dem Darsteller vertraut zu werden. Daß wir alles in Echtzeit erleben, bindet uns ins Geschehen ein.
Der Film gewinnt im weiteren Verlauf an Tempo und aus der Finsternis kristallisieren sich immer detaillierte Strukturen heraus und wir gewinnen an Übersicht. Hier spiegelt sich im Setting die Entwicklung unserer Reise unmittelbar wieder.
Wir begegnen auf unserer Reise nur Wenigen. Im Film wird wenig gesprochen. Und es sind sind überwiegend Aufzeichnungen, die wir zu hören bekommen. Die wenigen Dialoge, die zustande kommen, sind aber wichtig, um der Geschichte folgen zu können.
Generell gibt es im gesamten Film wenig Ballast, Bilder und Worte sind auf das Wesentliche reduziert. Wenn wir etwas sehen oder hören, hat es meist auch eine bestimmte Bedeutung.
Die Atmosphäre ist mitunter so dicht, daß sie einen fast erdrückt. Der Film ist insgesamt farbarm und kontrastreich gehalten, alles wirkt kühl und lebensfeindlich. Die verdreckten Akteure wirken in dieser Welt wie Kontaminationsherde. Echte Schock - oder Bombasteffekte gibt es nicht. Der Film bleibt im Fluß und seiner Linie treu.
Die Schauspieler liefern eine gute Arbeit ab, deren Darbietung fand ich überzeugend. Es gibt keinen Bruch in der Glaubwürdigkeit der Charaktere, nur Überraschungen, die auch einen Sinn ergeben.
Ich habe den Film gesehen, ohne etwas zum Inhalt gewußt zu haben, und das hat mich den Film sehr intensiv erleben lassen, weil ich jede Verwunderung und Verwirrung des Protagonisten teilen konnte. Dies sei auch dem Leser dieser Rezension vergönnt, daher habe ich auf inhaltliche Details verzichtet.
Selbst das überraschende, bedeutungsschwangere Ende mündet nicht in übertriebenem Pathos und cineastischem Tam-Tam. Mich hat der Film ein wenig verstört und mit mulmigem Gefühl zurückgelassen. So abgehoben die Geschichte zunächst scheint, sie hat doch mehr mit uns zu tun, als es augenscheinlich der Fall sein mag.
Zum Schluß ein Wort zur Bewertung - weshalb ich einen Punkt abgezogen habe, liegt daran, daß es meiner Meinung nach vereinzelt Einbrüche im sonst recht gut angelegten Spannungsbogen gab. Und ich rechne nicht damit, daß der Film eine große Fangemeinde anziehen wird, dazu ist er zu sperrig, zu eigensinnig, zu wenig Popcorn-Kino. Das erschließt sich einem aber nicht unbedingt im Vorfeld.
Wer Geduld mitbringt, wem düstere und endzeitlich wirkenden Filme zusagen und wer sich an Metaphorik und diskreten künstlerischen Kniffen erfreuen kann, der wird den Film sicher mögen. Wem das aber eher abgeht, wird damit sicher nicht glücklich werden.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Viel Dunkel.Nix Eden., 28. Oktober 2008
Bei der Bewertung dieses Films schwankte ich zwischen einem und fünf Sternen hin und her. Das gleiche Problem hatte ich auch schon bei Tarkowskis Film "Stalker", der trotz Sogwirkung und nachhaltigen Impressionen den Zuschauer sich selbst überlässt, ihn allein lässt.Überhaupt erinnert EDEN LOG an Tarkowskis Bildsprache und ein wenig auch an Filme wie "Cube" und "The Ring" und "Dark City", Filme die in Symbolismus, Andeutungen und archaischen Elementen schwelgen.
Zur Handlung von EDEN LOG: Ein Mann erwacht in der Dunkelheit tief unter der Erde und versucht verzweifelt nach oben zu gelangen. Seltsame Wurzeln und Teile von Apperaturen und Reste von Forschungslaboren begegnen ihm. Mutierte Humanoide versuchen ihn zu überwältigen und immer wieder tauchen Personen in Schutzanzügen auf.
Zusammen mit einer "Botanikerin" erreicht er fast die Oberfläche und gelangt schliesslich allein in ein verlassenes Labor um zu begreifen, dass er selbst die Schlüsselfigur für das Machwerk EDEN lOG ist.
Eden Log ist ein überdimensionaler Baum, ein Netzwerk aus Wurzeln und Nährböden, dazu geschaffen Energie zu erzeugen für eine Grossstadt. Doch das Projekt läuft fehl: Die Pflanze wehrt sich gegen das Absaugen ihrer Produkte indem sie Giftstoffe erzeugt und irgendwie werden die Forscher und Arbeiter selbst Nahrung für diese Pflanze.
Die Hauptfigur verleiht der Pflanze am Ende geradezu überirdische Macht und treibt sowohl sie als auch jenes was sie speisen soll in den Tod.
Die Grosstadt verliert ihre Stromquelle und der Baum überwuchert die Reste der Ruinen.
Der Film ist in hypnotisch wirkenden pulsierenden Hell-Dunkel-Wechseln gedreht. Zusammen mit der sphärisch-düsteren Filmmusik und den bizarren Kulissen, entsteht ein anhaltend beklemmendes Szenario.
Seine Spannung bezieht der Film allein aus der Rätselhaftigkeit der Geschichte.Mühsam kombiniert man die wenigen Fragmente der Erklärung zu einem Gesamt-Sinn. Gegen Ende hin erinnert der Film mehr und mehr an MATRIX, besonders als im Geäst des Baumes "Nahrungskokons" mit Menschen hängen.
Die Ungeheuer im Film sind ehemalige Arbeiter die aufgrund der Mutation des Eden-Gewächses infiziert wurden und selbst in ansteckender Weise mutierten.Diese Einlage von Vampirismus/Werwolftum/Zombiestyle scheint seltsam Fehl am Platz und schwächt die Geschichte deutlich. Zudem wirken diese Wesen in unlogischer Weise auffallend unbeholfen.
Der Film versteht sich selbst als Filmkunst/Kunstfilm, angelehnt an das alte Testament. Vom Genre her ist er der Horror-SF zuzuordnen und liegt von seiner Wirkung her auf einer Linie mit CLOVERFIELD.
Kein Film übrigens für Leute mit Neigung zur Epilepsie: dafür sind die dauernden Blitzlicht-Effekte zu aufdringlich.
Und auch kein Film für Leute, die einfach nur mit ihm "abhängen" wollen.
Für den Versuch innovativ zu sein gebe ich mal vier Sterne.
Aber alle die hier nur einen geben verstehe ich voll und ganz.
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27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Konfuses Pseudo Anspruchskino, so sinnfrei wie Klorollenpuppen, 27. November 2008
Kennen Sie die noch? Diese Puppendinger mit Kleid, die man früher auf eine Klorolle gestülpt hat, die im Auto auf der Hutablage lag?
Würde sich jemand mal dazu herablassen und mir erklären, was die sollten?
Nun, in der Regel bin ich sehr vorsichtig mit dem Verriss von Filmen und schaue sie mir lieber zweimal an, bevor ich sie in Grund und Boden stampfe.
Machen wir es kurz, denn ich habe keine große Lust, sehr viel über diesen Murks zu schreiben.
Eden Log ist ein vollkommen konfuser (bitte nicht verwechseln mit "intelligent", nicht alles, was man nicht versteht, ist gleichzusetzen mit Anspruch und Intelligenz) und sehr düsterer Sci Fi Film (nichts gegen "düster", bitte, man sehe sich nur die Alien Filme an),
dessen Dialoge insgesamt locker auf vielleicht 2 Din A4 Seiten Platz finden (Kein Witz, es wird kaum gesprochen, was nicht unbedingt schlecht sein muss) und dabei kaum aufklärend sind.
Ein großes Fragezeichen schwebt während des gesamten Films über dem Kopf des Cineasten, der von einer minimal ausgeleuchteten Szene zur nächsten geschubst wird, unterstützt von einer nervigen Wackeldackel- Kameraführung.
Dabei ist der Drehbuchautor sichtlich bemüht, so wenig Erhellung in die Geschichte zu bringen, wie nur möglich.
Das spricht die Intellektuellen da draußen an.
Entweder, man setzt voraus, dass der Zuschauer die Einfälle des Regisseurs per se versteht, also praktisch per Seelenverwandschaft, oder aber man setzt gar nichts voraus, weil es nichts vorauszusetzen gibt.
Ich habe mir diesen Stuss eben gerade angesehen und mich sehr auf einen intelligenten und düsteren Sci Fi Film im Stil von "Cube" gefreut.
Leider ist der Film schlicht und ergreifend konfus und hanebüchen.
Ich habe jetzt also gerade gar keine Ahnung, was man die ganze Zeit über von mir wollte.
Irgendwas mit verschiedenen Stockwerken, einer Pflanze, aus der man Energie gewinnen wollte (dies aber mithilfe von Menschen bewerkstelligt), Mutationen und Arbeitern, die an die Oberfläche zu gelangen versuchen.
Dies ist aber nicht möglich, denn das alles ist eine einzige große Lüge.
Alles klar? Nein?
Achwas!
Bin ich zu blöd für diesen Film? Ja? Sie meinen, Sie werden daraus schlau und haben spannende 2 Stunden?
Bitte: greifen Sie zu. Auf eigene Gefahr.
Der Film ist düster. Das gebe ich zu. Aber was sagt das über die Qualität des Films aus?
Die Geschichte des Films ist kaum zugänglich, da der Film dem Zuschauer jede, aber auch wirklich jede Erklärung schuldig bleibt.
Ich habe hier den Mut und sage, dieser Stuss hat nichts mit einem intelligenten und anspruchsvollen Sci Fi Film zu tun, er ist einfach wirr und sprunghaft.
Aber vielleicht sind Sie schlauer als ich.
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