Kurzbeschreibung
Zehn Laufexperimente, die aus dem inneren Schweinehund einen Psychiatriefall machen. Marvin muss es wissen. Denn er ist beides.
Dass er ein kleines Problem haben könnte, dämmert ihm bereits, als er sich plötzlich im vollen Lauf durch den Grand Canyon befindet. Doch das ist erst der Beginn einer atemberaubenden Schweinehunde-Krise: Wie kann es sein, dass sein Herrchen vor einer wichtigen Konferenz mal eben über den Tafelberg läuft? Oder der Zivilisation den Rücken kehrt und nur mit einer Kompasspeilung durch den Regenwald hechelt? Und das Meditieren ausgerechnet im finstersten Industriegebiet erlernen will?
Als wäre das nicht schon nervenaufreibend genug, muss Marvin auch noch halbnackt durch die Winternacht straucheln, seine Ernährungspyramide begraben – und sich mit indianischen Visionsritualen herumschlagen. Bis Grenzen schließlich nur noch existieren, um überschritten zu werden …
Dass er ein kleines Problem haben könnte, dämmert ihm bereits, als er sich plötzlich im vollen Lauf durch den Grand Canyon befindet. Doch das ist erst der Beginn einer atemberaubenden Schweinehunde-Krise: Wie kann es sein, dass sein Herrchen vor einer wichtigen Konferenz mal eben über den Tafelberg läuft? Oder der Zivilisation den Rücken kehrt und nur mit einer Kompasspeilung durch den Regenwald hechelt? Und das Meditieren ausgerechnet im finstersten Industriegebiet erlernen will?
Als wäre das nicht schon nervenaufreibend genug, muss Marvin auch noch halbnackt durch die Winternacht straucheln, seine Ernährungspyramide begraben – und sich mit indianischen Visionsritualen herumschlagen. Bis Grenzen schließlich nur noch existieren, um überschritten zu werden …
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Ich bin ein Schweinehund. Und das ist gut so. Jedenfalls war es das bis vor einiger Zeit. Aber jetzt ist alles anders. Jetzt liege ich auf der Couch. ›Narrative Therapie‹ nennt es der Doc. Das beste Mittel gegen eine posttraumatische Belastungsstörung. »Wieso posttraumatisch?«, habe ich gefragt. »Ich stecke doch noch mitten drin.« »Aha«, meinte er nur. »Fang’ trotzdem an.« Ich weiß sehr genau, wo ich anfangen muss. Aber zuerst werde ich mich wohl oder übel vorstellen müssen. Das tue ich ebenso selten wie ungern, denn wem bin ich schon willkommen? Außerdem ist ›innerer Schweinehund‹ eine wirklich widerliche Wortschöpfung. ›Dirigent‹ hieße ich gern, ›Bonvivant‹ oder meinetwegen auch ›Dr. Feelgood‹. Ganz notfalls auch einfach ›Es‹, so wie von Doc Freud geprägt. Mein Herrchen und Auslöser dieser ganzen Misere nennt mich ›Marvin‹, in Anlehnung an den depressiven, kleinen Roboter aus der Romanserie von Douglas Adams. Also gut, dann: Ich bin Marvin. ›Es‹, Schweinehund, innerer, gefangener, getretener, mit Füßen, die in Laufschuhen stecken. Nun ist es raus. Und ich kann anfangen.
