Ein Koch in Taipeh hat drei Töchter. Alle arbeiten und träumen von ihrem Glück. Jede geht dabei ihrer eigenen Wege. Jeden Sonntag abend versammelt sich die Familie, um ein Festmahl einzunehmen, das der Vater - der niemals jemand anderen in seiner Küche kochen läßt - zubereitet. Daß er seinen Geschmackssinn verloren hat, ist dabei nicht zu verheimlichen.
Doch bei den Festessen wird jedem, der etwas sagen möchte, im wahrsten Sinne des Wortes der Mund gestopft. So weiß niemand, was ein anderes Familienmitglied bewegt.
Wer sich aus diesem beengenden Familienheim, aus dem Dunstkreis dieser Küche wegbewegen kann und wohin, das ist die Geschichte des Films.
Die Motive, die die Personen treiben, werden schon im Titel zusammengefaßt: Essen, Trinken, Mann, Frau. Die Verwicklungen der Geschichte entstehen langsam, und nur langsam werden sie aufgelöst. Einen strengen Spannungsbogen gibt es nicht; der Regisseur läßt die Personen und Ereignisse am Zuschauer vorüberziehen.
Jedes Bild hat eine Aussage: Wie eine Sammlung von Porträts und Stilleben sind die Szenen hintereinandergereiht.
Die Schauspieler werden dem hohen Anspruch gerecht: Sie vermitteln die verschiedenen Gefühlsregungen völlig überzeugend.
Der Film ist außerordentlich und sehenswert, nicht zuletzt wegen der darin gebotenen Speisen.