Das einflussreiche Musikmagazin intro hat damals "Best of Jill Hives" den "perfekten Popsong" genannt. Vielleicht stimmt das. Eine Bassfigur grundiert den gesamten Track, in dem das akustisch verwehte Getalke aus dem Fernseher von Pollard falsch verstanden und das in Verse umgemodelt wurde. Wenn man das nicht weiß - es handelt sich um einen reinen Nonsens-Text - hat man vielfältige Assoziationen, um was es darin gehen könnte. Auch das ist die Pollardsche Lyrik-Kunst: Er kann den reinsten Unsinn singen, und es klingt auf überhaupt nicht lächerliche Weise oft recht bedeutsam. Gott sei Dank singt er nie "bedeutsam". Ein mitreissender, rockigerer Song ist "Useful Inventions" - hätte Singlepotenzial, absolut. Das Thema hier sind die fragwürdigen Innovationen, die uns die Werbewelt mit ihren großen NEU-Aufklebern aufschwatzen will. Mein Lieblings-Track jedoch ist "My Son, My Secretary and My Country", der mit einem 40-sekündigen Intro eines Blechbläser-Schülerorchesters beginnt (tolle Idee), um dann in einen fast mittelalterlich anmutenden Minnesang umzuschwenken - das Ende dann ein kollektives "Rrrrrraaah". Auch hier sind die Lyrics nichts weiter als höherer Unsinn. Natürlich gibt es auf dem Album auch zwei bis drei nicht ganz so gelungene Lieder. Trotzdem ist es das Beste ihrer letzten Alben, ganz sicher.