18 Jahre sind vergangen, seit der Rockmusiker Eddie Wilson nach einem Autounfall verschwand und sich seine Band daraufhin auflöste. Erst jetzt (1982) wird das Cruiser-Album "Season in Hell" veröffentlicht und Satin Records lanciert die Frage "Lebt Eddie noch?" in die Medien. Eddie der nun mit dem Namen Joe West in einem Industriebetrieb in Montreal arbeitet, möchte wieder öffentlich Auftreten und schließt sich der Band des Gitaristen Rick Diesel an. Der Saxophonist Hilton Overstreet erkennt sofort an Joes Gitarrenspiel, dass es sich in Wahrheit um Eddie handelt, schweigt aber darüber. Die Band feiert Erfolge und Eddie sucht (zum ersten Mal seit seinem Verschwinden im Jahre 1964) seinen ehemaligen Cruiser-Kollegen Sal Amato auf, der zuerst beleidigt ist, ihm dann jedoch verzeiht. Eddie erzählt ihm von einer Jamsession in Lakehurst/New Jersey, im Sommer 1963, bei der er Aufnahmen zusammen mit verschiedenen schwarzen Musikern, u. a. Bo Didley, gemacht hatte, die keinem der Cruisers bekannt waren und auch bisher nicht veröffentlicht wurden. Die Band will Eddies die alte Songs beim "Montreal Festival" präsentieren, zu dem auch Lew Eisen der Boss von Satin Records erscheint, der seinerzeit durch die Nichtveröffentlichung des Cruiser-Albums die Ursache für Eddies Verschwinden gesetzt hatte. Nachdem Eddie sich zuerst wegen der Anwesenheit Lew Eisens weigert die Bühne zu Betreten, kann er doch noch dazu überredet werden und offenbart dort unter donnerndem Applaus dem Publikum seine wahre Identität.......
Mit "Runnin' Thru The Fire" beginnt der Soundtrack (mit dem Material aus der Lakehurst Session) von "Eddie and the Cruiser II- Eddie Lives" von 1989 thematisch genau an der Stelle, wo sechs Jahre zuvor das Album zum ersten Film mit "Season in Hell (Firesuite)" endete. "Just A Matter Of Time" sind emotionale Memories, die besonders in den Saxophonpassagen dieser gefühlvollen Ballade ihren Ausdruck finden, der als einziger Song nicht aus der alleinigen Feder John Caffertys stammt, sondern in Zusammenarbeit mit Bob Cotoia, dem Keyboarder der "Beaver Brown Band", entstanden ist. Das basslastige "Open Road" erinnert stark an "Dancing in the Dark" von Caffertys stimm- und stilverwandten Sangesbruder Bruce Springsteen. Nach einem Keyboardintro wird "Maryia" durch starke Gitarrenriffs zur härtesten Nummer der CD. Indem "Emotional Storm" vom Keyboard getragen wird, folgt es nicht nur dem Trend der 1980er Jahre, sondern geht mit seinem Chorus auch in Richtung Jazz. Spätestens bei "Garden Of Eden" müsste jedem Zuhörer klar geworden sein, was paradiesischer Rock n'Roll ist. So wechseln sich, nach einem wahrhaft heroischen Intro, E-Gitarrenpassagen mit jenen eines Klavieres ab, die in klassischer Honkytonk-Manier vorgetragen werden. Durch akkustische Gitarren, Strings und Mandoline bekommt der gefühlvolle "NYC Song" Latinoanklänge und wird zur Reminiszenz an die amerikanische Großstadt mit ihrem Boardwalk. "Some Like It Hot" mit seinen Saxophonpartien und einer an Chuck Berry erinnernden Gitarrenspielweise ist neben "Pride and Passion" die zweite gut tanzbare Nummer. Das Finale "(Keep My Love) Alive" nimmt noch einmal das Thema des Filmes auf und erinnert einmal mehr an die Unsterblichhkeit des Rock n' Roll.
Auch für diesen von "John Cafferty and the Beaver Brown Band" eingespielten Soundtrack, der insgesamt einen stilistisch etwas härteren Rock präsentiert als sein Vorgänger, gibt es 5 Amazonsterne und die Hoffung, dass auch der zweite Kultfilm von "Eddie and the Cruisers" auch in Deutschland auf DVD erscheinen wird. Die Original-Film-DVD habe ich bei amazon.com bestellt!