4 Jahre sind nach dem letzten Studioalbum von Manson vergangen. Mit dem neuen Werk "Eat Me, Drink Me" will der Schockrocker eine bestimmte Person verführen, deren Identität er aber nicht preis geben möchte. Außerdem gibt er zu, dass er mit dieser Platte auf den Punkt bringt, wo er sich gerade als Mensch befindet und vearbeitet auch die Trennung von Ex-Frau Dita von Teese, allerdings natürlich ohne sich öffentlich zur Schau zu stellen. Nun ja. Davon mag man halten was man möchte, gleiches gilt für die Schlagzeilen für die Manson immer wieder sorgt. Aber darüber brauche ich hier ja nicht zu schreiben. Die CD wurde von Manson wieder in Kooperation Tim Skold (Ex-KMFDM) produziert, geschrieben und eingespielt. Ich finde es etwas schade, dass man im Booklet und auf der Website so wenig Information über Tim Skold findet, der Manson ja nun schon einige Zeit am Bass, im Studio und beim Schreiben unterstützt.
"Eat Me, Drink Me" kommt in einem schicken Audio-DVD Case, das Booklet wartet mit einigen Bildern von der Kunstperson Marilyn Manson in schrägem Artwork auf. Leider kann man dunkelrote Schrift auf schwarzem Hintergrund nicht unbedingt so gut lesen und die Songtexte sind auch nicht der Reihe nach zu finden, aber das tut der Musik ja keinen Abbruch. Die Scheibe ist für mich keine große Überraschung, es steht Manson drauf und ist Manson drinnen. Die Musik lebt hauptsächlich von der charakteristischen Stimme, natürlich hätte sie für meinen Geschmack auch ruhig noch etwas mehr rocken können .Allerdings ist "Eat Me, Drink Me" für eine Manson-Platte schon ziemlich gitarrenlastig und weniger Industrialbeladen, als vielleicht von vielen anderen erwartet, aber dennoch durch die Effekte sehr elektronisch. Insofern ist es vielleicht für einige doch eine Überraschung und möglicherweise werden diese deswegen ja auch etwas enttäuscht sein, während andere vielleicht damit erst einen Zugang zur Musik von Mr. Manon finden. Mir gefällt jedenfalls gleich der erste Song "If I Was Your Vampire" - der recht langsam und ruhig beginnt und dann beim Refrain rockiger wird - total gut. Auch die anderen Songs sind ganz gut, mir hätten nur hier und da etwas weniger Soundeffekte gereicht, ich finde es manchmal dadurch an der Grenze zum Überladenen. Ich hätte außerdem auch auf den letzten Track, den zusätzlichen Mix der Single "Heart-Shaped Glass" verzichten können, für den man dem Song ein Discosound verpasste, den man sich auf Grund der nervenden Synths beim Refrain echt fast nicht anhören kann. Müssen solche als Bonus getarnte Lückenfüller denn wirklich sein?