Amazon.de-Hörbuchrezension
Keine revolutionär neuen Erkenntnisse, die Goleman vermittelt. Schon Aristoteles wusste, wie wichtig der angemessene Umgang mit Emotionen ist und nannte es Tugend. Aber es lohnt, wieder einmal darüber nachzudenken, warum Gefühle so vital, aber auch so selbstzerstörerisch sein können.
Für die Vertonung des Sachbuchbestsellers hat Hardy Tasso einen gelungenen Weg eingeschlagen. Die ausgewählen Textzitate, gelesen von Edgar M. Böhlke, werden von Moritz Stöpel eingeordnet und in Zusammenhang gebracht, und Dorothea Gädeke steuert Beispiele aus der Praxis bei. Authentizität bekommt das Feature durch die englischsprachigen Erläuterungen Golemans selbst. Eine wohltuend abwechslungsreiche Stimmenvielfalt, akustisch getrennt durch dezente Sphärenklänge. Die unterschiedlichen Lautstärkepegel der Sprecher sind zu verzeihen.
Feature, Spieldauer ca. 55 Minuten, 1 CD. Auch als Kassette erhältlich. --Cornelia Eulitz -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .
Kurzbeschreibung
Wer Erfolg im Leben haben will, muß klug mit seinen Gefühlen umgehen können und das "emotionale Alphabet" beherrschen. »EQ statt IQ« heißt die neue griffige Erfolgsformel, mit der Daniel Goleman einen Nerv unserer Zeit trifft. Sein internationaler Bestseller zeigt spannende Forschungsperspektiven zu einem Thema, das uns alle angeht: die Wiedervereinigung von Herz und Verstand. »Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?«
Der Verlag über das Buch
Über den Autor
Vorwort
Meine Freunde in Deutschland sagten mir zwar, daß es in der deutschen Gesellschaft keine derart krassen Krisenphänomene wie in Amerika gäbe, daß meine Vorschläge aber auch für Deutschland gelten könnten, nicht so sehr als akutes Gegenmittel, sondern als präventive Maßnahme.
Ich erfuhr von meinen deutschen Freunden, daß deren Gesellschaft von einer subtileren Form der Gewalt geprägt ist: den Anzeichen einer sozialen Entfremdung, die eines Tages durchaus zu ernstzunehmenden Rissen im sozialen Gewebe führen könnte, wenn man ihr nicht Einhalt gebietet.
Wie Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld beobachtet hat, entwickelt sich die gesellschaftliche Dynamik zu mehr Individualisierung, zu mehr Autonomie, von dort zu größerem Konkurrenzkampf, vor allem in der Arbeitswelt und an den Universitäten, und zu weniger Solidarität, was schließlich zu wachsender Isolierung des einzelnen und zum Verfall der sozialen Integration führt. Diese schleichende Desintegration der Gemeinschaft und die Verstärkung eines rücksichtslosen Durchsetzungsstrebens geschehen dabei ausgerechnet zu einer Zeit, in der der ökonomische und soziale Druck, der aus der West-Ost-Einigung entstanden ist, mehr und keinesfalls weniger Kooperation und Fürsorglichkeit verlangt.
In dieser Atmosphäre einer beginnenden sozialen Malaise treten nun auch Anzeichen einer sich verschärfenden emotionalen Krise, besonders bei Kindern, auf.... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.