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Eastend: Roman
 
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Eastend: Roman [Taschenbuch]

Ernst Augustin
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 336 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423136537
  • ISBN-13: 978-3423136532
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 208.438 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ernst Augustin
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Die Psychoanalyse hat Karl Kraus einmal geätzt, sei selbst die Krankheit, die sie zu heilen vorgebe. Für Ernst Augustins Roman ›Eastend‹, eine hinreißende Satire auf die Psychoszene, wäre Kraus’ Bemerkung eine treffliches Motto gewesen. Ein Schriftsteller wird von seiner Frau überredet, an einer Gruppentherapie teilzunehmen, wo er Erfahrungen machen muss, die ihn an den Rand des Selbstmords treiben, bis er nach einem Umweg durch ein Londoner Asyl für psychisch Gefährdete selber – genau: Psychotherapeut wird. Irre komisch!«
Klaus Modick, Oldenburger Kirchenzeitung 22.09.2008

»›Eastend‹ ist die Jagd eines Schriftstellers und eines Mannes nach Glück und Erfolg. Eine meisterhafte Verführungslektüre, ein magisches Buch, voller kleiner erzählerisches Wunderwerke und Überraschungen und gespickt mit großartigem Humor, von einem Schriftsteller, den es unbedingt (wieder neu) zu entdecken gilt.«
sandammeer.at 03.06.2008

»Ein sprachlich präziser, witziger und bewegender Roman, der Flucht und Erkenntnis, Trivialität und Leidenschaft, Poesie und Satire auf gekonnte Weise miteinander verknüpft.«
liesmalwieder.de 07.04.2008

»Wie da, im ersten Teil seines Romans, Augustin ganz lakonisch, protokollarisch, hinter der Sanftmut und Gelassenheit solcher Séancen ihre Dämonie zum Vorschein bringt, wie er die Vergütigungsgesten als Brachialgewalt enttarnt, das verrät nicht nur den Artisten, sondern auch den Psychiater, der Augustins anderer Beruf ist.«
Die Zeit 29.12.2005

»Die Satire über die deutsche Psychoszene wandelt sich in einen fröhlichen Reisebericht über das Swinging London, das in vielen bunten Facetten beschrieben wird.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.12.2005

»Augustin erzählt von diesem Mann und dieser Liebe in einer fantastischen, ausgefeilten, immerzu richtungswechselnden Geschichte, die gleichzeitig anrührend, weise und witzig ist. Mit vielen Sprüngen, Einfällen und Verblüfftheiten spielt er, springt in den Sätzen ständig zwischen Innen- und Außenwelt, ironisiert die Unsinnigkeiten der Therapieszene ... und ist liebevoll, psychologisch stimmig und realistisch zugleich. So eine wirklichkeitsnahe und einfallsreiche Beschreibung von London hat man selten gelesen, und so eine präzise Beschreibung von menschlichen Verhaltensweisen, Irrtümern, Wandlungen und innerer Standhaftigkeit auch.«
literaturkritik.de 11.11. 05

Kurzbeschreibung

Begonnen hatte alles ganz harmlos in München, wo sich der Schriftsteller Almund Grau von seiner Frau Kerrie dazu überreden lässt, mit ihr "in die Gruppe" zu gehen, nicht ahnend, dass solche Gruppenerfahrungen bisweilen Ausmaße griechischer Tragödien annehmen: Kerrie läuft ihm davon, und er flüchtet sich nach einem gescheiterten Selbstmordversuch verzweifelt nach London, um sich wiederzufinden und um Unabhängigkeit zu erlangen. Bald schon genießt er das bunte Leben im multikulturellen Eastend und quartiert sich versehentlich in einem Asyl für psychisch Gefährdete ein, wo er sich allerdings unglaublich wohl fühlt. Durch Zufall, weil er nämlich einen Häusermakler aus dessen unfreiwilligem Gefängnis, einem mannshohen, defekten Kühlschrank, befreit, kommt er zu einem stolzen Grundbesitz, erlangt neues Selbstbewußtsein, wird auf Umwegen selbst Psychotherapeut und kehrt als solcher in die Münchner Gruppe und zu seiner Frau zurück. Ein sprachlich präziser, witziger und bewegender Roman, der Flucht und Erkenntnis, Trivialität und Leidenschaft, Poesie und Satire auf gekonnte Weise miteinander verknüpft.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von MaMü
Format:Gebundene Ausgabe
Hamburg, so um die 1992. U-Bahn, früher Abend, voll. Ich lese meiner Begleiterin vor aus Eastend. Nach einer Minute: Stille um uns herum - man hört zu. Nach zwei Minuten: schallendes Gelächter!

Worum es geht? Kurz gesagt, es geht um Identität, es geht um seinen-Weg-finden, es geht um die Liebe, die sich über das Leben hinaus in jedes mögliche Leben hinaus rettet.

Man nennt das, was uns in Eastend von Almund Grau berichtet wird, wohl einen Entwicklungsroman. Ein mäßiger deutscher Schriftsteller mit einer großen Liebe beschließt - was beschließt man wohl in den 80gern, wenn man auf Identitätssuche ist? - mit seiner Liebe eine Selbsterfahrungsgruppe aufzusuchen.

Dies endet, wie es enden muss: Liebe perdu. Aber wie das erzählt wird, das bringt jeden U-Bahn-Wagen zum Lachen! Wohlgemerkt, der Autor Ernst Augustin selber ist Psychiater und Therapeut. Hier wird nichts in rumpliger Manier verballhornt, hier wird die manchmal gnadenlose Gruppenmechanik laienhaft geführter Psychozirkel seziert.

Es folgt ein absurder Selbstmordversuch und die Emmigration nach London. Hier mutiert unser kläglicher Held zu Almond Grey, seines Zeichens - na, was wird man nach so einem Selbsterfahrensdebakel? - erfolgreicher und unkonventioneller Therapeut.

Was er aber stets & ständig sucht, das ist seine Liebe. Wird er sie finden? Auf dieser Suche spielen eine wesentliche Rolle zwei Hühner, die sich, kopfunter an Stangen festgebunden, auf dem Weg zum Markt nach Antiochia begegnen. Können Hühner helfen? Findet es heraus.

Wer über 20 Seiten lauthals lachen möchte, der lese Eastend. Wer verliebt ist, der lese es der/dem Liebsten vor. Ein schöneres Buch über die Liebe hat es für mich seitdem nicht gegeben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heike Geilen HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
- Ein Blick durch psychotherapeutische Gesteinsmassen Ende der siebziger Jahre-

Neun Romane hat Ernst Augustin bereits publiziert, aber trotzdem ist er in der deutschen Literaturszene wohl eher der große Unbekannte. "Eastend" bietet Gelegenheit, diesen großartigen Autor zu entdecken und dabei auf exzellente Literatur zu stoßen: ein kleines literarisches Meisterwerk, geschrieben mit einem Hauch intellektueller Grazie.

Auf den Inhalt werde ich nicht noch einmal eingehen, da er im Wesentlichen in der Amazon-Kurzbeschreibung wiedergegeben ist. Erzählt wird die "Persönlichkeitswandlung" des mittelmäßigen Schriftstellers Almund Grau aus München in den angesehenen, einflussreichen und wohlhabenden Psychotherapeuten Almond Gray aus London Ende der siebziger Jahre. Auslöser ist eine Gruppentherapie, in die ihn seine Frau "mitschleift".

Fürwahr, Gruppentherapie war das neue Zauberwort. Sogenannte Selbsthilfetempel sprangen wie Geysire aus dem Boden. Die wilden 68er waren vorbei, das gebildete Bürgertum hatte sich in seiner Selbstzufriedenheit arrangiert und partizipierte am wirtschaftlichen Aufschwung. Doch irgendetwas fehlte. Vielleicht eine Art Selbstverpflichtung, sich in einer Gruppe Gleichgesinnter von den Prägungen einer bürgerlichen Erziehung und deren repressiver Moral zu befreien, Selbsterfahrungen zu sammeln, lange Verschüttetes zutage zu fördern, gesellschaftliche Zwänge oder sexuelle Hemmungen aufzulösen. "Such dir einen guten Therapeuten, und die Ehe wird wieder funktionieren. Geh zu einer Gruppentherapie, und jeder wird sich mitteilen und dann den anderen in Tränen umarmen.", so das damalige Motto, welches Ernst Augustin in seinem Buch kritisch betrachtet und auf Grund seines beruflichen Vorlebens (er war Neurologe und Psychiater) als exzellenter Kenner hervorragend parodiert.

Wie Ernst Augustin mit großartiger Situationskomik die Rituale der Psychogruppe als hohles Imponier- und Balzgehabe darstellt und die Gruppensitzungen beschreibt, ist einzigartig. Er karikiert den Therapiejargon und entlarvt die Mitglieder als eitle Selbstdarsteller. Augustin ist ein exzellenter Beobachter und zeichnet großartige Menschenstudien.
Ebenso faszinierend, ungeheuer facettenreich und atmosphärisch dicht, manchmal surreal anmutend, sind seine Beschreibungen des multikulturellen Londoner Großstadtlebens jenseits der Geschäftsviertel, ein London, das heutzutage längst nicht mehr existiert - fantastischer Realismus pur.
Von bezaubernder, gleichwohl kostbarer Einfachheit ist die literarische Darstellung des Liebeslebens des Ehepaares Almund und Kerrie.

Bei Augustin sitzt einfach jeder Strich, egal aus welcher Bewusstseinssphäre oder imaginären Welt er gerade berichtet. Innenwelt und Außenwelt, Bewusstsein und Unbewusstes stehen in einem prekären Verhältnis zueinander.

Nach dem ausgesprochenen Lektüregenuss des Buches fragt man sich, warum Augustin im Unterschied zu seinen Generationsgenossen Grass und Walser (alle wurden 1927 geboren) der große Erfolg bisher verwehrt blieb. "Eastend" - und darf man dem Feuilleton glauben, auch all seine anderen acht Werke - hat alles, was einen guten Roman auszeichnet: er ist unterhaltend und humorvoll, gleichzeitig "formal anspruchsvoll, psychologisch komplex und postmodern schillernd - eine Parabel über die Absurdität des Daseins und die grotesken Momente des menschlichen Miteinanders", wie im Deutschlandradio zu hören war, dem ich mich uneingeschränkt anschließen kann.

Fazit:
"Eastend" ist die Jagd eines Schriftstellers und eines Mannes nach Glück und Erfolg.
Eine meisterhafte Verführungslektüre, ein magisches Buch, voller kleiner erzählerischer Wunderwerke und Überraschungen und gespickt mit großartigem Humor, von einem Schriftsteller, den es unbedingt (wieder neu) zu entdecken gilt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Timoh
Format:Taschenbuch
Tja, meine Vorredner fanden das Buch ja sehr lustig. Ich fand es aber teilweise extremst langatmig und die Stellen, die lustig sein sollen, haben mich nicht wirklich zum lachen gebracht. Das ist vielleicht der Humor der 80er, aber heutzutage wirkt das alles leicht anachronistisch. Der Autor macht sich halt über diese Psychogruppen, die in den späten 70ern / frühen 80ern so hip waren lustig. Aber eigentlich sollte man da eher weinen. Und weil man nicht ein ganzes Buch mit Lästern über unprofessionell geführte "Ich fühle mich wophl"-Psychogruppen füllen kann, gibt es noch einen Selbstmordversuch sowie einen großen Abschnutt, der in London spielt. Aber der wirkt etwas unausgereift, kaum flüssig zu lesen und man fragt sich immer: Warum passiert dies, warum das. Viel Futter für Interpretationen - "genial" ist das aber nie!!
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