Produktinformation
|
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Und dann bekomm ich per Zufall das Promo der neuen Scheibe "Eclipse" um die Ohren geknallt: Holla, da hat sich aber einiges getan bei den Finnen! Ein neuer Sänger, Tomi Joutsen, hat da zum Beispiel ziemlich frischen Wind reingebracht, brüllt an der richtigen Stelle wieder mal anständig, und lässt neben dem vollen und guten Gesang auch wieder mal die amtlichen Bärengrowls röhren. Richtig so!
Aber auch sonst haben sich Amorphis voll auf ihre Stärken rückbesonnen: So sind die typischen Amorphis Riffs zur Vollendung ausgearbeite worden. Nur gibts diesmal keine Hänger mehr, das Songwriting hat den richtigen Zug und Druck, lässt aber das Psychodelische nicht ganz weg. Wie vor zehn Jahren mischt sich die Hammondorgel gekonnt mit treibenden Drumbeats, verfeinert mit gekonnten Delays in den Gitarren, und abgerundet Harmonien, wie sie nur von den Finnen kommen können.
Anspieltipps:
"Two Moons" (1) - Hier wird nach einem fetten Keyboard-intro gleich mächtig Dampf abgelassen. Treibend geht es dreieinhalb Minuten nach vorn, gleich mal das ganze Spektrum des Könnens präsentierend.
"House of Sleep" (2) - Eine solide Rocknummer im Midtempo, mit einem zwar nicht ganz neuartigen, aber sehr ergreifenden Riff. Tomis Gesang kann sich hier gut entfalten.
"Leaves Scar" (3) - nach dem sanften Intro eine "Amorphis-sche" Death-Nummer, welche gar Erinnerungen an "Black Winter Day" aufkommen lässt!
"Under A Soil and Black Stone" (5) - Wem damals die psychodelische Steigerung des Hammerstücks "Elegy" gefallen hat, dürfte mit "Under..." bestens bedient sein. Zuerst etwas langsam, dann aber mitreissend.
"Perkele (The God of Fire)" (6) - Ah, nochmals amtliche Bärengrowls mit einem stampfenden, orientalisch angehauchten Riff der Extraklasse.
"The Smoke" (7) - Wiederum im Midtempo inszenieren Amorphis, was sie insbesondere auf den letzten Alben gelernt haben. Sphärisch, dunkel und doch so schöne, weite Soundflächen skizzierend.
"Empty Opening" (10) - Erinnerungen an "Tuonela" werden wach, melancholische Delay-Teppiche füllen Raum und Zeit, um nachher brachial mit Riffs und Hammondorgel überrollt zu werden. Ein superber Abschluss!
Ich verteile selten 5 Sterne an Scheiben. Amorphis hat mich aber diesmal mit ihrer gekonnten Rückbesinnung auf ihre Stärken so positiv überrascht, dass dies meines Erachtens voll gerechtfertigt ist. Voilà, ich hab grad eine neue Lieblingsscheibe gefunden, scheint mit.
Für meine Begriffe orientiert sich das neue Album nun auch an den beiden genannten Werken der Band, insbesondere an Tuonela.
House Of Sleep war die perfekte Single, die in Finnland mit Recht auch die Spitzenposition einnehmen konnte. Mit diesem Lied kann man auch durchaus neue Fans gewinnen, da es nicht zu hart ist und vorallem einen Refrain hat, den man nicht mehr vergisst.
Born From Fire, Brother Moon und Empty Opening sind mit das beste was die Band je geschrieben. Leaves Scar könnte sich auch auf den älteren Scheiben wie Tales From The Thousand Lakes befinden und ist meine absolute Lieblingsnummer auf der CD. Under A Soil And Black Stone beginnt eher ruhig und mündet nach etwa 2 Minuten in eine richtig geile Rock-Nummer. Perkele (The God Of Fire) ist dann nochmal eine Nummer für den Tales-Fan.
Abschliessend kann ich sagen, daß ich keinen einzigen Ausfall habe ausmachen können (auch den Bonustrack nicht) und daß das Album seit 5 Tagen bei mir auf Dauerrotation läuft! Geht man ohne Scheuklappen an das Album heran, erhält man meiner Meinung nach eine hervorragende CD.
Neu leider nur für Amorphis. Lesen Sie weiter...
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|