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Eat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien
 
 
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Eat Pray Love: Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien [Taschenbuch]

Elizabeth Gilbert , Maria Mill
3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (180 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Elizabeth Gilbert schreibt so offen und ehrlich, so schonungslos gegen sich selbst, sprachlich so gut und unterhaltend, dass man ihr gerne überallhin folgt." (WDR)

Kurzbeschreibung

Essen. Beten. Lieben. Das braucht der Mensch zum Glücklichsein. Aber die einfachsten Dinge sind die schwersten, das weiß auch Elizabeth. Mit Anfang 30 hat sie ihren Mann verlassen und steht nun vor einem Scherbenhaufen. Nach tränenreichen Nächten beschließt die New Yorkerin, eine lange Reise anzutreten: In Italien lernt sie die Kunst des Genießens kennen, in einem indischen Ashram alle Regeln der Meditation und in Bali trifft sie auf Felipe und erfährt durch ihn die Balance zwischen innerem und äußerem Glück.

Der Verlag über das Buch

Über die hohe Kunst, den Augenblick zu lieben.

Über den Autor

Elizabeth Gilbert hat bisher Kurzgeschichten und einen Roman veröffentlicht. Sie schreibt regelmäßig für GQ, Harper's Bazaar und The New York Times Magazine. Sie lebt in Philadelphia, Pennsylvania.

Auszug aus Eat Pray Love von Elizabeth Gilbert, Maria Mill. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Einleitung
Wenn man durch Indien reist - und vor allem, wenn man hei¬lige Stätten und Ashrams besucht -, sieht man eine Menge Leute mit Perlen um den Hals. Man sieht auch viele alte Fo¬tos von nackten, dünnen und einschüchternden (oder mit¬unter auch molligen, freundlichen und strahlenden) Yogis, die ebenfalls Perlenketten tragen. Diese Ketten heißen japa malas. In Indien benutzt man sie seit Jahrhunderten, weil sie frommen Hindus und Buddhisten helfen, sich bei der Meditation besser zu konzentrieren. Die Kette wird in der Hand gehalten und wandert in einer Kreisbewegung durch die Finger - für jede Wiederholung des Mantras wird eine Perle berührt. Als die Kreuzfahrer in ihre heiligen Kriege gen Orient zogen, sahen sie unterwegs immer wieder Gläubige, die mit diesen japa malas beteten, bewunderten die Technik und brachten die Idee als Rosenkranz mit nach Europa zu¬rück.
Die traditionelle japa mala besteht aus hundertacht Per¬len. In den esoterischeren unter den östlichen Philosophen¬zirkeln gilt die Zahl Hundertacht als äußerst glückverhei¬ßend, da sie ein dreistelliges Vielfaches der Zahl Drei darstellt und ihre Quersumme neun beträgt. Die Zahl Neun wiede¬rum ergibt sich aus der Addition dreier Dreien. Und natür¬lich ist Drei die Zahl, die für absolute Ausgeglichenheit steht, wie jeder, der jemals die heilige Dreifaltigkeit oder einen Bar¬hocker studiert hat, sofort erkennt. Und da dieses Buch von meiner persönlichen Suche nach innerem Gleichgewicht handelt, habe ich beschlossen, es wie eine japa mala zu struk¬turieren und in hundertacht Geschichten oder Perlen aufzu¬teilen. Diese Kette von hundertacht Geschichten ist in drei Abschnitte untergliedert: einen über Italien, einen über In¬dien und einen über Indonesien - jene drei Länder, die ich während meines Jahres der Selbsterforschung besucht habe. Diese Gliederung bewirkt, dass jeder Abschnitt sechsund¬dreißig Geschichten enthält, was mich wiederum persönlich anspricht, da ich all das in meinem sechsunddreißigsten Le¬bensjahr niederschreibe.
Doch ich will Sie nicht mit Zahlenmystik langweilen. Die Vorstellung, diese Geschichten der Struktur einer japa mala gemäß aufzureihen, gefällt mir auch deshalb so gut, weil sie so ..., nun ja, strukturiert ist. Die aufrichtige Wahrheitssuche ist kein wildes Gerangel, nicht einmal in unserem Zeitalter des wilden Rangelns. Als Suchende wie als Schriftstellerin finde ich es hilfreich, mich so weit wie möglich an die Perlen zu halten, um mich umso besser auf das konzentrieren zu können, was ich zu erreichen versuche.
Jede japa mala hat noch eine Extraperle - die hundert¬neunte -, die wie ein Anhänger an jenem ausbalancierten Rund von hundertacht Perlen herabbaumelt. Ich habe mir diese hundertneunte immer als eine Art Ersatzperle vorge¬stellt, wie der Extraknopf an einem teuren Hemd oder der jüngste Sohn einer Königsfamilie. Anscheinend aber dient sie einem noch höheren Zweck. Wenn nämlich unsere Fin¬ger beim Beten diese Perle erreichen, sollen wir unsere Ver¬senkung unterbrechen und unseren Lehrern danken. Also halte ich, noch ehe ich überhaupt anfange, bei meiner hun¬dertneunten Perle inne. Ich danke allen meinen Lehrern, die mir während meines Jahres der Selbsterforschung in so vie¬len eigenartigen Gestalten erschienen sind.
Ganz besonders aber danke ich meinem Guru, meiner Meisterin, die der Inbegriff des Mitgefühls ist und mir wäh¬rend meines Aufenthalts in Indien so großzügig erlaubte, in ihrem Ashram zu studieren. An dieser Stelle möchte ich auch klarstellen, dass ich über meine Erfahrungen in Indien von einem rein persönlichen Standpunkt aus berichte und weder als Theologin noch als irgendjemandes offizielle Sprecherin. Daher werde ich weder den Namen meiner Meisterin nen¬nen, noch den Namen oder Standort ihres Ashrams verra¬ten. Dadurch erspare ich dieser wunderbaren Einrichtung unnötige Publizität, mit der fertig zu werden sie überfordern würde. Als letzten Ausdruck meiner Dankbarkeit habe ich mich entschlossen, die Namen all der Suchenden - ob Inder oder Westler -, die mir in diesem indischen Ashram begeg¬neten, zu ändern. Dies geschieht aus Respekt vor der Tatsa¬che, dass sich die meisten Leute nicht auf eine spirituelle Pil¬gerfahrt begeben, um später als Figuren in einem Buch aufzutauchen. (Es sei denn natürlich, es handelt sich dabei um mich.) Nur eine Ausnahme habe ich mir gestattet. Ri¬chard aus Texas heißt tatsächlich Richard und kommt auch aus Texas. Ich nenne ihn bei seinem wirklichen Namen, weil er in Indien so wichtig für mich war.
Als ich Richard fragte, ob es ihm recht sei, wenn ich in meinem Buch erwähne, dass er einmal Junkie und Alkoho¬liker war, sagte er, das gehe völlig in Ordnung.
»Hab mir sowieso schon überlegt«, meinte er, »wie ich es den Leuten am besten sage.«
Aber zunächst - Italien ...
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