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4,5 von 5 Sternen
Ed Wood [Blu-ray]
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2014
Ich will es kurz machen: Das Bild ist ganz okay geworden, obwohl ich im Direkt-Vergleich mit der DVD das Blu-Ray-Bild doch einen Tick zu dunkel geraten finde bzw. mit dem Kontrast- oder Schwarzwert etwas zu stark "gearbeitet" wurde, in der Form, dass in dunkleren Szenen beispielsweise die Haare von Johnny Depp teilweise im Schwarz "absaufen", während auf der DVD z.T. hier mehr Struktur zu erkennen ist (man erkennt noch die Kammlinien). Auf 47" LG-LCD und gutem Sony-Player mit ganz gutem Upscaler macht die DVD einen beinahe ebenso guten Eindrucken (das war auf meinem alten Blu-Ray-Player von Sony allerdings etwas anders). Via Beamer sollte die Blu-Ray dann sicher noch deutlicher punkten. Neben etwas mehr Schärfe hat man auf der Blu-Ray allerdings nun auch etwas mehr Korn, was aber nie stört.
Leider leider hat Touchstone sich aber einen größeren Faux-pas beim Ton erlaubt! Hier ist der deutsche Ton lediglich in 2.0 vorhanden, während dieser auf der DVD noch in 5.1.vorlag!! Klingt für meinen Geschmack auch ein wenig zu dünn, da gefiel mir der naturgemäß etwas bassigere DVD-5.1.-Ton deutlich besser. Französisch in 5.1. klang wieder gut und bassig, der englische DTS-HD-5.1. wiederum etwas "dünner" wie ich fand...
Bei den Extras wurde hier leider ebenfalls wieder geschlampt: im Gegensatz zu der DVD fehlen bei allen Extras die deutschen Untertitel (lediglich für den Hauptfilm vorhanden in deutsch, englisch, französisch, spanisch, portugiesisch) - stattdessen dürfen sich alle Engländer, Franzosen, Spanier und Portugiesen und alle diejenigen, die deren Sprachen gerne lesen über Untertitel bei den Extras freuen. Auch das Audiokommentar ist nun im Gegensatz zur DVD NICHT deutsch untertitelt (dafür in englisch). Auch das ca. 9-minütige DVD-Extra "Männer in Frauenkleidern" fehlt auf dieser Blu-Ray, dafür gibt es allerdings als gelungene Entschädigung 5 zusätzliche Szenen (zusammen ca. 7 min), die auf der DVD nicht zu finden waren.
Alles in allem also eine sehr zwiespältige Veröffentlichung, bei der man die DVD, sofern man sie besitzt, besser nicht weiterveräußert, sondern als Ergänzung behält...
Objektiv betrachtet gebe ich dieser Blu-Ray-Veröffentlichung 4 Sterne - wenn man allerdings die DVD kennt wären allerdings in Anbetracht der verpassten Chance 3 Sterne angemessen... What ever...
PS: Der Film an sich bekommt von mir eine ganz klare 5 Sterne-Bewertung und zählt zu meinen absoluten All-Time-Favorites!
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. Mai 2003
tim burtons eigenwillige und bewegende liebeserklärung an das hollywood-kino ... und das burton ein grosser fan (und kenner) der B-movies ist, beweist er nicht nur durch diesen film.
es ist die geschichte von grossen träumen und hoffnungen - der glaube an sich selbst - allen widerständen zum trotz. und obwohl die reale geschichte ed woods durchaus stoff für eine der in holywood so beliebten rise-and-fall dramen geboten hätte, beendet burton seinen film nach der fertigstellung des meisterwerkes(?) "plan 9 from outer space" - also am gipfel der karrriere von ed wood (wenn man das so sagen kann ...).
ganz besonders beeindruckend ist die leistung von martin landau als bela lugosi. landau spielt diese rolle mit sehr viel einfühlungsvermögen und liebe. ... und was üble filmchen mit raumschiffen auf nylonfäden betrifft, hat landau ja auch so seine eigenen erfahrungen, war er doch der star der legendär schlechten fernsehserie "mondbasis alpha". und irgendwie spürt man, dass landau seine rolle sehr ernst nimmt - ja, dass er eigentlich ganz genau weiss, was er da spielt - und so wirkt seine darstellung authentisch und sehr berührend.
ed wood ist sicherlich kein film, der allen gefallen kann - aber wer, wie ich, in seiner jugend viele, viele trash-movies mit grosser leidenschaft für das kino gesehen hat, wird diesen film mit sicherheit lieben. schliesslich lernt man nirgendwo sonst mehr über die kunst des filmemachens als bei b-movies: an all den beispielen, wo das unterfangen, einen guten film zu machen, gründlich daneben gegangen ist. man lernt erst den respekt für wirklich gute filme, wenn man weiss, wie leicht es ist, dass ernst gemeinte szenen nichts als gelächter im publikum erzeugen ...
tim burton hat diese filme mit sicherheit gründlich studiert - und mit ed wood einen ganz hervorragenden kinofilm gedreht.
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Januar 2006
Ed Wood gilt als der schlechteste Regisseur aller Zeiten und besitzt als solcher heute, fast 30 Jahre nach seinem Tod, eine riesige Fangemeinde. Um diesem Mann wohlverdientes (?) Tribut zu zollen, machte Tim Burton diesen genialen Film, der nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er, wie Woods Filme, in Schwarzweiß gedreht wurde, sondern auch durch Burtons enorme Liebe zum Detail und die teilweise genialen Darstellerleistungen besticht. Insbesondere Martin Landau, der zurecht den Oscar bekam, brilliert in seiner Darstellung des alternden und sich eigentlich schon am Ende seiner Karriere und Gesundheit befindenden Bela Lugosi, während Johnny Depp das Regie-Untalent Wood zwar auch exzellent, aber zuweilen etwas übertrieben kindlichnaiv-enthusiastisch darstellt. Burton hat zwar einige Details aus Lugosis und Woods Leben beiseite gelassen (u.a. war Lugosi zu der Zeit, als er Wood kennenlernte, noch verheiratet; im Film hingegen hat ihn seine Frau verlassen, wohl weil ihr Charakter als störend für den Film und die Handlung angesehen wurde), aber diese fallen nicht wesentlich ins Gewicht. Jetzt weiß man endlich auch, wie solche Perlen wie « Plan 9 From Outer Space » (der schlechteste Film aller Zeiten?) zustande kamen, da Burton hier nicht nur auf die Entstehungsgeschichte und die Umstände eingegangen ist, sondern gleich ganze Szenen der Originale von seinen Darstellern hat nachspielen lassen.
Herausgekommen ist am Ende eine liebevolle, skurrilkomische und geniale Hommage an einen Mann, der fast sein ganzes Leben (über seine Porno-Karriere breiten wir mal gnädigerweise das Mäntelchen des Schweigens...) erfolglos, aber mit ungebrochener Begeisterung damit verbracht hat, seine Visionen zu verwirklichen, wofür er, so untalentiert er auch war, Respekt verdient. MUSS man gesehen haben, ohne wenn und aber!
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Januar 2007
Das Schlechteste an diesem Film ist: ...dass er irgendwann zu Ende ist....

Als ich den Film zum ersten Mal im Fernsehen sah, spät abends und eigentlich gerade ins Bett gehen wollte, konnte ich nicht aufhören hinzugucken und sah mir den ganzen Film an.

Besonders bei diesem Film fällt es mir am Ende des Filmes auf, dass das nicht Ed Wood war, sondern dass er von Johnny Depp gespielt wurde!!!!! Darum ist für mich die Verkörperung des Ed Wood durch Johnny Depp eine der besten und größten schauspielerischen Leistungen, die es gibt. Also ein weiterer Film, für den Johnny Depp völlig ungerechtfertigt keine Auszeichnungen erhalten hat.

Martin Landau als alter Bela Lugosi ist ebenfalls bis an seine Grenzen gegangen. Ich hatte Lugosi vorher in noch keinem Film gesehen...und als ich ihn später einmal in Dracula sah, da war er für mich nicht Lugosi....Martin Landau war für mich in Ed Wood viel mehr Bela Lugosi, weil er so verdammt überzeugend und großartig war und weil auch er uns vergessen lässt, dass er nicht Lugosi, sondern eigentlich Landau ist! Verdienter Oscar!

Ansonsten laufen in diesem Film wirklich alle Schauspieler zu Höchstformen auf und man bekommt das Gefühl, tatsächlich live in den 50er Jahren zu stecken. Bei diesem Film wurden alle unwichtigen Nebensächlichkeiten und irgendwelche Schnörkel oder Verschönigungen weggelassen und es wurde sich nur auf das Wesentliche konzentriert - und das ist perfekt!

Der Film ist tragisch und witzig, dramatisch und nostalgisch...er ist einfach schön und man leidet mit den Darstellern und man freut sich über" Ed Wood", wenn er auf etwas stolz ist.

Zum Inhalt ist an diese Stelle nichts mehr zu sagen.

Man darf sich nicht vom schwarz/weiß-Bild stören lassen, zumal es dadurch erst die richtige Wirkung erzielt!!! und auch nicht davon, dass der Film von dem schlechtesten Regisseur handelt....denn Tim Burton hat mit diesem Film einen überragend großartigen Film gemacht... Ich find ihn geil...also den Film!

Tja, und Johnny kann auch keine Bratpfanne aufhalten ;0)

Diesen Film sollte man -gerade als Filmfan etc.- nicht verpassen....

Ein wirklich gelungener Film, der noch dann im Kopf herumschwirrt, lange nachdem man ihn gesehen hat...schon allein Johnny, aber auch Martin schauspielern zu sehen ist ein absoluter Hochgenuss!

Zudem liegt der Film in einer schönen Special Edition vor - für alle, die nach dem Film noch nicht genug haben :0)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Edward Davies Wood jr. hat einen Traum. Er will als Hollywood-Regisseur so berühmt werden wie sein großes Idol Orson Welles. Doch niemand traut ihm das zu. So braucht Ed lange, einen Produzenten zu finden, der ihm die notwendigen Geldmittel anvertraut. Das Ergebnis ist so schrecklich, dass jeder andere aufgeben würde. Nicht so Ed. Er versucht, den drogensüchtigen und seit Jahren in der Versenkung verschwundenen Bela Lugosi, einst gefeierter Star diverser Dracula-Filme, für sich zu gewinnen. Der alte Mann benötigt dringend Geld und sagt zu, dem nächsten Projekt Eds als Schauspieler zur Verfügung zu stehen. Ed gelingt es, neue Geldgeber zu finden, vor allem der Name Bela Lugosi öffnet ihm die richtigen Türen. Leider versuchen die Sponsoren, Einfluss zu nehmen auf die Besetzung, das Drehbuch und verschiedene Szenen des Films. Ed aber lässt sich nicht unterkriegen. Immer wieder gelingt es ihm, neue Geldgeber zu finden. Mal ist es ein Fleischgroßhändler, mal gar eine Baptistengemeinde. Immer fallen seine Filme beim Publikum mit Pauken und Trompeten durch. Da stirbt Bela Lugosi. Eds wichtigstes Zugpferd steht damit nicht mehr zur Verfügung. Aber der Regisseur lässt sich nicht entmutigen und kündigt dennoch einen neuen Film mit Bela Lugosi an.

Das Leben von Ed Wood, dem "schlechtesten Filmregisseur aller Zeiten" - wie ihn viele genannt und sogar mit der entsprechenden Auszeichnung versehen haben - war für Regisseur Tim Burton eine echte Herausforderung. Wie kann man einen Mann erfassen, der so offensichtlich kein Talent hatte, Filme zu machen, der gelegentlich in Frauenkleidern auftrat und gar darin als Regisseur arbeitete, der immer wieder dieselben, meist völlig untalentierten Darsteller in seinen obskuren Filmen einsetzte und der vierundfünfzigjährig, vom Alkohol zerstört, verstarb?

Indem er ihn vom grandiosen Johnny Depp spielen ließ, den genialen Martin Landau als Bela Lugosi verpflichtete und den hervorstechendsten Charakterzug dieses Mannes in den Mittelpunkt des in Schwarzweiß gehaltenen Films stellte - nämlich nie aufzugeben.
Er macht daraus eine gelegentlich urkomische, manchmal tragische, immer aber anrührende Hommage an einen Regisseur, der gegen alle Widerstände - vor allem den chronischen Geldmangel - Filme geschaffen hat, die heute als Trash weltweite Erfolge feiern. Und die beileibe nicht die schlechtesten Filme aller Zeiten sind. Zwar sind von den Filmen Woods - "The Sun Was Setting?, "Trick Shooting with Kenne Duncan?, "Glen or Glenda", "Crossroad Avenger: The Adventures of the Tucson Kid?, "Boots?, "Jail Bait?, "Die Rache des Würgers", "Final Curtain?, "The Night the Banshee Cried?, "Plan 9 from Outer Space", "Night of the Ghouls?, "The Sinister Urge?, "Orgy of the Dead?, "Excited?, "The Only House? und "Necromania? - kaum mehr zwei oder drei in aller Munde, und das nicht zuletzt dank Burtons Film, doch ist er dennoch in die Geschichte Hollywoods eingegangen.

Dies vermittelt Burton auf geniale Art und Weise. Zu einem Glücksfall für ihn gerät jedoch nicht nur Hauptdarsteller Johnny Depp, sondern vor allem der in seiner Rolle Oscar-prämierte Martin Landau. Er vermittelt eindringlich das Schicksal Bela Lugosis und seine wichtige Rolle im Leben Ed Woods. Auch Patricia Arquette, Bill Murray, Sarah Jessica Parker und der den herrlich schrägen Magier Criswell spielende Jeffrey Jones sind in Bestform und machen diesen Film Burtons zu einem echten Erlebnis.
Zwar ist der Film gelegentlich langweilig und wiederholt sich in seinem Bemühen, die immer wiederkehrende, scheinbar unüberwindliche Hürde Ed Woods, an Geld zu kommen, darzustellen. Doch möchte man dank Depp und Landau keine Minute missen. Sind auch Woods Filme sicher keine wichtigen, gelingt Burton ein exzellenter Film über diesen schwierigen Charakter.

Das sehr klare Bild und der gute, saubere Ton - die Synchronisation ist dank Sprechern wie Philipp Moog, Alexander Kerst und Peer Augustinki sehr gelungen - machen aus dieser sehr günstigen Special Edition ein wirklich empfehlenswertes Schnäppchen für jeden Cineasten.
Als Extras sind verschiedene Trailer, ein nettes Making-of, ein launiger Audiokommentar und eine kurze Dokumentation an Bord. Für Burton-Fans ein Muss, sollte auch jeder Liebhaber alter Hollywood-Streifen - oder gar ein Fan Ed Woods - diesen Film unbedingt einmal anschauen.

Untertitel verfügbar in: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch
Verfügbare Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch

Stefan Erlemann
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2005
Als leidenschaftlicher B-Movie Sammler waren mir die "Werke" von Ed Wood natürlich bekannt bevor ich Tim Burton's Hommage sah. Unglaublich mit welcher Liebe zum Detail Burton die Geschichte des wohl schlechtesten Regisseurs aller Zeiten umgesetzt hat!
Dadurch , das der Film in Schw/Weiss gedreht ist , kommt eine einzigartige "Spooky" Atmosphäre auf. Eine brilliante Besetzung ( J.Depp kann wirklich ALLES spielen!!!) tut ihr übriges. Genial!
P.s. Wer die möglichkeit hat sollte sich mal original Ed Wood Filme zu Gemühte führen! Plan 9 und Bride of the Monster sind zum Weglachen!!!!
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am 28. Januar 2014
Und damit meine ich einerseits die Zeit als man noch mit Freunde ins Kino pilgerte und den Start eines Tim Burtonfilm entgegenfieberte, und dann die Zeit in der „Ed Wood“ spielt; die fünfziger Jahre in Los Angeles. Damals gab es neben den großen Filmstudios die sogenannte powerty row; kleine unabhängige Filmschaffende, die mit wenig Geld, wenig Zeit dafür mit viel Phantasie und Geschäftssinn versuchten Werke für den Markt zu produzieren.

Einer der sympathischsten dieser Filmemacher war besagter Edward D. Wood junior , den Meister Burton hier ein Denkmal setzt. Ausgestattet mit viel Enthusiasmus, Charisma und der Fähigkeit andere für seine Ideen zu begeistern und ihm zu helfen machte er sich auf, Geschichten zu erzählen, Filme zu produzieren, darin zu spielen und Regie zu führen. Dass er mit wenig Talent im drehbuchschreiben und Filmemachen ausgestattet war störte ihn sehr wenig und hielt ihn nicht davon ab der Welt Werke wie"Glen or Glenda? (OmU)", „Bride of the Monster (OmU)“ und „Plan 9 from Outer Space (OmU)“ zu vermachen.

Der Film ist eine Hommage an diese Zeit, das äußerst gelungene Drehbuch schildert den Weg eines Mannes, der versucht allen Unbill zu Trotz seinen Weg zu folgen um letztendlich zu scheitern. Historisch nicht immer akkurat (ich habe die Biographie von Ed Wood gelesen) ist es ist eine charmante Tragikomödie mit großartigem Schauspielensemble.

Sahra Jessica Parker und Patricia Arquette sind verzweifelt und verständnisvoll die Frauen an Woods Seite und als seine Freunde und Mitarbeiter trumpfen unter anderen Jeffrey Jones und natürlich der geniale Bill Murray ganz groß auf. Selten war Johnny Depp besser als in der Titelrolle dieses Filmes. Mr. Depp behauptete er orientierte sich am „blinden Optimismus Ronald Reagans und dem naiven Enthusiasmus des Tin Man aus dem „Wizard of Oz“.
Gelungen Mr. Depp, gelungen. Sein Ed Wood ist ein liebenswerter Bohemien, der oft genug seinen Selbstzweifel überspielt kämpft, hofft und mit viel Fleiß seinen Traum des Filmemachens erfüllt und letztendlich daran zerbricht. „Ed Wood“ hat zwar eine Art Happy end aber man hat dennoch einen wehmütigen Ausblick in die Zukunft. Lachen und Weinen liegt knapp nebeneinander, wie im richtigen Leben.

Sicherlich ist, allen karibischen Piraten und einsamen Rangern zum Trotze, Ed Wood eine der besten schauspielerischen Leistungen von Mr. Depp.
Kann man denn neben Johnny Depp da noch auffallen? Man kann; vier Worte; Martin Landau als Bela Lugosi. Gut, das waren fünf Worte aber ab jetzt kommen eh nur mehr Superlative.

Mr. Landau ist die Seele des Filmes, mir egal wie salbungsvoll das klingt. Sein Porträt des alten, schwerkranken Draculadarstellers ist liebevoll gestaltet und grandios gespielt.
Ich vermute, dass sich Martin Landau mehrere IKEA Regale besorgen musste um sämtliche Filmpreise, vom Oscar bis zum Golden Globe, die er verdientermaßen für „Ed Wood“ bekommen hat, unterzubringen. Man lacht zwar viel über seinen Bela Lugosi, aber er wird nie lächerlich gemacht; er ist lustig und berührend zugleich, wie einer der großen Clowns und außerdem lässt Landau in Stimme, Gestalt und Bewegung Lugosi wieder auferstehen. Oder wie ein wirklicher Filmkritiker geschrieben hat „…the Oscar goes to Martin Landau, it's shadow to Bela Lugosi“ (Wow, seufz; Was würd ich dafür geben solche Sätze formulieren zu können)

Die Regie zu „Ed Wood“ liegt den bewährten Händen von Tim Burton, der in gloriosem Schwarzweiß, im Spiel mit Licht und Schatten, mit viel Liebe zur Geschichte und Zeit inszeniert, aber eigentlich fast nur seine Schauspieler agiern hätte lassen müssen, um zu bekommen was „Ed Wood“ ist.; ein unterhaltsamer Film aus der guten alten Zeit, der mir, egal wie oft ich ihn sehe, immer ein Lächeln ins Gesicht oder eine Träne in den Augenwinkel zaubert.

Bild und Ton der DVD sind natürlich gut, allerdings muss man wenn man die Tonspur wechseln will immer zurück ins Hauptmenü.
Die Special Edition wartet mit einigen wirklich guten Extras auf; zuallererst natürlich der informative Audiokommentar zum Film mit den Drehbuchautoren, Tim Burton und Martin Landau.
Von den Dokus seinen erwähnt; das allseits beliebte „Making off“(diesmal aber wirklich lustig), ein Bericht über das Set design und die Musik (denn wer von uns kann behaupten er kenne das Instrument Theremin ) und dann noch „Making Bela“, in der Martin Landau und der Maskenbildner Rick Baker aus dem Nähkästchen plaudern und uns Einblicke geben wie Bela Lugosi so gut auf die Leinwand gezaubert werden konnte.

Alles in allen eine sehr gute DVD Präsentation eines großartigen Filmes, der sicherlich nicht jedermanns Sache ist, meines Erachtens aber Tim Burton in Reinkultur mit einer außergewöhnlichen Schauspielerriege in einem Werk über einen ungewöhnlichen Mann.

Mein Lieblingsfilm von Tim Burton und damit einer meiner All Time Favorites.
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am 17. Dezember 2012
Ed Wood von Tim Burton
Dies ist ein Film aus 1994 vom Regisseur Tim Burton welcher Oscars für den besten Schauspieler besetzt durch Martin Landau als Bela Lugosi und beste Maske. Ebenfalls erhielt der Film einen Golden Globe für den besten Schauspieler. Der Film spielt in den 50er Jahren und handelt über das Leben des Regisseurs Ed Wood, ein Regisseur von bizarren Filmen, extravagant und seltsam und mit niedrigem Budget. Der Film basiert auf der Biografie Ed Wood geschrieben von Rudolph Grey.
Die Geschichte erzählt uns die Anfänge von Ed Woods Karriere als Schauspieler in jenen Jahren und den Problemen welcher er trotzen musste um Unterstützung und Geld für die Umsetzung seiner Filme zu erhalten. Der Film wurde in schwarz/weiß gedreht, eine gute Wahl um eine reale Darstellung der 50er Jahre zu bekommen, man bekommt den Eindruck man wäre in dieser Zeit. Der Regisseur Tim Burton wollte die Arbeit dieses Regisseurs ehren und uns zeigen, was Horror und Science-Fiction in Hollywood war. Der Film wurde im Jahr 1994 in den USA veröffentlicht.
Erwähnenswert ist die vortreffliche Arbeit vom Schauspieler Jonny Depp, welcher die Rolle des Regisseurs Wood übernahm und ihn als lustige Person, positiv, exentrisch und sehr menschlich darstellt, wie in dem Moment als er seinem Idol Bela Lugosi in einer Leichenhalle begegnet, welcher einen Sarg für sich selbst suchte. Bela Lugosi war seinerzeit ein bekannter Schauspieler und machte auf Ed Wood einen pessimistischen und unterlegenen Eindruck, trotzdem animierte er ihn mit der Schauspielerei weiterzumachen und engagiert ihn für seine Filme. Er fand heraus, dass sein Idol drogensüchtig ist und begleitete, und half ihm bis zuletzt seine Sucht zu überwinden.
Ein weiterer interessanter Aspekt in dem Film ist die Form die sexuelle Vorliebe, die der Regisseur hat darzustellen, die Transsexualität mit welcher die Person ein Produzent überzeugt einen Film zu drehen.
Meiner Meinung nach gelingt es Tim Burton mit seiner schwarz/weiß Verfilmung einem in die Vergangenheit zu versetzen und einem die Arbeit der Produzenten und Regisseure der 50er Jahre näherzubringen. Des weiteren ist die Garderobe dieser Epoche sehr detailgetreu umgesetzt.
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am 22. Januar 2012
Dieser Film ist alles andere als "paradox". Edward D Wood junior (das D steht für Davies), der sich nie um ausgefeilte Drehbücher scherte, den es schlichtweg egal war, welche Darsteller bei ihm mitwirkten. Der sich teilweise einfach Szenen aus ganz anderen Filmen bediente, versuchte, diese irgendwie bei seinen "Meistwerken" einzubauen. Der kreativ war, - äußerst trickreich (einfach aus der Not heraus, so gut wie niemals auch nur ein halbwegs angemessenes Budget zur Verfügung zu haben).

Der seine Filme vor allem als Geschenk an das Publikum verstanden wissen wollte.

Ein garnicht mal unbegabter Kopf, mit absoluter Fantasie und sogar tollen Ideen bedacht. Jemand, der Herz (wie bei Bela Lugosi) hatte. Für den ein Begriff wie Freundschaft, nicht nur wie bei leider vielen, irgendeine leere Floskel wahr.

Ein absolut normaler Mensch, trotz allem, wofür ein stand und eintrat, anderen Leuten dennoch immer zugänglich war, - nicht im geringsten von sich selbst eingenommen.

Aber auch mal genauso schwach, verletzlich, introviertiert, den Alkohol und Drogen nicht abgeneigt, in seiner Jugend ein Frauenheld, - und besaß einen ausgeprägten Fetisch für Frauenkleider (mit denen er ja oft am Set plötzlich auftauchte), war aber nicht direkt homosexuell.

Kam selber aus ganz einfachen Verhältnissen, diente aber trotzdem tapfer im 2. Weltkrieg, wo sich wschl. sein merkwürdiger Faible für sexy Damenmode schon sehr früh zeigte. Er gab es dann später auch ohne Scheu zu, - unter seiner Uniform sowas oft getragen zu haben.

Und der trotzdem richtig gutes Durchsetzungsvermögen als auch eine sehr große Überzeugungskraft gleichermaßen besaß. Dies ist sein filmisches Portrait.

Dargestellt von Johnny Depp, ebenfalls ein Ausnahmetalent und sich nicht zu schade, Rollen zu verkörpern, mit denen sich ein jeder identifizieren kann.

Unter der Leitung von Tim Burton, Regisseur, von dem schon oft etwas verfilmt wurde, bei dem andere sogenannte Hollywoodgrößen (Darsteller wie Produzenten) garnicht diesen Mut zu Risiko, einen Flop zu landen, bereit wären, einzugehen.

Ich mag diesen Streifen sehr, konnte auch herzhaft über die echte Filme wie z.B. den berüchtigten "Plan 9 from outher Space" von Ed Wood nur schön schmunzeln.

Möchte hier auch garnicht leugnen, das man fast schon mitleidig über ihn lachen konnte, ganz besonders in diesem Film. Warum ist klar, eben das wird es halt sein, was Ed Wood (Johnny Depp) hier durchaus so 100 % sympathisch macht. Ein klassischer Fall.

Genau so bleibt der echte Ed Wood in Erinnerung. Einfach der typische Underdog.

Ein doch naiver Idealist, - der sich halt auch von niemandem hier sagen lässt, er wäre ja nur unbegabt.

Der an sich trotz Widerständen glaubt, - der von seinen Ideen überzeugt ist.

Sehr selten, - dh. wenn überhaupt, dann vielleicht nur zu vergleichen mit Andy Kaufman, finden wir (die Zuschauer) solche oft (zu ihren Lebzeiten) einfach zu Unrecht verstandenen, echten Visionäre. Ihrer Zeit meißtens schon weit vorraus.

Und, bedauerlicherweise, wurden sie z.T. auch noch bis heute nicht richtig für ihre Leistungen zumindest fair annerkannt.

Tja, es ist ... und war eben schon immer leichter, einfach nur mit dem Strom zu treiben als dagegen zu schwimmen. Aber, so ist es halt, sei es drum, diese späte Verbeugung, solch eine letzte Ehrung, - eine Hommage wie hier sei ihnen gegönnt.

Der verdiente Oscar dafür hat es letztendlich dann doch gezeigt. Schade eben nur, das sowas viel zu spät meißtens erst vorkommt, wenn diejenigen nichts mehr davon haben.

Auch die anderen Mitwirkenden, wie Lisa Marie, die Vampira darstellt oder George "the Animal" Steele, der Thor Johnson verkörpert, ebenso wie Patricia Arquette, die Ed Wood's Frau, Kathleen O'Hara (war mit ihm verheiratet von 1959 - 1978) spielt, oder Sarah Jessica Parker als Dolores Fuller, seine erste Freundin, die ihn dann aber wegen seiner transvestitischen Neigungen für weibliche Angora - Unterwäsche sitzen ließ, - sie alle fühlen sich wunderbar überzeugend in ihre Figuren ein.

Martin Landau, der Bela Lugosi hier darstellt, natürlich ganz besonders. Vor allem ist es aber Johnny Depp, bei dem man wie vorher mit Jim Carry als Andy Kaufman in "der Mondmann" oder auch Woody Harrelson, der Larry Flynt spielte, immer das Gefühl bekommt, sie "SIND" einfach im Film derjenige persönlich !

Und nicht das es nur gespielt wurde, - ps. wobei der echte Larry Flynt ja noch lebt, die anderen beiden hier genannten lassen sich eben nicht mehr fragen, ob sie denn mit ihrer jeweiligen Verkörperung selbst zufrieden gewesen wären.

Das bleibt also genau ihnen, dem Zuschauer hier überlassen. Und allein schon deswegen - Fazit - kann ich auch nur die Empfehlung, zumindest als Ausleihtip dafür geben ... ;-)
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am 3. November 2013
Tim Burtons meisterhaftes Biopic über Edward D. Wood Jr. (1924-1978) finde ich großartig.

Eine wundervolle Tragikomödie über einen Mann, der davon träumt in Hollywood Karriere mit Filmen zu machen, ganz wie sein großes Idol Orson Welles.
Trotz seiner vielen Fehlschläge will er weiter seinen Traum verfolgen und versucht alles um gute Geldgeber zu finden.
Neben seiner Leidenschaft für Filme und für schöne Frauen hat er aber auch eine besondere Schwäche für Angorawäsche.
Doch als er Freunschaft mit seinem Lieblingsschauspieler, dem "Dracula"-Star Bela Lugosi, schließt keimt in ihm die Hoffung auf dem ersehnten Erfolg.

Johnny Depp, der in Tim Burtons Fantasy-Tragikomödie "Edward mit den Scherenhänden" sein Debut gab, spielt den Ed Wood einfach nur meisterhaft und sehr glaubwürdig.
Die eingefleischten Johnny Depp-Fans werden es sicher etwas irritierend finden, wenn er als Transvestit auftritt.
Auch die weiteren Stars machen ihre Rollen sehr gut, wie der spätere "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker als Dolores Fuller, Martin Landau als "Dracula"-Star Bela Lugosi, "Beetlejuice"-Star Jeffrey Jones als selbsternannter Hellseher Criswell, "Ghostbusters"-Star Bill Murray als der ziemlich exzentrische Bunny Breckinbridge, Lisa Marie als Vampira und George Steele als Catcher Tor Johnson.

Tim Burton zeigt seinen Fans eine große Hommage an den schlechtesten Regisseur aller Zeiten, der bei manchen Leuten sogar Kultstatus genießt.
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