"Economics in one lesson" von Henry Hazlitt ist eine exzellente Einführung in die Ökonomie und bleibt, obwohl die Erstausgabe schon 1946 veröffentlicht wurde, hochgradig aktuell. Im ersten Teil stellt Hazlitt seine Grundsätze auf: Es gilt, die Folgen wirtschaftspolitischer Maßnahmen nicht nur auf eine Gruppe, sondern auf alle Gruppen und nicht nur die kurzfristigen, sondern auch die langfristigen Folgen zu berücksichtigen. Im zweiten Teil wendet Hazlitt diese Prinzipien dann auf mehrere Beispiele an. Man merkt natürlich, daß die Beispiele meistens Maßnahmen der völlig verfehlten "New-Deal-Politik" Hoovers(der, entgegen andersartiger Behauptungen, kein Befürworter des freien Marktes, sondern ein Freund des Interventionismus war. Siehe dazu: Murray Rothbard - America's Great Depression) und Roosevelts aufgreifen. Das ändert aber nichts daran, daß diese Beispiele immer noch aktuell sind. Schließlich sind Irrtümer, wie z.B. daß Mindestlöhne die Lage der Arbeitnehmer verbessern und sogar Arbeitsplätze schaffen("Stärkung der Binnenkaufkraft" und ähnlicher Schwachsinn), daß Maschinen Abreitsplätze vernichten, daß Exporte gut,aber Importe schlecht sind, daß man durch das "Retten" unprofitabler Industriezweige Arbeitsplätze bewahrt (siehe Holtzmann) oder daß Mietkontrollen die Lage der Mieter verbessern immer noch populär und schließlich gibt es immer noch Politiker die mit diesen Irrtümern(besser:Lügen) auf Stimmenfang gehen. Wer also eine kurzweilige und intelligente Einführung in die Ökonomie sucht,dürfte mit Hazlitts Klassiker gut bedient sein.