Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Generationswechsel, 9. Oktober 2009
Mit Überraschung habe ich die Reaktionen auf die 7. Folge der Bestseller-Serie um Jamie& Claire gelesen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, daher möchte ich einige positive Aspekte hervorheben; über den Inhalt wurde ja bereits ausführlich berichtet.
Zunächst möchte in anmerken, daß manche eher unrealistische Handlungselemente meinen Lesegenuß nicht gemindert haben. Natürlich ist die Vorstellung sehr unwahrscheinlich, daß die fiktiven Charaktere gleich mehreren historischen Figuren begegnen, genauso, daß sie sich auf dem riesigen amerikanischen Kontinent immer wieder finden. Mich hat das nicht gestört - bei einer Geschichte, die auf der Voraussetzung von Zeitreisen durch Megalithenkreise basiert, erwarte ich keinen Tatsachenbericht. Spätestens seit Claire in einem Band mit dem französischen König einen 10-minutes-stand hat, wundert mich rein gar nichts mehr, im Gegenteil gehören für mich die skurileren Ideen zum Reiz der Geschichte, ebenso wie die fortlaufende Umsetzung der Vorstellung, wie wohl Personen aus dem 20. Jahrhundert (vor allem eine Chirurgin) mit den Verhältnissen im 18. Jh.zurechtkommen würden - insbesondere mit dem Wissen der bevorstehenden unabwendbaren historischen Ereignisse.
Bemerkenswert ist auch der schriftstellerische Mut, eine enorm erfolgreiche Serie trotz zunehmenden Erwartunsdrucks und steigenden Flop-Risikos weiterzuführen; viele Autoren gehen da den bequemeren Weg und nutzen ihren Ruf für neue Projekte. Nicht so Mrs. Gabaldon. Sie läßt die Charaktere altern und zeigt, wie sie mit dem Älterwerden umgehen. Gut dramaturgisch in Szene gesetzt ist der aufgrund der langen erzählerisch abgedeckten Zeitspanne notwendige Generationenwechsel: die ersten der Elterngeneration sterben, die jüngeren Charaktere werden in den Vordergrund gerückt. Die Szenen um "Young" Ian Murray und auch um William, Lord Ellesmere, gehören zu den besten des ganzen Buchs und bringen Spannung und frischen Wind in die Handlung.
Gabaldon bleibt ihrem Erzählstil treu - die Geschichte umfaßt mehrere hundert Seiten, es wechseln eher bedächtige, detailreiche Passagen mit aktionsreichen Stellen, die sich aufs Ende hin zuspitzen. Vieles bleibt offen, ganz klar muß es einen achten Band geben.
Einige Wendungen zum Schluß hin sind wirklich überraschend; daß Claire Lord John heiratet, wurde ja schon von einem Rezensenten enthüllt. Auf Jamies Reaktion, der doch nicht umgekommen ist, darf man gespannt sein.
Fazit: Auf jeden Fall sollte man die vorausgegangenen Geschichten kennen. Wer den Erzählstil der Autorin und fantasievolle Geschichten mag, kommt auf jeden Fall auf seine Kosten.
|
|
|
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
naja, 29. September 2009
Nachdem ich auf die Fortsetzung der Highland-Saga lange gewartet habe, bin ich schon enttäuscht. Jede Menge einzelne Handlungsstränge, zwischend denen die Autorin in ziemlich kurzen Abständen hin- und herspringt. Alle möglichen Charaktere werden neu eingeführt, die eigentlich niemanden interessieren. Zum Anfang wird alles sehr, sehr langatmig ausgeführt - im Gegensatz dazu überschlagen sich zum Ende wieder die Ereignisse und zum Schluß bleibt der Leser mit jeder Menge angefangener Geschichten zurück. Obendrein ist das Ende dieses Buches (wenn man bei soviel angedeuteten offenen Geschichten überhaupt von einem Ende sprechen kann) ziemlich absurd konstruiert. SPOILER: Wer glaubt denn wirklich, daß Claire und John Grey miteinander ins Bett gehen? Wer glaubt denn wirklich, daß Jamie dauernd etwas Unvorhergesehenes und Furchtbares passiert? Hey, how many bad days can one guy have?!!!
Ich hatte die ersten 6 Bücher der Serie vor Erscheinen von An Echo In The Bone nochmals gelesen, was mir deren Inhalt in mancher Weise neu eröffnet hat. Aber diese Fortsetzung ist zäh, langatmig und wird der Ausgangsstory nicht gerecht.
Es scheint noch einen weiteren Fortsetzungsband zu dieser Serie zu geben und ich hoffe sehr, daß sich Ms. Gabaldon dann wieder auf das besinnt, was sie sehr gut kann, nämlich die bekannten Charaktere weiterzuführen und mit viel Humor spannende Geschichten zu erzählen. Manchmal will sie einfach zu viel, doch der Schuß ging dieses Mal gründlich nach hinten los.
|
|
|
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Eine Fortsetzung zu viel..., 29. September 2009
Manchmal ist es besser, rechtzeitig aufzuhören. Nicht, dass mich jemand falsch versteht, ich
liebe die Outlander-Serie und habe auch diesen Band verschlungen. Aber so ab Mitte des Buches
hatte ich das Gefühl, das einen auch beim Ansehen von Highlander n, Matrix n+1 oder Rocky
n+2 beschleicht: Alle guten Ideen sind verbraucht, also wird das bereits erzählte nochmal
aufgekocht, durchgerührt und kräftig gewürzt. Schmeckt leider nicht.
War es wirklich notwendig, das Klischee "Deine Eltern sind nicht die, die Du dafür hältst",
so oft anzuwenden? Ist das name-dropping real existierender historischer Persönlichkeiten
wirklich so wichtig? Musste die John-Grey-Reihe so tief eingewoben werden? Wie häufig wird
Jamie the Uberscot noch schwer verwundet werden? Ist die Menge der Zeitreisenden nicht
langsam mal groß genug oder sollen erst Warteschlangen vor den Steinkreisen eingerichtet
werden?
Irgendwann habe ich auch aufgehört zu zählen, wie viele "zufällige"
Begegnungen die Hauptfiguren miteinander hatten. Man erinnere sich daran, wie schwierig es
schon ist, eine Person in einem Kaufhaus wiederzufinden. Jetzt stelle man sich das ganze
verteilt auf die US-Ostküste von Carolina bis New York vor... Es hat so ein bisschen was von
Winnetou: "Ich hinterlasse Dir eine Nachricht am abgeknickten Zweig der einsamen Tanne in
Arizona."
Auf den letzten Seiten überschlugen sich die vorher recht ausgiebig und
zäh geschilderten Ereignisse, lassen aber (gefühlt) die Hälfte der angefangenen
Handlungsfäden offen -- und mich unbefriedigt.
Ich werde mir auch den nächsten Band kaufen, wenn er in ein paar Jahren erscheint, aber nur,
weil ich so neugierig bin, nicht weil ich spannende, in sich stimmige Lektüre erwarte.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|