Ohne Zweifel ist dies Journeys mutigstes Werk seit langem. Statt das Erfolgsrezept von "Revelation" einfach zu kopieren, lässt es die Band mit monumentalen Songs ordentlich krachen. Von "City Of Hope" bis zum Instumental "Venus" klingt die Platte wie aus einem Guß. Die meisten Titel stammen wieder aus der Feder von Schon/Cain. Dabei dominiert vor allem Neal Schons Gitarre, die in energiegeladenen Riffs so hart und präzise klingt, wie lange nicht mehr. Arnel Pineda, der selbst an zwei Tracks mitgeschrieben hat, klingt nun nicht mehr nur wie ein Steve Perry-Klon, sondern singt sich auf Songs wie "Edge Of The Moment" oder "Chain Of Love" die Seele aus dem Leib. Obwohl Journey immer noch nach Journey klingen, überraschen sie den Hörer mit unerwarteten Refrains oder Wendungen. Viele Songs knacken dabei locker die 6-Minuten Grenze. Jonathan Cains Keyboards kämpfen hörbar gegen die Solos von Neal Schon an und bevor auf der Ballade "Tantra" Cains Tastatur zu viel Zuckerguß auflegt, wird schon wieder ordentlich gerockt. "Resonate" und die Single "City Of Hope" sind schon auf den ersten Blick am Eingängigsten. Auf dem groovigen "Human Feel" nagelt Jonathan Cains Orgel ordentlich im Hintergrund, während bei "She's A Mystery" auch mal wieder eine Akustikgitarre zu hören ist. Dramaturgie, Sound und Texte. Hier stimmt einfach fast alles, auch wenn zum Schluß der eine oder andere Song schonmal irgendwie gehört worden ist, da hätte etwas mehr Abwechslung oder ein, zwei Titel weniger dem Album gutgetan. Dennoch auch ich kann "Eclipse" definitiv empfehlen. Am Besten dem Vorschlag der Band folgen: Zeit nehmen, Boxen aufdrehen und die CD in einem Rutsch durchhören...