"Echoes" verschwand so schnell wieder in der Grauzone, wie er aus ihr auftauchte. Warum eigentlich? Hier wurde alles richtig gemacht. Der Film bekommt daher von mir glatte 5 Punkte, die DVD... na ja, sagen wir 2,5 Punkte. Zunächst einmal zum Film: Das Wichtigste, nämlich die Schockeffekte, sitzen hammerhart. Ich kann das jetzt nicht verallgemeinern, aber die Szene im Kino war in meinen ca. 18 Jahren Filmkonsum (ich bin 22) diejenige mit dem allerstärksten Schockpotential... von allen Filmen, die ich je gesehen habe. Und das waren ziemlich viele. Auch die anderen Schocker sitzen. So wird zum Beispiel das Assoziationsprinzip verwendet (wenn irgendwo ein rotes Licht aufleuchtet, erfolgt zeitgleich ein bedrohliches Brummen), das zu starkem Herzpochen führen kann, wenn man nach dem Filmgenuss irgendwo zufällig rotes Licht sieht und ein Brummen hört. Dann sind auch Kamerafahrten und -Einstellungen für die Spannung verantwortlich (K.Bacons Charakter allein im Wohnzimmer) sowie visuelle Tricks (die Bewegungsweise des Geistes).
Um diese Schockeffekte herum wurde auch an eine clevere, wenn auch extrem fiktive Story gedacht, die auch mit einer netten Auflösung aufwarten kann. Und der Film wäre nur halb so gut, wären da nicht die spitzenmäßigen schauspielerischen Leistungen, allen voran die des Protagonisten Kevin Bacon.
Die DVD bietet ein sehr gutes Bild (den Sound kann ich wegen fehlender Hardware nicht beurteilen), allerdings recht wenige Extras. Wer allerdings Trailer mag, wird wohl nicht enttäuscht werden.
Für diesen Film gibt es also uneingeschränkte Kaufempfehlung. Nur die DVD-Ausstattung hätte etwas üppiger ausfallen können.