Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
liebeserklärung an das kino, 13. Mai 2003
tim burtons eigenwillige und bewegende liebeserklärung an das hollywood-kino ... und das burton ein grosser fan (und kenner) der B-movies ist, beweist er nicht nur durch diesen film. es ist die geschichte von grossen träumen und hoffnungen - der glaube an sich selbst - allen widerständen zum trotz. und obwohl die reale geschichte ed woods durchaus stoff für eine der in holywood so beliebten rise-and-fall dramen geboten hätte, beendet burton seinen film nach der fertigstellung des meisterwerkes(?) "plan 9 from outer space" - also am gipfel der karrriere von ed wood (wenn man das so sagen kann ...). ganz besonders beeindruckend ist die leistung von martin landau als bela lugosi. landau spielt diese rolle mit sehr viel einfühlungsvermögen und liebe. ... und was üble filmchen mit raumschiffen auf nylonfäden betrifft, hat landau ja auch so seine eigenen erfahrungen, war er doch der star der legendär schlechten fernsehserie "mondbasis alpha". und irgendwie spürt man, dass landau seine rolle sehr ernst nimmt - ja, dass er eigentlich ganz genau weiss, was er da spielt - und so wirkt seine darstellung authentisch und sehr berührend. ed wood ist sicherlich kein film, der allen gefallen kann - aber wer, wie ich, in seiner jugend viele, viele trash-movies mit grosser leidenschaft für das kino gesehen hat, wird diesen film mit sicherheit lieben. schliesslich lernt man nirgendwo sonst mehr über die kunst des filmemachens als bei b-movies: an all den beispielen, wo das unterfangen, einen guten film zu machen, gründlich daneben gegangen ist. man lernt erst den respekt für wirklich gute filme, wenn man weiss, wie leicht es ist, dass ernst gemeinte szenen nichts als gelächter im publikum erzeugen ... tim burton hat diese filme mit sicherheit gründlich studiert - und mit ed wood einen ganz hervorragenden kinofilm gedreht.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Paradox: Einer der besten Filme handelt vom schlechtesten Regisseur...Johnny Depp at his best und Landau sahnt den Oscar ab!!, 26. Januar 2007
Das Schlechteste an diesem Film ist: ...dass er irgendwann zu Ende ist.... Als ich den Film zum ersten Mal im Fernsehen sah, spät abends und eigentlich gerade ins Bett gehen wollte, konnte ich nicht aufhören hinzugucken und sah mir den ganzen Film an. Besonders bei diesem Film fällt es mir am Ende des Filmes auf, dass das nicht Ed Wood war, sondern dass er von Johnny Depp gespielt wurde!!!!! Darum ist für mich die Verkörperung des Ed Wood durch Johnny Depp eine der besten und größten schauspielerischen Leistungen, die es gibt. Also ein weiterer Film, für den Johnny Depp völlig ungerechtfertigt keine Auszeichnungen erhalten hat. Martin Landau als alter Bela Lugosi ist ebenfalls bis an seine Grenzen gegangen. Ich hatte Lugosi vorher in noch keinem Film gesehen...und als ich ihn später einmal in Dracula sah, da war er für mich nicht Lugosi....Martin Landau war für mich in Ed Wood viel mehr Bela Lugosi, weil er so verdammt überzeugend und großartig war und weil auch er uns vergessen lässt, dass er nicht Lugosi, sondern eigentlich Landau ist! Verdienter Oscar! Ansonsten laufen in diesem Film wirklich alle Schauspieler zu Höchstformen auf und man bekommt das Gefühl, tatsächlich live in den 50er Jahren zu stecken. Bei diesem Film wurden alle unwichtigen Nebensächlichkeiten und irgendwelche Schnörkel oder Verschönigungen weggelassen und es wurde sich nur auf das Wesentliche konzentriert - und das ist perfekt! Der Film ist tragisch und witzig, dramatisch und nostalgisch...er ist einfach schön und man leidet mit den Darstellern und man freut sich über" Ed Wood", wenn er auf etwas stolz ist. Zum Inhalt ist an diese Stelle nichts mehr zu sagen. Man darf sich nicht vom schwarz/weiß-Bild stören lassen, zumal es dadurch erst die richtige Wirkung erzielt!!! und auch nicht davon, dass der Film von dem schlechtesten Regisseur handelt....denn Tim Burton hat mit diesem Film einen überragend großartigen Film gemacht... Ich find ihn geil...also den Film! Tja, und Johnny kann auch keine Bratpfanne aufhalten ;0) Diesen Film sollte man -gerade als Filmfan etc.- nicht verpassen.... Ein wirklich gelungener Film, der noch dann im Kopf herumschwirrt, lange nachdem man ihn gesehen hat...schon allein Johnny, aber auch Martin schauspielern zu sehen ist ein absoluter Hochgenuss! Zudem liegt der Film in einer schönen Special Edition vor - für alle, die nach dem Film noch nicht genug haben :0)
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniales Porträt!, 29. Januar 2006
Ed Wood gilt als der schlechteste Regisseur aller Zeiten und besitzt als solcher heute, fast 30 Jahre nach seinem Tod, eine riesige Fangemeinde. Um diesem Mann wohlverdientes (?) Tribut zu zollen, machte Tim Burton diesen genialen Film, der nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er, wie Woods Filme, in Schwarzweiß gedreht wurde, sondern auch durch Burtons enorme Liebe zum Detail und die teilweise genialen Darstellerleistungen besticht. Insbesondere Martin Landau, der zurecht den Oscar bekam, brilliert in seiner Darstellung des alternden und sich eigentlich schon am Ende seiner Karriere und Gesundheit befindenden Bela Lugosi, während Johnny Depp das Regie-Untalent Wood zwar auch exzellent, aber zuweilen etwas übertrieben kindlichnaiv-enthusiastisch darstellt. Burton hat zwar einige Details aus Lugosis und Woods Leben beiseite gelassen (u.a. war Lugosi zu der Zeit, als er Wood kennenlernte, noch verheiratet; im Film hingegen hat ihn seine Frau verlassen, wohl weil ihr Charakter als störend für den Film und die Handlung angesehen wurde), aber diese fallen nicht wesentlich ins Gewicht. Jetzt weiß man endlich auch, wie solche Perlen wie « Plan 9 From Outer Space » (der schlechteste Film aller Zeiten?) zustande kamen, da Burton hier nicht nur auf die Entstehungsgeschichte und die Umstände eingegangen ist, sondern gleich ganze Szenen der Originale von seinen Darstellern hat nachspielen lassen. Herausgekommen ist am Ende eine liebevolle, skurrilkomische und geniale Hommage an einen Mann, der fast sein ganzes Leben (über seine Porno-Karriere breiten wir mal gnädigerweise das Mäntelchen des Schweigens...) erfolglos, aber mit ungebrochener Begeisterung damit verbracht hat, seine Visionen zu verwirklichen, wofür er, so untalentiert er auch war, Respekt verdient. MUSS man gesehen haben, ohne wenn und aber!
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