Als Kommissar Gerlach von Karlsruhe nach Heidelberg gewechselt ist und entsprechend zum dortigen Kripochef befördert wurde, war ich zunächst sehr enttäuscht. Da ich zwölf Jahre in Karlsruhe gelebt habe, wollte ich eigentlich zusammen mit dem Karlsruher Kripo-Team weiter ermitteln. Aber inzwischen bin ich auch mit den Heidelberg-Romanen von Wolfgang Burger sehr glücklich. Das Ermittlungsteam kommt authentisch rüber, die Figuren entwickeln sich gut weiter und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Hauptpersonen kommen nicht zu kurz.
In diesem Roman geht es um eine reichlich verworrene Entführungsgeschichte und der Ermittlung, ob es sich um einen Serientäter handelt oder nicht. Viel mehr will ich eigentlich nicht verraten. Den Krimi kann man auf jeden Fall jedem Lokalkrimi-Fan empfehlen. Und dabei muss man nicht mal mit Heidelberg verbunden sein. Ich habs an zwei Abenden durchbekommen. Und das spricht für sich.
Für Neueinsteiger sei eine chronologische Lesereihenfolge empfohlen, da es immer mal wieder Querverweise auf alte Fälle gibt. Auch die Karlsruher Fälle sind durchaus nicht uninteressant für eine vorherige Lektüre. Hier die Reihenfolge:
1. Mordsverkehr
2. Marias Sohn
3. Flächenbrand (früher: Projekt Dark Eye)
4. Abgetaucht
5. Ausgelöscht
Dann gehts in Heidelberg weiter:
6. Heidelberger Requiem
7. Heidelberger Lügen
8. Heidelberger Wut
9. Schwarzes Fieber
10. Echo einer Nacht