Das erste und bis heute vielleicht einzige "echte" Rockalbum von Chris de Burgh entstand 1980 in Kanada. De Burgh arbeitete erstmals mit seiner damaligen Liveband im Studio, und wahrscheinlich ist genau das der Grund für die Power, die von diesem Album ausgeht. Los geht's mit "The Traveller" - eine typische de Burgh-Geschichte mit einer eingängigen Melodie. Bis heute einer der besten CdeB-Songs überhaupt! Es folgt das zynische "The Record Company Bash", ein satirischer Blick ins Musikbusiness, bei dem sich einem die Nackenhaare aufstellen... Gift und Galle spuckt CdeB auch in dem grandiosen Song "Tourist Attraction", einem Highlight auf diesem Album. Nicht zu vergessen ist die schöne Geschichte "Wall of Silence", die im Mittelteil geradezu hardrockig explodiert, nur um am Ende wieder so leise und verhalten zu werden wie am Anfang. Balladen gibt's natürlich auch, wobei hier vor allem "Some Things Never Change" hervorzuheben ist. "Flying Home" ist einfach nur schön und wirkt friedlich und optimistisch. Der Titelsong mag textlich vielleicht hie und da etwas missverständlich sein (CdeB wollte hier garantiert keine antiarabischen Ressentiments bedienen!), erreicht aber sein Ziel, eine bedrohliche Stimmung hervorzurufen, und musikalisch ist diese Powernummer sowieso über jeden Zweifel erhaben - ein Meisterwerk! Schließlich sei noch "Sailor" erwähnt, das CdeB auf seiner 2002er-Tour in einer fantastischen Halb-Unplugged-Version darbot.
Wer also auf eingängige Songs, solide, gerne auch mal ein wenig gitarrenlastigere Arrangements und intelligente Texte steht, dem sei dieser etwas rockigere de Burgh empfohlen.