... haben sich Midnight Oil mit Earth and Sun and Moon.
Dieses Album wurde zu Unrecht von manchem Kritiker und Kunden verkannt .... allerdings deuten solche Umstände oft auf ganz besonders gelungene Werke hin. So auch hier.
Die Vorgänger waren sehr erfolgreich und besonders Blue Sky Mining auch sehr sehr eingängig, relativ kantenlos.
Auf dieser Platte haben Moginie und Co. viele neue und verschiedene Ideen verarbeitet. Die Songs sind stark beladen, mit vielen Spuren, vielen kleinen Klangspielereien die sich einem ganz sicher nicht beim ersten Hören alle erschließen. Vorherige Platten erscheinen dagegen beinahe spartanisch instrumentiert (aber auch nur im Vergleich hierzu). Die Songs fühlen sich viel "wärmer" an, Basser Bones Hillman durfte sich mit seinem Instrument stärker entfalten als zuvor, was ganz sicher zur besonderen Stimmung der Platte beigetragen hat.
Es mag seltsam klingen, aber hier klingt einfach alles "natürlich". Die Augen schließen und "das Land" fühlen.
Dieses Werk bewegt sich auf einem konstant hohen Level, Abnutzungserscheinungen zeigen sich keine. Gerade weil man in den Songs immer wieder Neues entdecken kann. Zum damaligen Zeitpunkt das absolut beste Album von Midnight Oil. Der richtige Schritt nach den beiden pop-kompatibleren Alben zuvor, wieder weiter weg vom Mainstream (auf dem die Band gewiss nie gewandelt ist), hin zu neuen musikalischen Höhen. Wieder rockiger und "tiefer".
"My Country" ist ein Song mit "Hit-Potential", "Bushfire" ein Song der sehr stark von Peter Garretts ausdrucksstarker Stimme getragen wird. "Now or Never Land" folgt dem Motto - Das Beste zuletzt - ein wunderbarer Ausklang.
Meisterwerk, Geniestreich!