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Schokorentiere und Spekulatius liegen seit spätestens September in den Regalen. Ich hasse das. Gerade, weil ich Lebensmittel liebe und Feste nur dann gefeiert werden sollten, wenn es an der Zeit ist. Jetzt, mitten im Herbst, mitten im bunten Blätterwirbeln und Pilzesprießen, soll man sich zu allem Überdruss auch noch x-masmäßig beflocken lassen? Ach nö.
Naja, neugierig war ich dann doch, was da wohl im Päckchen ist ...
Also Autoradio an und los. Huch, da wurde mir doch gleich ganz lebkuchig ums Herzerl und ich kam mir vor wie sonst nur bei der Nachhausefahrt am letzen Arbeitstag vor Weihnachten! Wie im Schlitten von Santa - in Richtung schneevoller Wolken und ein bisschen befreit von allem Alltagsschmodder.
Ohrwurmige Klassiker, die mit dem netten, unverwüstlichen Plüschüberzug in der immergrünen Tradition von Sinatra, Como, Martin, Crosby, Boon bis hin zu Wham und Rea etc. pp. Dazu kaminlauschige Big Band Arrangements mit eingestreuten kleinen spritzigen Instrumentalsoli, von denen man für den funkelnden Lamettaglamour gern ein paar mehr in den Tannenbaum hätte hängen dürfen. Vanillekipfel, überpudert mit einem Hauch Nostalgie, der mich an Zeiten des Kallmann Chors oder der Rosy Singers aus dem kultigen Mittsechzigern erinnerte. Und die Rosine im fluffigen Gebäck - ganz klar: Tom, der swingende Easy-Zuckerbäcker wie immer höchst selbst und in gewohnt lässiger Manier.
Der Junge hat es halt im Stollenteig! Darauf eine Punsch! Wohl bekomm`s!