Das besagte Buch ist ganz offensichtlich für Bildzeitungsleser gemacht. Man mag vielleicht über den laxen,nicht sel-ten fehlerhaften Text hinwegsehen, besonders dann, wenn man im Strandkorb sitzt. Aber der Anhang für physikalsch In-teressierte,ist eine Zumutung! Schon auf den Seiten 118, 119 und 120 gut 12 Fehler. Herr Glebe könnte sich rausre- den,sie seien beim Schreiben hereingekommen. Aber so einfach kommt der Autor nicht weg! Auf Seite 122 entspricht das unteren Bild nicht dem Text,nach ihm müßte der Mond links von der Erde stehem, was er aber eben nicht tut. Völ- lig wirr wird es auf Seite 124. Der Autor erklärt uns, daß die Differenz zwischen den Gravitationskräften größer Null sein muß, was korrekt ist. Aber bei ihm taucht dann auf einmal ein Minuszeichen auf! Und er versucht es noch mit Gerede zu erklären! Nein, dieser Autor hat keine Ahnung, was er da überhaupt macht. Den schlichten Vorzeichen- fehler in der 2.Zeile, wodurch das Minuszeichen auftauchte, findet er nicht!!! Dann will der gute Mann einen Aus- druck "vektoriell" ableiten! Mir ist die Vektoranalysis bestens vertraut, doch bleibt mir völlig rätselhaft, was er da macht. Mit der Ableitung einer Kraft nach einer Länge erhält er dimensionsmäßig eine sog. "Streckenlast", etwa mit der Dimension N/m. Er sieht das natürlich nicht und betrachtet den Ausdruck weiterhin als Kraft!! Noch ominöser wird es auf Seite 125: Dort heißt es "Die Projektion auf die horizontale Ebene (wirkungsvolle Komponente)ergibt sich durch Drehung des Koordinatensystems um einen Winkel (90 - x),wobei die Projektion auf die neue Achse mit dem Kosinus cos(90 - x)= sin x geht. wobei wir die gesuchte Abhängängkeit über ein Produkt von cosx.sinx haben. Ich habe diesen Satz nicht deuten können, denn Koordinatensysteme etc, führte "dieser Kenner" natürlich nicht ein. Dann kommt ein merkwürdier Ausdruck aus dem Nichts ins Spiel: dx/dt(cosx sinx) = cosx cosx - sinx cosx = 0 Niemand weiß was der zum ersten Mal auftauchende Buchstabe t bedeuten soll. Wenn er cosx sin x ableiten wollte, ist sein Ergeb- nis einmal mehr falsch!! Auf Seite 126 unten setzt dieser Könner Streckenlasten und Kräfte gleich,wobei er auch noch die Gravitationskonstanten vergessen hat. In meiner langjährigen Lehrtätigkeit im Fach Mechanik, habe ich nie einen so stümperhaften, ja falschen Bericht gedruckt gesehen. Fazit: Der Mann hat keine Ahnung von der Theorie,über die er berichtet. Wahrscheinlich hat es seinen Beitrag von irgendwelchen fränzösischen Artikeln abgeschrieben, aber eben nicht verstanden. Wer wirklich etwas über Ebbe und Flut wiseen will, muß andere Literatur zu Hilfe nehmen!