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Ecce Homo: Wie man wird, was man ist
 
 
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Ecce Homo: Wie man wird, was man ist [Gebundene Ausgabe]

Friedrich Nietzsche
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 126 Seiten
  • Verlag: Anaconda (1. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866471807
  • ISBN-13: 978-3866471801
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 137.743 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Friedrich Nietzsche
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Warum ich so weise bin«, »Warum ich so klug bin«, »Warum ich so gute Bücher schreibe«: Schon früh hat Nietzsche begonnen, sein eigenes Leben und Denken zu reflektieren und mit autobiographischen Texten zu begleiten. Erst nach seinem Tod erschienen, aber noch vor der Umnachtung konzipiert und geschrieben wurde daraus sein letztes Werk und die wohl berühmteste autobiographische Schrift »Ecce homo«, die in chronologischer Folge die eigenen Werke von der »Geburt der Tragödie« bis zur »Götzen-Dämmerung« kommentiert.

Klappentext

"Ecce homo" ist ein Rückblick Nietzsches Leben. Kapitelüberschriften wie "Warum ich so weise bin ", "Warum ich so klug bin" und "Warum ich so gute Bücher schreibe", charakterisieren den euphorischen Tenor des Buches. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von David S.
Format:Taschenbuch
Das Wichtigste nun mal zu allererst: Irgendwie sind hier die Rezensionen ein wenig verwirrend. Hinter dieser ISBN steht meines Wissens nach ein Buch - kein Hörbuch. Ich habe auf jeden Fall ein gedrucktes Buch bekommen.
Inhalt des Bandes sind Nietzsches 'Ecce homo' ist, sowie ein Vorwort von Raoul Richter und ein Nachwort von Ralph-Rainer Wuthenow. Im Vorwort, welches quasi historisch ist, erfährt man einiges über die Entstehung der vorliegenden Textfassung, da der Ecce-homo-Text nicht druckfertig wurde, bevor Nietzsche seinen Zusammenbruch erlitt. Dies ist für den Erstleser insofern möglicherweise hilfreich, als dass er so einen Einblick in die Umstände der Entstehung des Werkes bekommt. Für Leser die tiefer in die Materie eingearbeitet sind können sich eventuell interessante zeitliche Zusammenhänge auftun und wer keinen Nerv für Vorwörter hat, verpasst auch nichts, wenn er es überspringt ...
Nietzsches Leben bestand aus ständiger Selbstbeobachtung und Beschreibung. Schon als Jugendlicher schrieb er autobiografische Texte. Kurz vor seiner geistigen Umnachtung versuchte sich Nietzsche hier noch einmal selbst zu erklären. Aber, hier ist vorsicht geboten: Der Autor nimmt hier durchaus keine Rücksicht auf historische Korrektheit. Nietzsche, der sagte man müsse an einer Seite Text wie ein Bildhauer arbeiten, arbeitet hier an seinem Leben wie ein Bildhauer um jeder relevanten Begebenheit das Pathos eines Kunstwerks zu verleihen und alles Makelhafte zu beseitigen beziehungsweise vergessen zu lassen. Beinahe witzig, aber eher aberwitzig lobt sich Nietzsche hier in höchsten Tönen (und damit meine ich 'höchste Töne' - er hebt sich mitunter auf eine Stufe mit den Göttern) und erklärt warum er sich so lobenswert findet. Anschließend betreibt er noch nachträgliche Korrekturen an seinen alten Schriften, in dem er deren Bedeutung und wichtigsten Inhalt quasi nochmal zusammenfasst. Das alles geschieht aber aus der aktuellen Perspektive, indem er die Inhalte schlicht umdeutet. Trotz aller inhaltlichen Absurdität schafft es Nietzsche durchaus, auf Grund seiner überlegenen Rhetorik, den Leser zu faszinieren und zu beeindrucken. Sein Stil ist unvergleichlich und begeisternd im wahrsten Sinne des Wortes. Besonders zu gefallen weiß das letzte Kapitel 'Ruhm und Ewigkeit', welches ganz großartig den 'euphorischen Tenor', welcher sich die ganze Zeit am Rande zur Lyrik befindet entgültig in Lyrik verwandelt. Nietzsche ist für mich eher Poet als Philosoph. Als esoterische Lebenshilfe eignet sich Ecce homo allerdings eher nicht. Nietzsches Beschreibungen, was gutes Klima ist und vor allem was gute Ernährung entbehren nicht einer gewissen Lächerlichkeit!
Das Nachwort dann bildet einen schroffen Bruch zum Ton des Primärtextes und wirkt befremdlich sachlich nach der Lektüre. Trotzdem war es für mich ein echtes Highlight, da Wuthenow weiß wovon er redet und quasi den Text seiner schönen stilistischen Maske entledigt und somit den kritisch einen Blick auf den Inhalt wirft. Ich möchte dem hier allerdings nicht vorgreifen.
Mit Fazit: Schöne Ausgabe mit gutem Nachwort. Allerdings eher für Nietzsche-Interessierte. Einsteiger sollten vielleicht an anderer Stelle in den faszinierenden Gedankenkosmos Nietzsches einsteigen.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin
Format:Gebundene Ausgabe
Dies ist meine erste Rezension, habt Nachsicht.
Ecce homo ist sicherlich kein einfaches Buch, es eignet sich nicht als Einstiegswerk, sondern höchstens als "Abschreckwerk", dieses Buch sollte nur gelesen werden, nachdem man andere Bücher Friedrich Nietzsches gelesen hat. Allgemein sollte man sich im klaren sein, das Nietzsche nur eine schlechte Bettlektüre bietet.
Ich gebe diesem Artikel fünf Sterne, weil ich das Buch für erfrischend anders halte, hier drückt endlich mal jemand aus, was er wirklich von sich und seiner Arbeit denkt!

Andere Rezensionen bemängeln die andauernde Selbstverteidigung oder Selbstrechtfertigung, meiner Meinung nach, erleuchtet das nur seine anderen Werke im Lichte seiner eigenen Gedanken über sie.
Und wie Nietzsche selbst sagt: "Auf tausend Brücken sollen sie sich drängen [..] und mit ihren Bildern und Gespenstern sollen sie noch gegeneinander den höchsten Kampf kämpfen!", zum Kampf gehört eben auch die Verteidigung, erfrischend lebt hier einer mal - zumindest teilweise - sein Credo.

Inhaltlich arbeitet Nietzsche seine Werke ab und versieht sie mit seinen biografischen Daten zur Zeit ihrer Entstehung und einigen erläuternden Kommentaren.

Zur Bewertung des Inhalts: Hier wird zum Bekehrten gepredigt, wer von Nietzsche auch sonst überzeugt ist, bekommt hier neues Futter, wer auch sonst eher ein Feind ist, wird hier nichts anderes finden. Nietzsche greift - wie immer - die Moral des Christentums an und predigt vom Übermenschen und seiner Verkörperung dieser neuen Gattung, insbesondere das Wort "Höhe" kommt sehr häufig vor.
Allgemein denke ich wird Nietzsche häufig missverstanden, er ist weder Antisemitisch, noch Nationalsozialistisch(hier im Werk findet man auch das eindeutige Zitat dafür!), aber er sieht das Böse oder zerstörerische als ein Teil dieser/unserer Welt und sein Hauptpunkt ist eben das bejaen - und am besten partizipieren in dieser Tatsache - der Realität als Ganzes und immer Wiederkehrendes.
Habe den Mut zum ewigen Leiden und hab sogar Spaß dran, das ist doch mal ein Imperativ.
Sein zweiter Punkt ist das Anprangern des Versteckens hinter Idealen(wie dem Christentum und den deutschen Idealisten) - ich sehe daran, etwas für die moderne Welt "umgedeutet" kein Problem, nur weil man sich von Idealen als Schutzwällen und Verklärungen lossagt und die Realität bejaht, ohne gleich langweiliger Empirist zu werden(und das sage ich als Physiker!), heißt das nicht, dass diese luftige Höhen des Willens zur Macht unbedingt als gnadenloses zerstören der Anderen gesehen werden muss. Sondern doch vielleicht eher als "Weltmission" (Nietzsche selbst beklagt die Vereitelung des Feldzugs Napoleons und der Einigung Europas) - gemeinsam als Menschheit, zur Erlangung größerer Macht, ungehindert von Sperrigen Idealen, die die Wissenschaft und den Forschritt behindern.

Zusätzlich haben mich die andauernden Seitenhiebe auf den Deutschen belustigt!

Als Abschluss würde ich sagen, Nietzsche ist nicht für Jedermann, aber ob Gegner, Anhänger oder Neugieriger, seine Hauptwerke offenbaren auf jedenfall eine Neue, nicht so häufig anzutreffende, vielleicht auch interessante, Weltansicht - die es belohnt, wenn man sie erforscht.
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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dichtung&Kritik TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Ich habe schon sehr viel von Nietzsche gelesen, liebe und verehre seinen Zarathustra und erfreue mich gerne immer wieder an seinen Aphorismen in "Menschliches, Allzumenschliches", auch die Dionysos-Dithyramben finde ich teilweise bezaubernd.
Dass ich diese Hinweise meiner Rezension voranstelle liegt daran, dass ich "Ecce Homo" kaum ertragen habe.
Dieses Buch wird oft als Nietzsches "Autobiographie" bezeichnet, deswegen hatte ich es schliesslich gekauft (und diese Ausgabe hier ist besonders schoen!).

Ecce Homo ist eine Abrechnung mit seiner Mutter und Schwester, mit Wagner und all den Menschen, die sein Leben begleitet haben.
Liest man eine Biographie ueber Nietzsche, dann erkennt man, dass die Veroeffentlichung von "Ecce Homo" in seine spaete Zeit faellt, in der schon alle Enttaeuschungen des Lebens ihn gepraegt hatten (der Bruch mit Wagner, den er so sehr verehrt hatte, in der gemeinsamen Liebe zu Schopenhauer und in der mystischen Musik, die gescheiterte Liebe zu Lou Salome, was auch seine Schwester mitzuverschulden hatte, auf die Nietzsche aber zeitlebens angewiesen war). Ein zerrissenes Leben hat Nietzsche hinter sich, als er dieses Dokument verfasst, ueberdies gepraegt von immer weiter zunehmenden Kopfschmerzen und Organkrankheiten.

Liest man den Ecce Homo als ein Dokument Nietzsches Enttaeuschung, vielleicht sogar im Rahmen einer Biographie, oder parallel zu einer Biographie ueber Nietzsche (und hier empfehle ich Fischer-Dieskaus herrliches Werk) dann wird Ecce Homo zu einem wertvollen historischen Dokument. Anders aber ist es nur eine bissige Abrechnung mit dem Leben und der Welt.
Insofern also, wenn man sein Bild vo Nietzsche vervollkommnen will, ein interessantes Dokument, sonst aber sehr negativ und keinesfalls eine allgemein nuetzliche oder allgemein lebenstaugliche philosophische Abhandlung.

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nietzsche weiß, als er dieses buch schreibt, daß der wahnsinn unmittelbar bevor steht. es ist geschrieben in seiner annahme, das letzte zu sein. Lesen Sie weiter...
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Am 8. August 2001 veröffentlicht
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