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Easter Parade [Taschenbuch]

Richard Yates , Anette Grube
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 304 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (1. Dezember 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442738741
  • ISBN-13: 978-3442738748
  • Originaltitel: The Easter Parade
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 32.525 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Richard Yates
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Keine der Grimes-Schwestern sollte im Leben glücklich werden. So beginnt Richard Yates seinen bereits 1976 erschienen Roman. Es folgen knapp 300 Seiten, auf denen dieses Unglück seziert wird. Sarah und Emily wachsen in den 30ern auf, leiden unter der Scheidung ihrer Eltern und führen später zwei gegensätzliche Leben: Sarah heiratet früh und zieht drei Kinder groß; Emily studiert, hat Affären, lässt sich treiben. Gut vier Jahrzehnte umfasst die Handlung, von Yates gekonnt auf eine Handvoll prägnanter Szenen verdichtet. Es ist diese elegante Erzählweise, die für das Buch spricht. Doch ob es um unglückliche Liebe, um einen prügelnden Ehemann oder unerfüllte Karriereträume geht - stets erzählt Yates so distanziert, dass man dem Schicksal der Schwestern wie dem zweier völlig Fremder folgt. Warum Yates gerade diese beiden aus der Vielzahl denkbarer Lebensentwürfe herausgegriffern hat, wird niemals deutlich. Was will uns das elegant geschriebene Buch sagen? Dass das Leben ein schweres ist? (arm) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

„Ein fesselnder, psychologisch raffinierter Roman um Frauen und Männer und das Zerbrechen aneinander.“ (Elke Heidenreich in Lesen! )

„Einer der wichtigsten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

„Ein geradezu unheimlich aktuelles Buch – und ein berückend schönes, tief trauriges dazu, das nun endlich, endlich die Leser finden sollte, die es verdient.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
In Schönheit gescheitert 28. Dezember 2007
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
"Ich verstehe..." sagt Emily zu den häufig wechselnden Männern in ihrem Leben, obwohl die promiskuitiv lebende, freiheitsliebende Intellektuelle oft nicht versteht. Erst auf der letzten Seite des schnörkellosen Buches über zwei Schwestern mit gegensätzlichen Lebensentwürfen gesteht sie ihrem Neffen: "Ja, ich bin müde...Und weißt du, was komisch ist? Ich bin fast fünfzig Jahre alt, und ich habe noch nie im Leben irgend etwas verstanden."

Emily und Sarah wachsen in wechselnden, stets schäbigen Wohnungen in und um das New York der 1930er und -40er Jahre auf. Ihre Eltern sind geschieden und finden im Alkohol Trost. Die flatterhafte Mutter hat sich, selbstüberschätzend, vom Vater der Mädchen getrennt, in der vagen Hoffnung, mehr aus ihrem Leben machen zu können. Ziellos, ohne auf die Bedürfnisse der Mädchen Rücksicht zu nehmen, verplempert sie ihr Leben in kleinen Jobs. Der geliebte Vater bleibt eine schmerzlich vermisste Randfigur im Leben der Töchter. Nachhaltig in Erinnerung bleibt ihnen ein Besuch in der Redaktion "seiner" Zeitung, wo er als erfolgloser Journalist in untergeordneter Stellung arbeitet. Whisky und Zigaretten werden ihm zum Verhängnis, noch ehe seine Kinder richtig erwachsen sind. Den inneren Zusammenhalt einer funktionierenden Familie haben sie nie erlebt, was sich in Verbindung mit ihren Charakteren auf ihr gesamtes Leben auswirken wird.

Sarah entwickelt sich zu einer früh erblühten Schönheit mit sonnigem Gemüt und heirat, kaum erwachsen, den charmanten Spross einer Familie, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Drei Söhne binden sie ans Haus und in eine Ehe, die neben steter Geldnot noch andere, gravierende Widrigkeiten mit sich bringt. Wie die Eltern findet sie Trost im exzessiven Alkohol- und Zigarettenkonsum. Ihre Schönheit verliert sie früh und stirbt noch vor ihrer Mutter; beide vom Leben schon lange vorher besiegt.

Emily versucht den Trost dieses fatalen Gespanns nur maßvoll in Anspruch zu nehmen, was oft gelingt, manchmal auch nicht. Ihre bevorzugte Droge sind Männer, meist die Falschen, und wenn sie richtig sind, fühlen sie sich trotzdem falsch an. Ihre Attraktivität speist sich zuallererst aus ihrem scharfen, freiheitsliebenden Intellekt, der eine Reihe von schwierigen Männern anzieht, denen sie sich für eine gewisse Zeit anpasst und dabei irritierenden Langmut beweist. Diese Männer lassen sich weder von Frauen noch von mangelnder Begabung dauerhaft irritieren. Sie gehen in erster Linie ihrer eigenen Passion nach und haben ein Selbstbewusstsein, von dem ihre Partnerin weit entfernt ist. Als einstiger Barnard-Stipendiatin mit gutem Hochschulabschluss scheint Emily die Welt lange Zeit offen zu stehen. Aber halbherzige Ansätze ernsthaft zu schreiben führen zu nichts und ihre Jobs bleiben durchschnittliche. Ihre Berufung findet sie nicht. Mit beginnendem Alter fangen die Fenster an, sich für sie zu schließen.

Besonders unter amerikanischen Autoren finden sich viele genaue Chronisten menschlicher Einsamkeit. Der nun auch in Europa zu Ehren kommende, 1992 verstorbene Richard Yates gehört zu diesen. Wie bei allen herausragenden Schriftsteller ist seine Sprache schnörkellos, unaufdringlich und frei von überzogenen Wendungen. Die traurige, alltägliche Geschichte der Grimes-Schwestern, die Yates in zärtlicher Grausamkeit entwirft, hält den Leser in einem Bann, der schwer abzuschütteln ist. Es ist so, als hätte er über das menschliche Gewusel im Bannkreis des Big Apples ein Brennglas gehalten und die beiden Schwestern darin zuerst fokussiert und dann verglühen lassen. Obwohl Emilys Ende offen bleibt, mag man an ein Happy End für sie nicht glauben. Trotz der hoffnungslosen Geschichte, die suggeriert, dass jeder Lebensentwurf zum Scheitern verurteilt ist, wenn die Liebe zu sich selbst nicht genügend entwickelt ist, ist "Easter Parade" eine glänzend unterhaltende, was nur mit der Magie guter Bücher erklärt werden kann.

Helga Kurz
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Fünfzehn Jahre nach Richard Yates Tod und mehr als dreißig Jahre, nach dem "Easter Parade" in Amerika veröffentlicht wurde, liegt nun die deutsche Übersetzung vor.

Richard Yates prägte eine ganze Generation von amerikanischen Autoren, hierzulande harrt er aber noch der Entdeckung durch eine breitere Leserschaft, die ihm wirklich zu gönnen wäre.

"Easter Parade" ist ein ungewöhnlich einfühlsames Buch über drei Frauen, die stärker miteinander verknüpft sind, als sie es sich eingestehen wollen.

Pookie ist alleinerziehend und zieht ihre beiden Töchter Emily und Sarah im New York der Dreißiger Jahre auf. Hungrig nach Leben, sucht sie dauernd nach dem "besonderen Flair", wechselt rastlos Arbeitsstellen, Wohnungen und anfangs auch Beziehungen. Mehr und mehr flüchtet sie in den Alkohol und projeziert alle ihre Träume auf ihre beiden Mädchen, die ganz unterschiedliche Wege gehen: Während Sarah früh heiratet, drei Kinder bekommt und das - scheinbar - perfekte Leben einer Frau auf dem Land führt, erringt Emily ein Stipendium, studiert und macht Karriere. Sie ist begehrt und klug und spürt doch immer wieder ihre bleierne Einsamkeit.

Ohne es voneinander zu ahnen, sehnen beide Schwestern jeweils das Leben der Anderen herbei. Doch während Sarahs Ehe mehr und mehr einem Gefängnis gleicht und Emilys Druck, sich und anderen etwas beweisen zu müssen, immer unerträglicher wird, müssen beide Frauen feststellen, dass sie ihren Prägungen nicht entkommen...

"Easter Parade" ist ein sehr atmosphärisches, trauriges, schönes Buch. Eindringlich und doch mit leisen Tönen hat sich Richard Yates der Auslotung der menschlichen Seele verschrieben und es ist ihm sehr gelungen, da er mit sehr viel Empathie und doch wohltuend unspektakulär zum Anwalt seiner Figuren wurde! Ein Buch über Lebenslügen, denen man sich früher oder später stellen muss, wenn man mit seiner Biographie ins Reine kommen will! Entdeckenswert!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr bewegend... 7. Juli 2007
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
... ist dieses großartige Buch, in dem es um viel mehr geht als nur um das Leben zweier Schwestern.

Eigentlich mag ich keine Bücher, in denen gleich zu Beginn verkündet wird, daß die beiden Hauptpersonen unglücklich werden. Aber Richard Yates schaffte es, daß ich Seite um Seite las und Anteil nahm an den Schicksalen von Sarah und Emily, die auf verschiedenen Wegen aus ihrer unglücklichen Familie zu entkommen suchen, und denen es doch beiden am Ende nicht gelingt.

Yates schreibt großartig - sein Buch ist etwas für den Leserausch - und er reißt wesentliche menschliche Probleme an: Eines davon ist die verheerende Wirkung von Alkoholismus im Elternhaus. Beide Kinder aus der zerrütteten von Alkohol durchtränkten Ehe lernen nicht, wie echte Liebe aussieht und daß sie in der Not ein Recht auf Zuspruch und Loyalität von ihren Partnern haben. Ein anderes Problem beschreibt einen Schriftsteller mit Schreibhemmung. Wieder ein anderes die Unfähigkeit einer Frau, zu erkennen, wann sie ihrer Schwester konkret helfen muß, indem sie sofort handelt.

Yates hat seine Romanfiguren so bunt und lebendig gestaltet und sie psychologisch so stimmig ausgearbeitet, daß das Buch sehr dicht ist und tiefe innere Wahrheit hat. Und das alles voller Mitgefühl und ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Man kommt als Leser selbst zu Erkenntnis, während man gespannt die Handlung verfolgt.

Der Roman wirkt lange nach und es hat über ihn in meinem Freundeskreis interessanten Gesprächsstoff geboten.
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Hat die guten Kritiken nicht verdient...
...leider kann ich diesem Buch nur eine schlechte Bewertung geben. Es ist nicht besonders spannend geschrieben und erzählt einfach die Geschichte von zwei Schwestern. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2009 von MM
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Veröffentlicht am 3. Mai 2009 von ludwigwitzani
Yates, Easter Parade
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Veröffentlicht am 24. April 2009 von Claus Hinrichsen
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