Als ich das Buch zum ersten mal in die Hand nahm, dachte ich erst, oh wie schön gemacht. Denn mit vielen gefühlvollen Bildern kamen die Erinnerungen an meine Reisen in Südindien in allen ihren Farben wieder vor meine Augen.
Als ich dann aber die Rezepte anfing näher zu studieren, wurde ich immer enttäuschter. Denn die Rezeptsammlung ist doch sehr dürftig und oberflächlich. So steht beispielsweise bei den Dosas, einem köstlichen knusprigen Reis-Linsen Pfannkuchen nur das Grundrezept und es stand dabei, dass dazu ein Kokosnuss-Chutney passen würden. Aber dieses wurde dann im ganzen Buch nicht beschrieben. Dabei wird in Südindinen mit jeder Dosa IMMER Kokusnuss-Chutney und eine Sambar-Gemüsesoße serviert. Nur mit diesen zusammen ergibt sich der einzigartige und typische südindische Geschmack. Was soll man also mit den trockenen Pfannkuchen machen, wenn man nicht zusätzlich ein anderes besseres Kochbuch hat?
Der Eindruck wird noch verstärkt wenn man sieht, dass es zum Beispiel kein Register gibt.
Fazit: Für mich wurde dieses Buch von einem Graphiker so konzipiert, dass mann es in der Buchhandlung schön findet und gleich kauft. Der Nutzen als Kochbuch war eher nebensächlich. Ich werde vieleicht höchstens 2-3 Kochrezepte ausprobieren und sonst auf mein anderes südindische Kochbuch (leider ganz ohne Bilder) zurückgreifen müssen. Schade.