Nagib Machfus, der greise ägyptische Literaturnobelpreisträger (geb. 1911), denkt über sein Leben und das der Menschen aus seiner Umgebung nach: Schulfreunde, Kellner, im Stadtviertel verruchte Frauen, Bettler und andere porträtiert er in knappen Worten, immer im Rahmen eines Erlebnisses, das über den geschilderten Augenblick hinaus weist. In den kurzen, selten mehr als halbseitigen Prosatexten, beschreibt er Schicksale, stellt in Parabeln und Aphorismen die Fülle möglichen Daseins dar, nicht ohne Bewunderung für das Leben und die Lust am Leben.
"Das Leben ist in sich genug, wenn es von Nagib Machfus, diesem zarten und, skeptischen und unbeugsamen Jäger der Erlösung, furchtlos und allumfassend gewogen und für gut befunden wurde." schreibt Nadine Gordimer in einem sehr persönlichen und tief gehenden Nachwort. Dem ist nichts hinzuzufügen.