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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eindringlich und bewegend, 31. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Für seine Nachwelt war er nur der Ketzer, und doch strahlt kaum ein Parao mehr Faszination aus als Amenophis IV. Als Echnaton hatte er mit seiner Frau Nofretete zur Abkehr von der altägyptischen Götterwelt und zum Glauben an den einen Gott aufgerufen, Gleichheit und Gewaltlosigkeit verkündet. Aber er hatte auch Andersgläubige unterdrückt, Tempel geschlossen und Besitz konfisziert. Um diese ambivalente historische Figur rankt der ägyptische Nobelpreiträger Nagib Machfus ein Geflecht von Geschichten: Freunde und Feinde, Anhänger und Gegner schildern wenige Jahre nach dem Tod Echnatons, wie sei Aufstieg und Fall dieses Pharao erlebten. Sie erzählten es dem jungen Historiker Mermium, der die Wahrheit in ihrer ganzen Vielfalt erfassen will. Die einzelnen Visionen ergeben ein vielschichtiges Bild und bieten Einblicke in eine geheimnisvolle Welt. Indem Machfus jeden seine Wahrheit erzählen lässt, macht er begreifbar, dass es die historische Wahrheit nicht gibt. Der Autor hat beim Blick in die Vergangenheit stets die Zukunft vor Augen. Thema des Romans ist das Scheitern von Utopien im Alltag. Anwendbar ist das auf den Kommunismus ebenso wie au den Islamismus oder die neuere Geschichte Ägyptens. Kein Wunder, denn der Roman entstand, nachdem der ägyptische Präsdent Sadat, der mit den Israelis einen Friedensvertrag unterzeichnete, von Fundamentalisten ermordet wurde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Eine Botschaft, 6. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Echnaton: Der in der Wahrheit lebt (Taschenbuch)
Portugiesisch ist meine Muttersprache aber es gibt noch keine Übersetzung dieses Buches, deshalb habe ich es auf Deutsch gelesen. Ganz kurz möchte ich meine Meinung nach ausdrücken. (Verzeihen Sie mir, bitte, die Fehler und die falschen Formulierungen der Sätze). Muss man schon vorher wissen, es handelt sich selbstverständlich nicht um ein Aktionsbuch. Obwohl, es als ein historischer Roman klassifiziert wird, ich würde sagen, es ist eher eine Reportage, die von dem Leser einen Richter macht, besonders wenn er (der Leser) ein wenig Vorkenntnis der Geschichte hat. Unabhängig von der Handlung (oder von der Ägyptischen Geschichte), der Text bringt wunderschöne, philosophische tiefe Menschliche Passagen. Nach meiner Meinung, bevor man anfängt, das Buch zu kritisieren, daß die Charakter schwach oder blass sind, daß es keine Spannungsbögen gibt, daß diese Geschichte schon jeder kennt, sollte man auf den tiefen, teilweise geheimnisvollen Stoff achten, der sich dahinter steckt. Natürlich, wenn man in der Lage ist, auf diese Kleinigkeit zu achten. (Vielleicht bin ich auch ein Ketzer?) Wenn man nur an die historischen Fakten interessiert ist und die Geschichte des Echnaton schon kennt, dann sollte man über einen anderen Pharao lesen. Machfus stellt Nofretete als Tochter des Eje vor. Aber niemand weiss woher sie kommt. Wie der Britische Ägyptologe Nicholas Reeves sagt „Man wird keine zwei Ägyptologen finden, die sich über diese Epoche einig sind". Deshalb ist es ist für mich klar, Nagib Machfus hatte nicht als Ziel, historischen Fakten zu liefern, sondern eine menschliche (und gleichzeitig göttliche) Botschaft. Leider sind nicht alle Menschen an diese Botschaft interessiert oder bereit, sie zu verstehen. Falls jemand den Still des Schreibens nicht besonders mag, dann stelle ich die Frage, ob es nicht an der Übersetzung liegt. Der Autor hat vielleicht den Nobel Preis bekommen, weil er ein Buch schrieb, das von einer Persönlichkeit erzählt, die die Liebe der Menschheit sprach.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Persönlich, menschlich, gefühlvoll, hinterfragend, 14. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Echnaton: Der in der Wahrheit lebt (Taschenbuch)
Ein sehr persönliches Buch, das die Eindrücke von 14 Zeitzeugen, zur Person Echnaton wiedergibt. Jede Person erzählt ihre ganz eigene Geschichte und erlebte "Wahrheit" in jener Zeit als Aton zum einzigen Gott auserkoren wurde. Man hat das Gefühl dabei gewesen zu sein. Sehr sensibilisiert geschrieben und erzählt. Obwohl manche Details nicht mit den damaligen Ereignissen übereinstimmen (was aber in den Anmerkungen am Schluss des Buches bei einigen Daten/Begriffen korrigiert wird) wird die Botschaft des Buches deswegen nicht beeinflusst. Nachdem man das Buch gelesen hat ist man der Persönlichkeit Echnaton und seinen Handlungen wieder ein Stück näher - nicht inform einer wissenschaftlichen Abhandlung sondern inform eines fiktiven Interviews mit den nächsten Mitmenschen Echnatons beruhend auf der Historie der Amarna-Zeit. Genauso wie es sein soll, widersprüchliche Eindrücke hat man nun gewonnen, und damit wiederum einsehen müssen, dass es kein konkretes, geschweige denn ein authentisches Profil des Sonnenkönigs Echnaton heutzutage gibt. Der Autor, der sich selbst als ein Abkömmling der pharaonischen Zivilisation nennt, ist tief eingedrungen in die Privatsphäre des Echnatons - den "Ketzterkönig". Allerdings ist das Buch für jene, die nur an Fakten interessiert sind, wirklich nicht zu empfehlen, denn die "Aufregung" derer wäre vorprogrammiert! Das Taschenbuch für alle anderen Amarna-und Echnaton-Interessierten absolut empfehlenswert.
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