Liebe Leute, glaubt ja nicht, dass Mike Oldfield selbst auch gefallen hat, was er da tun musste! Virgin Records machte Druck auf ihn, dass er kommerziellere Musik produziert, und dass kann ja nicht gut enden, wenn man bedenkt, dass Mike stets "zu seiner eigenen Zufriedenheit" (Zitat 1983) zu seinen Pop-Songs lange Instrumentals dazu gepackt hat. Es ist und bleibt halt Mike's groesstes Talent, und das weiss er selbst auch! Und dann kommt dann ein Album wie "Earth Moving" heraus.
Sicherlich ist der Hit "Innocent" einer der besseren Songs, der Titeltrack kann vor allem im Disco-Remix punkten (nur auf der 7"-Single), ist aber auch als Albumversion ganz okay. Die restlichen Songs bewegen sich wage im Mittelfeld, Totalausfälle sind nur wenige vorhanden. Viele Synthesizer, Keyboards und seichte Melodien bestimmen das Klangbild, was aber bei den besseren Songs überraschend gut rüberkommt und so zwar Oldfield-untypische, aber gute Pop-Songs entstehen.
Die meisten Songs sind zwar sehr durchwachsen, aber die qualitativ besseren Songs wie "Innocent" oder "Earth Moving" heben den Gesamteindruck doch etwas an.
Übr.: Für mich ist das "schlechteste" Werk von Mike -wenn es sowas überhaupt gibt- der vierte Aufguss der Tubular Bells-Reihe: "The Millennium Bell".