Die CD ist purer Jazz, in der Lingua Franca des Bebop/Hardbop. Akustische Instrumente allerorten, hochprofessionell gespielt von Roy Hargrove und seiner Working Group. Es kann von Vorteil sein, wenn man mit der Gruppe, mit der man jeden Abend auf der Bühne steht, ins Studio geht, und hier ist es auf jeden Fall gelungen. 7 Originale von Roy Hargrove, was von Cedar Walton, was von Sam Cooke (das gospel-artige "Bring It On Home To Me", als einziges live), immer interessant und immer ideenreich. Es dominieren mid-tempo Stücke, mit Blue-Note-artigem Groove, unterbrochen von ein paar Balladen, namentlich "Joy Is Sorrow Unmasked", "The Divine", nicht zu vergessen "Speak Low", so und nicht anders muss eine Ballade klingen.
Man sollte auch die anderem Bandmitglieder nicht vergessen: Justin Robinson bietet ein perfekt kompatibles Altsaxophon, geradezu sensationell empfinde ich aber die Rhythmusgruppe aus Gerald Clayton (p), Danton Boller (b) und Montez Coleman (dr) - die spielen derartig gut und aufeinander abgestimmt, mankann es kaum glauben. Über allem klingt jedoch Hargrove's helle - in manchen Passagen auch dunkle - Trompete, jede Note sitzt, jeder Ton makellos.
Auch aufnahmetechnisch ein Superlativ, ich habe schon eine Weile keine so gute Aufnahme mehr gehört.