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Ecce Homo. Wie man wird. Was man ist
 
 
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Ecce Homo. Wie man wird. Was man ist [Broschiert]

Friedrich Nietzsche
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 1977 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 300 Seiten
  • Verlag: Insel, Frankfurt; Auflage: N.-A. (1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458319905
  • ISBN-13: 978-3458319900
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.085.980 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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THE fortunateness of my existence, its uniqueness perhaps, lies in its fatality: to express it in the form of a riddle, as my father I have already died, as my mother I still live and grow old. Lesen Sie die erste Seite
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In his autobiography "Ecce Homo" Friedrich Nietzsche recounts his life and works. Nietzsche probably felt the need for this work because he feared that he was "not understood" by his readers. History proved him right in his suspicion about us readers. The autobiography closes with the question "Have I been understood?-Dionysos against the Crucified...." "Ecce Homo" should not be read as an introduction to Nietzsche. I recommend this book for those who have read some of Nietzsche's works or at least an introductory text to Nietzsche's philosophy.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
"Ecce Homo, on eof the supreme masterpieces of German prose, is perhaps the strangest 'autobiography' ever written"

"In late 1888, only four weeks before his final collapse into madness, Nietzsche (1844-1900) set out to trace his development as a tragic philosopher. He examines the heroes he has identified with, struggled against, and then overcome - Schopenhauer, Wagner, Christ - he predicts the cataclysmic impact of his forthcoming revaluation of all values, and he gives final, definitive expression to his main beliefs. Throughout he employs the range of exuberant but unsettling styles descibed in Michael Tanner's Introduction, 'the high spirits, the manic self-celebrations, the parodistic orgies', which blend with a far more elegiac voice in a way 'that is uniquely moving, especially when one knows that total and permanent breakdown was imminent.'"

Isn't this what we are looking for when we go to read an autbiography? Isn't this the spirit that those who choose to write their autobiographies are interested in? Nietzsche was definitley ahead of his time in this genre of prose...take a look at Martha Stewart and Oprah....

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Seht, da ist der Mensch!" 4. November 2011
Von Mag Sarah Krampl TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Ecce Homo - Seht, da ist der Mensch!" (Joh 19,5 Diesen Spruch aus der Bibel (Pontius Pilatus sagt es, als er Jesus, der bereits die Dornenkrone trägt, an die Hohenpriester ausliefert) wählt Nietzsche für seine autobiographischen Überlegungen am Ende seiner schriftstellerischen Karriere.

In diesem Werk reflektiert Nietzsche über seine eigenen Werke und gibt zu jedem einzelnen Stück, das er geschrieben hat, seine Meinung ab. In "Wagner in Bayreuth" zum Beispiel, schreibt er über sich und seine Zukunft. "Schopenhauer als Erzieher" enthält das Innerste seiner selbst. In "Morgenröte" beginnt sein Feldzug gegen die Moral und die Erkenntnis der Umwertung aller Werte. Mit "Jenseits von gut und böse" übt Nietzsche Kritik an der Modernität (Kunst, Wissenschaft, Politik) und preist den vornehmen, Jasagenden Menschentypus. In "Genealogie der Moral" sinniert er über die Psychologie und das Gewissen des Christentum, wobei Nietzsche das Gewissen als Instinkt der Grausamkeit ansieht, das sich rückwärts wendet, nachdem es sich nicht mehr nach Außen entladen kann.

Zusammenfassende Einstellungen Nietzsches zur Welt und zum Menschen werden in diesem Werk präsentiert. Nietzsche betont noch einmal, dass er gegen jede Art von Mitleid ist, Mitleid zu haben ist für ihn negativ besetzt:

"Die Überwindung des Mitleids rechne ich unter den vornehmen Tugenden."

Betont wird auch seine positive Einstellung zur ewigen, dionysischen Lust am Werden, die ihn jedoch zu einem tragischen Philosophen werden lässt, denn er meint damit:

"...jene Lust, die auch noch die Lust am Vernichten in sich schließt."

Und natürlich reflektiert Nietzsche über sein Hauptwerk "Also sprach Zarathustra" und erklärt noch einmal, was er mit "ewige Wiederkunft" meint.

Betont werden muss, dass der Nationalismus für Nietzsche eine kulturwidrige Krankheit ist. Nietzsche verachtet die Deutschen mit ihrem Gedanken der Kleinstaaterei zutiefst. In diesem Buch nennt sich Nietzsche öfter selbst den frohen Botschafter, er behauptet der Einzige zu sein, der die Wahrheit kennt, der deshalb auch Hoffnung stiften kann. Er sagt von sich, er sei der erste Immoralist und stellt sich bewusst gegen scheinheilige Moralbekundungen durch die Priester, die er als "Parasiten" bezeichnet.

Alles in allem blickt Nietzsche in "Ecce Homo" auf seine eigenen Werke zurück und reflektiert über sich selbst.

Hier noch einige Sätze aus diesem Buch:

Nicht der Zweifel, die Gewissheit ist das, was wahnsinnig macht. Aber dazu muss man tief, Abgrund, Philosoph sein, um so zu fühlen ... Wir fürchten uns alle vor der Wahrheit.

Ich kenne keine andre Art, mit großen Aufgaben zu verkehren, als das Spiel: dies ist, als Anzeichen der Größe, eine wesentliche Voraussetzung. Der geringste Zwang, die düstre Miene, irgendein harter Ton im Halse sind alles Einwände gegen einen Menschen, um wie viel mehr gegen sein Werk!

Zuletzt kann niemand aus den Dingen, die Bücher eingerechnet, mehr heraushören, als er bereits weiß.

An einer anderen Stelle bestimmt er so streng als möglich, was für ihn allein "der Mensch" sein kann - kein Gegenstand der Liebe oder gar des Mitleidens - auch über den großen Ekel am Menschen ist Zarathustra Herr geworden: der Mensch ist ihm eine Unform, ein Stoff, ein hässlicher Stein, der des Bildners bedarf.

Und allen Ernstes, niemand wusste vor mir den rechten Weg, den Weg aufwärts: erst von mir an gibt es wieder Hoffnungen, Aufgaben, vorzuschreibende Wege der Kultur - ich bin deren froher Botschafter ... Eben damit bin ich auch ein Schicksal.

Weiß jemand außer mir einen Weg aus dieser Sackgasse? ...Eine Aufgabe, groß genug, die Völker wieder zu binden?

Der Begriff "Gott" erfunden als Gegensatzbegriff zum Leben - in ihm alles Schädliche, Vergiftende, Verleumderische, die ganze Todfeindschaft gegen das Leben in eine entsetzliche Einheit gebracht! Der Begriff "Jenseits", "wahre Welt" erfunden, um die einzige Welt zu entwerten, die es gibt - um kein Ziel, keine Vernunft, keine Aufgabe für unsre Erdenrealität übrigzubehalten! Der Begriff "Seele", "Geist", zuletzt gar noch "unsterbliche Seele", erfunden, um den Leib zu verachten, um ihn krank - "heilig" - zu machen, um allen Dingen, die Ernst im Leben verdienen, den Fragen von Nahrung, Wohnung, geistiger Diät, Krankenbehandlung, Reinlichkeit, Wetter, einen schauerlichen Leichtsinn entgegenzubringen! Statt der Gesundheit das "Heil der Seele" - will sagen eine folie circulaire zwischen Bußkrampf und Erlösungshysterie! Der Begriff "Sünde" erfunden samt dem zugehörigen Folterinstrument, dem Begriff "freier Wille", um die Instinkte zu verwirren, um das Misstrauen gegen die Instinkte zur zweiten Natur zu machen! [...] Endlich - es ist das Furchtbarste - im Begriff des guten Menschen die Partei alles Schwachen, Kranken, Missratenen, An-sich-selber-Leidenden genommen, alles dessen, was zugrunde gehen soll -, das Gesetz der Selektion gekreuzt, ein Ideal aus dem Widerspruch gegen den stolzen und wohlgeratenen, gegen den Jasagenden, gegen den Zukunftsgewissen, zukunftsverbürgenden Menschen gemacht - dieser heißt nunmehr der Böse ... und das alles wurde geglaubt als Moral! - Ecrasez l'infame!

Hat man mich verstanden? - Dionysios gegen den Gekreuzigten ...
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