Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein ganz bestimmter Satz findet sich in leichten Abwandlungen fast immer wieder in den Statements der Gewinner von Casting-Shows: “Auch nach Jahren kann ich es manchmal selbst noch nicht fassen, dass ich das bin, der da vorne auf der Bühne steht oder auf dem Zeitschriftencover abgebildet ist.“ Ungläubiges Staunen in Anbetracht eines Traums, der über Nacht per Votum in Erfüllung ging; gestern noch Pizza-Hut, heute ein Star, so wie im Fall von Leona Lewis. Betrachtet man ihr Portrait auf dem Cover ihres neuen Albums
Echo muss man glatt zweimal hinsehen: Kunstvoll ausgeführte Airbrush-Technik oder eine Frau aus Fleisch und Blut? In jedem Fall eine Erscheinung wie aus der Traumfabrik, die Leona Lewis als bekennender Film-Nerd so glühend verehrt! Da liegt die Frage nahe, ob sich der imposante Glamour auch in den Songs ihres neuen Albums fortsetzt. Die Antwort lautet Nein, und das ist nur gut so! Anstatt die kapriziöse Diva à la Carey zu geben, scheint Leona Lewis’ Glanz auf erfrischend natürliche Weise direkt von Innen zu kommen. Überzeugen kann sie vor allem in Balladen und Songs von besinnlicher Gangart -auf
Echo glücklicherweise in der Mehrzahl- darunter besonders bemerkenswert “My Hands“ und “Broken“, mit ihren Arrangements in epischer Breite. Großes Herz-Schmerz-Kino mit orchestralen Anklängen, jedoch ohne die sonst so häufige Klebrigkeit von Zuckerguss. Das geht aufs Konto hochkarätiger Produzenten wie Ne-Yo, Max Martin und John Shanks, die, allem Führungsanspruch zum Trotz Leona Lewis genügend Luft zur Selbstentfaltung ließen. Und so kam es, dass die Sängerin auf fast alle der Songs auf
Echo mitgeschrieben hat. Besonders ins Auge fällt der letzte Songs des Albums “Lost Then Found“, aufgenommen mit One Republic und einer ungewöhnlichen Spieldauer von rund 11 Minuten. In Wahrheit verbirgt sich dahinter ein Hidden Track und zugleich das heimliche Highlight des Albums: Leona Lewis lediglich mit einem Klavier begleitet, bis sich akustische Gitarre und Streicher hinzugesellen und allmählich zu einem kurzen aber kraftvollen Finale steigern, -ein kraftvoller Schlussakzent, der weitaus mehr hinterlässt, als nur ein einfaches Echo. -
Andreas Schultz
Kurzbeschreibung
Am 13. November veröffentlicht Leona Lewis mit Echo ihr mit Spannung erwartetes Follow-Up-Album. Die erste Single daraus trägt den Titel Happy und weist sämtliche Qualitätsmerkmale auf, die der 24-jährigen den sensationellen Durchbruch ermöglicht hatten: nach einem behutsamen, fast Acapella-haften Intro führt eine betörende Klavier-Melodielinie zu einem beeindruckend hymnischen Refrain, der der Britin einmal mehr Gelegenheit gibt, ihre gesanglichen Ausnahme-Fähigkeiten zu demonstrieren. Der Gesang war völlig spontan erinnert sie sich, ich sang ihn ein, kurz nachdem wir den Song fertig geschrieben hatten. Manchmal ist es einfach besser, wenn man nicht zu lange über Dinge grübelt. Die Befürchtung, die schwindelerregend hohen Töne bei Live-Auftritten nicht erreichen zu können, hat Leona derweil nicht - ganz im Gegenteil: Es ist schon verrückt, aber die oberen Bereiche meiner Stimme - die Kopfstimme - fallen mir viel leichter als die tiefen. Ich habe eine Opern-Gesangsausbildung, deshalb ist das für mich ganz normal.
Leona Lewis ist die erfolgreichste Künstlerin des Jahres 2008, der absolute Shootingstar - und das weltweit. Gleich mit ihrer ersten Single Bleeding Love schoss die junge Britin von null auf eins der deutschen Charts. Auch in den USA und ihrer Heimat Großbritannien setzte sich der Song sofort an die Spitze der Verkaufshitlisten und brach dabei zahlreiche Rekorde. Mit ihrem Debütalbum Spirit gelang ihr der sensationelle Chart-Coup. Weltweit fand der Longplayer, der neben Bleeding Love auch die Hits Better In Time, Forgive Me und Run hervorbrachte, mehr als sechs Millionen Käufer. Neben drei Grammy- und vier Brit-Award Nominierungen wurde die Sängerin auch mit einem Bambi ausgezeichnet. In Deutschland erhielt Spirit Dreifach-Gold.