Das ist nicht unbedingt die Antwort die Ted Cogan(Rob Lowe) hören wollte. Sie bestätigt ihm, dass seine Visionen keine Einbildung sind und seine Frau Molly(Marnie McPhail) und sein Sohn Max(Ben Lewis) in großer Gefahr schweben. Aber Ted weiß noch nicht einmal ansaztweise, was auf ihn zukommt...
Ted Cogan leitet eine Kontrollstelle der US-Army im Irak. Ein Transporter, der nicht stoppen will, wird unter Feuer genommen. Die Insassen, eine Familie mit Kindern, sterben qualvoll. Ted wird schwer verletzt, liegt einige Zeit im Koma, und kehrt nach seiner Genesung nach Amerika zurück. Dort wird er von schlimmen Visionen heimgesucht. Ted sieht Brandopfer, Verstümmelte, Geister, und ein Mädchen aus dem Transporter. Die Erscheinungen wollen etwas von Ted, aber der weiß nicht was. Auf der Suche nach professioneller Hilfe landet er in der Warteschleife der Armee. Während Ted kurz vorm Durchdrehen ist, läuft in seiner Familie alles schief. Molly gesteht ihm, dass sie pleite sind. Sein Sohn Max scheint sich in den falschen Kreisen zu bewegen. Aber Ted muss seine eigenen Probleme lösen. Auf der Suche nach dem Auslöser für seine Visionen stolpert er über einen Zeitungsartikel. Er nimmt die Spur auf und folgt ihr in den Abgrund...
Ernie Barbarash hat mit -Echoes 2- eine zwiespältigen Film geschaffen. Mit seinem Vorgänger hat er nur die medialen Fähigkeiten des Hauptdarstellers gemein. Barbarash setzt in der Darstellung der Story voll und ganz auf die klassischen Horrorelemente. Das gelingt ihm perfekt. In den Schockeffekten und dem Zusammenspiel von Bildern und Musik hat -Echoes 2- wirklich geniale Momente. Die Fahrten der Kamera sind derart unterschwellig "fies" angelegt, dass Zuschauer mit schwachen Nerven lieber nicht auf den Bildschirm schauen sollten.
Auch die Besetzung ist ordentlich. Rob Lowe muss, und kann, den Film voll und ganz allein mit seiner schauspielerischen Leistung tragen. Ihm nimmt man den gehetzten US-Soldaten in der Heimat in jeder Sekunde ab. Die Nebenrollen sind ebenfalls glaubhaft und gut dargestellt.
Einziger Schwachpunkt der Produktion ist die Story. Sie entwickelt sich(leider) verbindungslos. Am Ende fragt man sich schon, was da eigentlich womit zu tun hatte. Der Irak und die Heimat passen da irgendwie nicht in die gleiche Geschichte hinein.
Das soll es an Kritikpunkten aber auch schon gewesen sein. Wer auf Nervenkitzel und klassische Horrorelemente steht, wer gern mal vor der Glotze aufschreit und sich noch so richtig erschrecken kann, der wird sich mit -Echoes 2- keinen Fehlgriff leisten. Wer allerdings jede Story bis auf den letzten i-Punkt auseiander nimmt, der wird, was Mängel angeht, sicher fündig werden. Ich habe mich in jedem Fall gut unterhalten lassen und kann ihnen -Echoes 2- empfehlen.