Portugiesisch ist meine Muttersprache aber es gibt noch keine Übersetzung dieses Buches, deshalb habe ich es auf Deutsch gelesen. Ganz kurz möchte ich meine Meinung nach ausdrücken. (Verzeihen Sie mir, bitte, die Fehler und die falschen Formulierungen der Sätze).
Muss man schon vorher wissen, es handelt sich selbstverständlich nicht um ein Aktionsbuch. Obwohl, es als ein historischer Roman klassifiziert wird, ich würde sagen, es ist eher eine Reportage, die von dem Leser einen Richter macht, besonders wenn er (der Leser) ein wenig Vorkenntnis der Geschichte hat.
Unabhängig von der Handlung (oder von der Ägyptischen Geschichte), der Text bringt wunderschöne, philosophische tiefe Menschliche Passagen. Nach meiner Meinung, bevor man anfängt, das Buch zu kritisieren, daß die Charakter schwach oder blass sind, daß es keine Spannungsbögen gibt, daß diese Geschichte schon jeder kennt, sollte man auf den tiefen, teilweise geheimnisvollen Stoff achten, der sich dahinter steckt. Natürlich, wenn man in der Lage ist, auf diese Kleinigkeit zu achten. (Vielleicht bin ich auch ein Ketzer?)
Wenn man nur an die historischen Fakten interessiert ist und die Geschichte des Echnaton schon kennt, dann sollte man über einen anderen Pharao lesen.
Machfus stellt Nofretete als Tochter des Eje vor. Aber niemand weiss woher sie kommt. Wie der Britische Ägyptologe Nicholas Reeves sagt „Man wird keine zwei Ägyptologen finden, die sich über diese Epoche einig sind".
Deshalb ist es ist für mich klar, Nagib Machfus hatte nicht als Ziel, historischen Fakten zu liefern, sondern eine menschliche (und gleichzeitig göttliche) Botschaft. Leider sind nicht alle Menschen an diese Botschaft interessiert oder bereit, sie zu verstehen.
Falls jemand den Still des Schreibens nicht besonders mag, dann stelle ich die Frage, ob es nicht an der Übersetzung liegt.
Der Autor hat vielleicht den Nobel Preis bekommen, weil er ein Buch schrieb, das von einer Persönlichkeit erzählt, die die Liebe der Menschheit sprach.