Ein Road-Movie, das mit seinem Minimalismus Maßstäbe setzte und wohl nicht zuletzt deshalb an den Kinokassen durchfiel. Geredet wird nicht viel, die Protagonisten haben keine Namen (Hauptrollen: The Driver / The Mechanic), und wer denkt, es gehe um Autorennen à la "Death Proof", der wird enttäuscht. Gezeigt werden die beiden Hauptdarsteller, die auf dem Weg an die Ostküste ihr nötiges Kleingeld durch Autorennfahren verdienen wollen - die Rennen werden allerdings nicht gezeigt, es bleibt sogar offen, wer die jeweiligen Rennen gewonnen hat. Tragendes Element des Films ist ein parallel geführtes Rennen mit einem GTO-Fahrer - Ziel: die Ostküste -, das allerdings von allen Beteiligten nicht ernsthaft geführt wird - es werden Pausen gemacht, die Autos getauscht etc. Filmprägend ist der lakonische Erzählstil - es wird einfach gefahren, ohne dass viel passiert, und gezeigt wird ein kleinstädtisches US-Amerika, dessen Bewohner entweder "on the road" auf der Suche nach sich selbst sind oder die in ihren abgelegenen Heimatorten ihr Leben ohne Höhepunkte führen. Der gesamte Film ist ein einziger Anti-Klimax, der alle konventionellen Erwartungen an einen Genre-Film enttäuscht und gerade deshalb so einzigartig ist - abgesehen davon natürlich, dass die beiden Hauptdarsteller einfach cool sind und der GTO-Fahrer in seiner Mischung aus verkrachter Existenz und vorgeblichem Großmannstum für amüsante Effekte sorgt. Daher: Unbedingt ansehen!